Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lissabon-Vertrag tritt in Kraft / Forschungskapitel bietet neue Chancen für Innovationen

01.12.2009
Schavan: "Den Europäischen Forschungsraum aktiv gestalten"

"Der Lissabon-Vertrag bietet uns die Chance, den Europäischen Forschungsraum in Zukunft noch besser zu gestalten", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag zum Inkrafttreten des Vertrags.

"Der Europäische Forschungsraum verbessert die Wettbe-werbsfähigkeit Europas im globalen Wettbewerb um mehr Innovationen und bessere Technologien. Seine erfolgreiche Entwicklung wird entscheidend davon abhängen, dass sich die Mitgliedstaaten stärker in seine Gestaltung einbringen. Deutschland strebt hier eine aktive Rolle an, um das nationale wie europäische Forschungs- und Innovationssystem voran zu bringen."

Der Europäische Forschungsraum (EFR) ist Teil des neuen Forschungskapitels im Lissabon-Vertrag. Zentrales Ziel des EFR ist die bessere Vernetzung der nationalen Forschungs- und Innovationssysteme in den Bereichen Forschermobilität und -karrieren, gemeinsamer Programmplanung, Forschungsinfrastrukturen, internationale Zusammenarbeit und Wissenstransfer. Zu diesen Themen hat der Rat für Wettbewerbsfähigkeit 2008 und 2009 insgesamt fünf Initiativen beschlossen.

Den Rahmen für die gemeinsame Umsetzung dieser Initiativen durch die Mitgliedstaaten und die Kommission hat der Rat am 30. Mai 2008 mit dem Ljubljana-Prozess auf den Weg gebracht. Sein vorrangiges Ziel ist die Verbesserung der politischen Abstimmung zwischen Kommission und Mitgliedstaaten bei der Verwirklichung des EFR.

Darüber hinaus hat der Rat am 2. Dezember 2008 eine Vision des "Europäischen Forschungsraums 2020" verabschiedet. Hier geht es darum, für den EFR langfristig eine Balance zwischen notwendigem Wettbewerb und ausreichender Kooperation zu schaffen. Zusammen mit verstärkten Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen lassen sich so attraktive Bedingungen für Europas Forscher herstellen.

"Strukturen, Institutionen und Prozesse sind aber nur eine Seite der Medaille", sagte Schavan. "Damit der Europäische Forschungsraum in seiner weltweiten Einzigartigkeit tatsächlich Realität wird, müssen sich alle engagieren: die Forscher, die Wissenschaftler, die Unternehmer und die Politiker. Nur das Engagement aller Akteure wird den EFR mit Leben füllen und ihn zum Erfolg führen."

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bmbf.de/de/956.php oder beim EU-Büro des BMBF: http://www.forschungsrahmenprogramm.de/era.htm

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/era.htm
http://www.bmbf.de/de/956.php
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie