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OECD: Für langfristiges Wirtschaftswachstum Stärkung von Wissenschaft und Innovation nötig

30.10.2008
Ein neuer OECD-Bericht empfiehlt den Regierungen der Mitgliedsländer, internationale Forschungskooperation zu verstärken und engere Verbindungen zwischen öffentlichen Forschungsinstituten und der Industrie zu knüpfen.

Dadurch könne Wissenschaft und Innovation gefördert und ein langfristiges Wirtschaftswachstum erreicht werden. Die neueste Ausgabe des alle zwei Jahre veröffentlichten OECD-Berichts "Science, Technology and Industry (STI) Outlook" 2008 beleuchtet Trends und Entwicklungen in den Wissenschafts-, Technologie- und Innovationspolitiken der Mitgliedsländer. Mit einbezogen werden auch sechs aufstrebende Wirtschaftsmächte, darunter China, Israel und Russland.

Zu den Ergebnissen des Berichts gehört, dass der Anteil aufstrebender Wirtschaftsmächte an den globalen Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 11,7 % im Jahr 1996 auf 18,4 % im Jahr 2005 stark gewachsen ist. Während die USA mit 344 Milliarden US-Dollar in 2006 der größte Investor in Forschung und Entwicklung blieben, ist der Anteil der USA an den globalen FuE-Ausgaben wegen der schwächeren Investitionen der Wirtschaft insgesamt gesunken. Ebenfalls verringerte sich der Anteil der EU-27 (zu der Frankreich, Großbritannien und Deutschland zählen) an den globalen FuE-Ausgaben.

Der Anteil der FuE-Ausgaben der chinesischen Wirtschaft am chinesischen Bruttosozialprodukt ist von 0,25 % im Jahr 1996 auf 1,01% im Jahr 2006 stark angestiegen. Dies entspricht fast dem Wert von 1,11 % in der EU-27. In absoluten Zahlen sind die FuE-Ausgaben der chinesischen Wirtschaft im vergangenen Jahrzehnt jedes Jahr durchschnittlich um 20 % gestiegen, während der entsprechende Anstieg in der EU-27 und den USA nur 3 % pro Jahr betrug.

Zukünftige Investitionen in FuE werden teilweise von den langfristigen Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Ausgaben der Wirtschaft abhängen, da diese in den meisten OECD-Mitgliedsländern den grössten Anteil der Gesamtinvestitionen stellen.

Der STI Outlook 2008 weist auch auf dringenden Handlungsbedarf für einige neue Schlüsselthemen hin. Dazu gehören:

die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen ausländischen Unternehmen und Regierungen. OECD-Mitgliedsländer müssen Kapazitäten aufbauen, um ausländische Investitionen zu gewinnen und die Teilnahme an globalen Netzwerken zu intensivieren.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach qualifiziertem Personal müssen die OECD-Mitgliedsländer ihr Augenmerk verstärkt auf die einheimische Nachwuchsförderung richten.

Innovationen im Unternehmensbereich sind nicht auf Technologie beschränkt. Sie umfassen Prozessinnovationen, organisatorische Innovationen und solche im Marketing. Maßnahmen zur Innovationsförderung müssen auf die gesamte Bandbreite abstellen.

Um Länder bei der Entwicklung ihrer Wissenschafts- und Innovationspolitiken zu unterstützen, erarbeitet die OECD derzeit eine Innovationsstrategie, basierend auf einem Mandat des Ministerrates von 2007.

Mehr Informationen zum STI Outlook, einschließlich von Details zum Erhalt des englischen Volltextes, sind auf der Web Site des OECD Berlin Centre http://www.oecd.org/de/stioutlook verfügbar. Eine deutschsprachige OECD-Zusammenfassung des STI Outlooks ist in Vorbereitung. Das Dokument wird ebenfalls auf Kooperation international zugänglich gemacht.

Ein neues Element im STI Outlook sind individuelle Länderprofile für insgesamt 36 Länder. Diese Länderprofile sind sowohl auf der OECD-Homepage als auch auf Kooperation international zugänglich.

| OECD
Weitere Informationen:
http://www.oecd.org/de/stioutlook
http://www.oecd.org/document/0/0,3343,en_2649_34269_41568384_1_1_1_1,00.html
http://www.kooperation-international.de

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