Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer SIT zeigt auf der CeBIT den elektronischen Sicherheitsinspektor eSI

09.02.2004



Alles klar, Herr Kommissar? Flexibler Fahnder für die Netzwerk-Patrouille


Fraunhofer-Institut SIT zeigt Software für automatischen Sicherheits-Check


Die Wachmannschaft kontrolliert, ob alle Eingänge geschlossen sind, aber wer kontrolliert die Wachmannschaft? Dieses Sicherheitsdilemma gilt für das eigene Firmengebäude genauso wie für das Computer-Netzwerk. Denn was hilft der beste Virenscanner, wenn er nicht eingeschaltet ist? Um die IT-Sicherheit in Unternehmen selbst bei derlei menschlichem Versagen zu gewährleisten, entwickelten Forscher am Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation SIT den elektronischen Sicherheitsinspektor (eSI). Die Software überprüft automatisch, ob alle vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen aktiv sind. Vom 18. bis zum 24. März 2004 demonstrieren die Wissenschaftler das Programm auf der Computermesse CeBIT in Halle 11 am Stand A24.


"Beim elektronischen Sicherheitsinspektor handelt es sich um eines der flexibelsten Werkzeuge zur kontinuierlichen Überprüfung von IT-Sicherheitsmaßnahmen in Computer-Netzwerken", sagt SIT-Forscher Heinz Sarbinowski. Bislang erfolgt die Überprüfung von IT-Sicherheitsmaßnahmen nur in Form von Stichproben. Wie sicher das Netzwerk zwischen diesen so genannten Sicherheitsaudits ist, weiß niemand. Verändert etwa einer der Administratoren zu Testzwecken die Server-Einstellungen und vergisst sie anschließend zurückzusetzen, kann für Wochen oder Monate eine Sicherheitslücke entstehen. Der eSI hingegen überprüft kontinuierlich, ob einzelne Sicherheitsmaßnahmen, etwa Virenschutz-Programme oder bestimmte Webserver-Einstellungen, wie gewünscht arbeiten. Welche Schutzmaßnahmen überprüft werden, legt der Administrator entsprechend der jeweiligen Sicherheitspolicy des Unternehmens in Form von Checklisten fest. Einmal eingestellt, kennt der eSI die Organisation und den Aufbau des Computer-Netzwerks und beginnt mit der dauerhaften Überwachung. Dabei achtet er unter anderem auf die Einhaltung der Standard-Maßnahmen, wie sie im Grundschutz-Handbuch des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) definiert sind, kann aber auch firmenspezifische Maßnahmen überprüfen. Die kontinuierliche und umfassende Überprüfung ermöglicht eine messbare Qualitätssicherung für den tatsächlichen Umsetzungsstand der Sicherheitsmaßnahmen. Besonderer Vorteil: Unternehmer können den eSI in ihrer vorhandenen Systemumgebung nutzen. Außerdem lassen sich mit dem eSI andere spezialisierte Prüfwerkzeuge, etwa nmap, net-snmp oder whisker, über eine einheitliche Bedienoberfläche steuern.

Kontakt

Heinz Sarbinowski (fachlich)
Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation SIT
Rheinstr. 75 - 64295 Darmstadt
Fon 06151 869-287 - Fax 06151 869-224 heinz.sarbinowski@sit.fraunhofer.de
Oliver Küch (Presse)
Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation SIT
Rheinstr. 75 - 64295 Darmstadt
Fon 06151 869-213 - Fax 06151 869-224 - oliver.kuech@sit.fraunhofer.de

Oliver Küch | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise