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Weit mehr als nur Kamine kehren: Schornsteinfeger-Ausbildung modernisiert

14.03.2012
Die Arbeit der „Glücksbringer“ in der schwarzen Kluft besteht schon lange aus weit mehr als Kaminkehren: Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen üben einen anspruchsvollen Handwerksberuf aus.

Deshalb wurde die Ausbildungsordnung jetzt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sachverständigen der Sozialpartner und Vertretern der Länder neu geregelt.

Das moderne Berufsprofil erfordert wache Köpfe mit vielseitigen Kompetenzen in der Steuerungs- und Regeltechnik sowie Abgasmessung. Dazu agieren die Schornsteinfeger/-innen als Kundenberater in den Bereichen Energieeffizienz, Umwelt-, Klima- und Brandschutz sowie Baurecht.

Die modernisierte Ausbildungsordnung, die auch europarechtliche Vorgaben zur Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit umsetzt, tritt zum 1. August 2012 in Kraft.

Der Wandel im Energiebereich, der Schutz der Umwelt, neue Techniken für Feuerungs- und Lüftungsanlagen und nicht zuletzt neue EU-Regelungen für das Schornsteinfegerhandwerk haben den Rahmen für die Modernisierung der Ausbildungsordnung von 1997 abgesteckt.

Kundenberatung und die Zusammenarbeit mit anderen ausführenden Gewerken zu Fragen der Energieeffizienz nehmen von nun an einen hohen Stellenwert in der Ausbildung der Schornsteinfeger/-innen ein und sind Garant für eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Acht Wochen überbetriebliche Ausbildung wurden in der Ausbildungsordnung erstmalig und ausnahmsweise festgeschrieben, um die im Schornsteinfegerhandwerk üblichen kleinen Betriebe mit wenigen Mitarbeitern bei der Vermittlung aller Ausbildungsinhalte und der Gewährleistung eines hohen Ausbildungsniveaus zu unterstützen.

Neu ist auch, dass der Unterricht in den Berufsschulen – im Regelfall als Blockunterricht – künftig kompetenzorientiert auf der Grundlage von konkreten beruflichen Aufgabenstellungen, also in Form so genannter Lernfelder, erfolgen wird.

Rund 1.500 Auszubildende werden zurzeit im Schornsteinfegerhandwerk ausgebildet. Es besteht Nachwuchsbedarf, und dies gilt gleichermaßen für – schwindelfreie – männliche wie weibliche Interessierte.

Die Schornsteinfeger-Ausbildung erschließt auch weitere Karrieremöglichkeiten: Eine spätere Weiterqualifizierung zum Schornsteinfegermeister/zur Schornsteinfegermeisterin öffnet den Weg in die Selbstständigkeit.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter http://www.bibb.de/schornsteinfeger

Bildmaterial steht unter http://www.bibb.de/pressefotos zur Verfügung.

Ansprechpartnerin im BIBB:
Marion Krampe, E-Mail: krampe@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de

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