Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboter fürs Volk

11.02.2004


Wer in Forschung und Lehre mit Robotern arbeitet, muss meist tief ins Portemonnaie greifen, denn Komponenten aus der Industrie sind teuer. Der VolksBot spart als Komplettpaket Geld und Entwicklungszeit und ermöglicht auch Privatpersonen einen Einstieg in die Robotik. Auf der CeBIT ist er zu sehen.


Den Volksroboter mit seiner einfach zu bedienenden graphischen Programmieroberfläche setzen Ansgar Bredenfeld (links) und Thomas Wisspeintner (rechts) bereits in der Ausbildung von Studenten ein. © Fraunhofer AIS



Als die Firma Commodore 1981 den ersten Volkscomputer VC-20 auf den deutschen Markt brachte, erlebte das Volk eine echte Sensation. Denn das Vorgängermodell des legendären C-64 war der erste Computer, der auch für kleinere Firmen und sogar Privatpersonen einigermaßen erschwinglich war. Der erste Schritt für die große Verbreitung des heutigen Alltagsgegenstands Computer war getan.

... mehr zu:
»Antrieb »Roboter »VolksBot


Mit den Problemen der Computer-Freaks von damals kämpfen die Roboter-Entwickler von heute: "Stellt man einen Roboter für Forschungszwecke mit Sensoren, Kamera, und Antrieb aus der Industrie zusammen, kostet das leicht so viel wie ein neuer Kleinwagen", bedauert Dr. Ansgar Bredenfeld vom Fraunhofer-Institut für Autonome Intelligente System AIS in Sankt Augustin bei Bonn. Deshalb wurde am Institut der VolksBot entwickelt. Vor allem von knappen Kassen geplagte Universitäten, Forschungseinrichtungen und Schulen sind Zielgruppen dieser modular aufgebauten Roboterplattform. Sie ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrung, die Forscher am AIS rund um den RoboCup gesammelt haben. In dieser weltweiten Liga lassen Forscher selbstständig agierende Roboter gegeneinander Fussball spielen, um deren Fähigkeiten zu testen und zu verbessern.

Unter anderem ist dabei das Kamerasystem AISVision entstanden, mit dem der VolksBot ausgestattet ist. Als Alternative zu einer motorisch schwenkbaren und daher mechanisch anfälligen Kamera blickt sie hier senkrecht nach oben auf einen hyperbolischen Spiegel. Seine Form gewährleistet eine vollständige und mit 640 x 480 Pixeln hoch aufgelöste Rundumsicht, ohne dass die Kamera bewegt werden muss. Neben dem vormontierten Roboter samt Antrieb enthält das VolksBot-Paket einen neuartigen Motorcontroler, Simulationssoftware sowie das Programm ICONNECT der Firma Micro-Epsilon. Dank der einfachen Softwareoberfläche kann man den Roboter auch ohne Programmierkenntnisse ins Rollen bringen. Steuern lässt er sich von einem handelsüblichen Notebook aus, das auf dem Chassis angebracht wird. Komplett kostet der VolksBot 3 500 Euro, und jedermann kann ihn beim AIS bestellen. "Einige RoboCup-Teams verwenden bereits Komponenten des VolksBots", verrät Bredenfeld. Die Roboterplattform spart nicht nur Geld, sondern auch Entwicklungszeit. Wollen etwa Informatik-Studenten ein neues Steuerungsprogramm testen, müssen sie nicht erst einen Roboter bauen. Wer den VolksBot in Aktion erleben möchte, sollte zwischen dem 18. und 24. März auf der CeBIT in Hannover den Fraunhofer-Gemeinschaftsstand im Future Parc in Halle 11 besuchen.

Ansprechpartner:
Dr. Ansgar Bredenfeld, Tel. 02241-14-2841 , Fax -2342, ansgar.bredenfeld@ais.fraunhofer.de
Dipl.-Ing. Thomas Wisspeintner, Tel. 02241-14-2444, thomas.wisspeintner@ais.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.VolksBot.de
http://www.fraunhofer.de/mediendienst

Weitere Berichte zu: Antrieb Roboter VolksBot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Prozesstechnik für effizientes Bohren und Schneiden auf der LASER CHINA

22.02.2017 | Messenachrichten

IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren

22.02.2017 | Automotive

Nanoinjektion steigert Überlebensrate von Zellen

22.02.2017 | Physik Astronomie