Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftsfreiheitsgesetz tritt in Kraft

12.12.2012
Forschungseinrichtungen erhalten mehr Autonomie und Eigenverantwortung / Schavan: „Neue Freiräume schaffen für exzellente Forschung“

Am heutigen Mittwoch tritt das Wissenschaftsfreiheitsgesetz bundesweit in Kraft. Dadurch erhalten die außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen mehr Autonomie und Eigenverantwortung für Finanz- und Personalentscheidungen, bei Kooperationen und Bauverfahren.

„Mit dem Gesetz fahren wir die Detailsteuerung durch Staat und Verwaltung weiter zurück und schaffen neue Freiräume für exzellente Forschung“, sagte Forschungsministerin Annette Schavan. „Es geht um einen Systemwechsel in der Wissenschaft. Dieser Schritt ist erforderlich, damit wir auch künftig im internationalen Wettbewerb um Innovationen und Marktführerschaft bestehen können.“

Die gesellschaftliche Bedeutung von Wissenschaft und Forschung nimmt stetig zu. Eine zentrale Aufgabe der mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschung ist es, Antworten auf die Zukunftsfragen der Gesellschaft zu finden. Die außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein: Dazu zählen zum Beispiel die Max-Planck-Gesellschaft und Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Zentren und Leibniz-Institute, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Nationalakademie Leopoldina und die Alexander von Humboldt-Stiftung.

Die Einrichtungen stehen derzeit vor der Herausforderung, mit einer wachsenden Dynamik in der Entwicklung neuer Wissensgebiete und Technologien Schritt zu halten. Hinzu kommt der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe und die steigende Bedeutung der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Das Wissenschaftsfreiheitsgesetz ermöglicht den Forschungseinrichtungen daher mehr Effizienz, Synergien und Flexibilität. So erhalten die Einrichtungen unter anderem Globalhaushalte, was mehr Eigenverantwortung für den Einsatz von Personal-, Sach- und Investitionsmitteln bedeutet. „Dahinter steht der Gedanke, dass gute Forschung nicht planbar ist – sie braucht Freiraum, um zu gelingen, Raum für neue Denkanstöße und Innovationen“, so Schavan.

„Mit dem Wissenschaftsfreiheitsgesetz unterstützen wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bei ihren Projekten immer wieder kurzfristig umdenken, neu planen und auf Unvorhergesehenes reagieren müssen.“ Zudem werden durch das Gesetz bürokratische Hemmnisse abgebaut, Kompetenzen gebündelt und Genehmigungsverfahren beschleunigt, etwa beim Eingehen von Kooperationen oder der Durchführung von Forschungsbauten.

Die mit dem Wissenschaftsfreiheitsgesetz eröffneten Freiräume für die Wissenschaftseinrichtungen beruhen auf den vielfältigen, positiven Erfahrungen, die in der dreijährigen Pilotphase zur Wissenschaftsfreiheitsinitiative seit 2009 gesammelt wurden. Die Erprobungsphase wurde dabei durch ein adäquates, aussagekräftiges Monitoring unterstützt und begleitet.

Das Wissenschaftsfreiheitsgesetz knüpft daran an und verstärkt die Transparenz in der Wissenschaft. Transparente Strukturen machen die Eigenverantwortung der Akteure sichtbar und unterstützten die Wahrnehmung dieser Verantwortung.

Das Gesetz findet auf insgesamt 11 außeruniversitäre Wissenschaftseinrichtungen mit wissenschafts- und forschungsspezifischer Mission Anwendung.

Parallel dazu hat die Bundesregierung auch die Rahmenbedingungen für ihre bundeseigenen Ressortforschungseinrichtungen bedarfsorientiert verbessert. Einrichtungen wie das Robert-Koch-Institut oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erhalten danach ebenfalls einen größeren Handlungsspielraum, etwa um sich im Wettbewerb um wissenschaftliche Spitzenkräfte besser behaupten zu können.

Weitere Informationen zum Wissenschaftsfreiheitsgesetz unter http://www.bmbf.de/de/12268.php

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/de/12268.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Im Focus: Metalle verbinden ohne Schweißen

Kieler Prototyp für neue Verbindungstechnik wird auf Hannover Messe präsentiert

Schweißen ist noch immer die Standardtechnik, um Metalle miteinander zu verbinden. Doch das aufwändige Verfahren unter hohen Temperaturen ist nicht überall...

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Moleküle brillant beleuchtet

23.04.2018 | Physik Astronomie

Sauber und effizient - Fraunhofer ISE präsentiert Wasserstofftechnologien auf Hannover Messe

23.04.2018 | HANNOVER MESSE

Fraunhofer IMWS entwickelt biobasierte Faser-Kunststoff-Verbunde für Leichtbau-Anwendungen

23.04.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics