Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Mensch lenkt, der Computer denkt

11.02.2004


Computer können einigermaßen hören und sprechen. Doch mit dem Sehen tun sie sich noch schwer, denn einen laufenden Film zu interpretieren, ist rechnerisch aufwendig. Auf der CeBIT wird der Messebesucher gefilmt und als Steuermann in ein Computerspiel eingebaut.


Das Bild der Spielerin wird elektronisch mit dem Spiel gemischt. Verschiebt sie die virtuellen Steine günstig, hat der Käfer im Irrgarten freie Bahn. © Fraunhofer IIS



Bei Computerfans und Cineasten gilt "Tron" als der Urvater des - zumindest in Teilen - rechnerisch erzeugten Films. Darin wird der Programmierer Flynn in eine virtuelle Welt zwangsversetzt, die vom fiesen Master Control Programm regiert wird. Wie fast immer, bezwingt auch hier der Held schließlich den Schurken aus Nullen und Einsen. Bereits im Jahr 1982 prägte der Film nachhaltig die Vorstellungen über virtuelle Realität und künstliche Intelligenz.

... mehr zu:
»Computerspiel »Labyrinth


Längst zeigt jedes moderne Computerspiel, dass solche Rechnerwelten in nahezu jedem Haushalt angekommen sind. Der Spieler taucht nicht nur mental ab, sondern kann manchmal auch seinen elektronischen Repräsentanten (Avatar) in den Wettkampf schicken. Noch einen Schritt weiter und Eingabegeräte wie Joystick, Konsole, Maus oder Tastatur werden überflüssig und durch Körperbewegungen ersetzt. Dazu allerdings muss der Computer die Bewegungen erkennen. Registriert sie eine Kamera, müssen zunächst die Körperteile von einem möglicherweise unruhigen Hintergrund getrennt werden.

Ein solches System präsentieren Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS vom 18. bis 24. März auf der CeBIT im Future Parc in Halle 11. "Mit unserem Exponat wollen wir natürlich nicht nur Spielehersteller ansprechen", betont Dr. Christian Küblbeck, Projektleiter für Computersehen. "Mit der berührungslosen und benutzerfreundlichen Technik lassen sich ebenso Roboter steuern oder Elemente in Info-Terminals und virtuellen Schaufenstern auswählen."

Auf der Messe zeigen die Forscher dazu ein Spiel mit Gestikerkennung. Es läuft ähnlich ab wie das Brettspiel "Das verrückte Labyrinth" von Ravensburger: Jeder Spieler muss durch Gänge von einem Ende eines Irrgartens zum anderen laufen. Er kommt nur durch, wenn er im Weg stehende Puzzleteile möglichst schlau verschiebt. Bei der elektronischen Variante kann der Spieler die Puzzleteile nicht physisch greifen - vielmehr steht er vor dem Bildschirm und steuert mit seinen Handbewegungen das Spielgeschehen. Der Computer erkennt die Hand, analysiert ihre Bewegungen und versetzt das Puzzleteil an die gewünschte Stelle. Ebenso erkennt er das Gesicht: Hat der Spieler das Labyrinth erfolgreich durchquert, so setzt ihm das Maschinenhirn eine virtuelle Krone auf den Kopf.

Ansprechpartner:

Dr. Christian Küblbeck, Tel. 09131-776-549, Fax -588, kue@iis.fraunhofer.de
Angela Raguse, Tel. 09131-776-563, rgs@iis.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iis.fraunhofer.de/bv/biometrie
http://www.fraunhofer.de/mediendienst

Weitere Berichte zu: Computerspiel Labyrinth

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen