Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Resilien-Tech: Neue acatech Projektgruppe für Sicherheitsforschung

06.08.2012
Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften hat eine neue Projektgruppe gebildet, die sich mit der Integration von Sicherheitsaspekten im Designprozess befasst. Das Projekt unter dem Namen "Resilien-Tech – 'Resilience-by-Design': Strategie für die technologischen Zukunftsthemen" wird zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik für zwei Jahre gefördert. Die konstituierende Sitzung fand am 2. Juli 2012 statt.

Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit aber auch Anpassungfähigkeit und Flexilibität. Resilienzforschung zielt darauf ab, die Fähigkeit von technischen und gesellschaftlichen Systemen zu Widerstand und Regeneration zu erhöhen, und beinhaltet neben der Bewältigung von Krisensituationen auch Vorbeugungs-/Schutzmaßnahmen. Resilienz verbindet daher Sicherheit mit Nachhaltigkeit.

Während Sicherheitsaspekte häufig noch monoperspektivisch betrachtet werden, nämlich als Maßnahmen, die man im Nachhinein hinzufügt, fordert ein ganzheitlicher Ansatz, die Widerstandsfähigkeit von Systemen schon in den Designprozess zu integrieren. „Resilience by Design“ soll helfen, dass Systeme auch bei Störungen funktionieren bzw. sich in einen sicheren Zustand zurückführen können.

Die Projektgruppe "Resilien-Tech" untersucht den Aspekt Resilienz sowohl aus nationaler als auch internationaler Perspektive, ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema „Resiliente Unternehmen“. Die Ergebnisse sollen in eine Studie und eine acatech Position einfließen, die im Rahmen des vom BMBF ausgerichteten Innovationsforums "Öffentliche Sicherheit" vom 7. bis 9. Mai 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

"Resilien-Tech" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, es ist ein Konsortialprojekt mit dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI. Projektleiter ist Prof. Dr. Klaus Thoma vom Fraunhofer EMI, weitere Mitglieder der Gruppe sind Jörg Asma, KPMG AG, Prof. Dr. habil Claudia Eckert, Fraunhofer Research Institution AISEC, Alexander Kluge, Deutsche Bahn AG, Prof. Dr. Friedbert Pflüger, European Centre for Energy and Resource Security, Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn, Universität Stuttgart, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiller, FU Berlin und Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Eckehard Schnieder, TU Braunschweig.

Pressekontakte:
Dorothea Schildt, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, schildt@acatech.de

Birgit Bindnagel, Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, birgit.bindnagel@emi.fraunhofer.de

Christoph Uhlhaas | idw
Weitere Informationen:
http://www.acatech.de/
http://www.emi.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise