Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jülicher Forschungspartnerschaften mit China zu Klimawandel und erneuerbaren Energien

18.11.2009
Während der Chinareise des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers und des Innovationsministers Prof. Andreas Pinkwart unterzeichneten das Forschungszentrum Jülich und chinesische Partner mehrere Kooperationsvereinbarungen.

Mit der Peking Universität wird die bisherige, erfolgreiche Kooperation in der Atmosphärenforschung ausgeweitet. Mit dem chinesische Solarmodulhersteller Baoding TianWei Solarfilms wird gemeinsam an der Qualitätssicherung für Dünnschichtsolarmodule geforscht.

Mit einem Memorandum of Understanding, das Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums, und Prof. Qifeng Zhou, Präsident der Peking Universität, während der Reise unterzeichnen, vertiefen beide Partner ihre Zusammenarbeit in der Atmosphärenforschung. Die Vereinbarung sieht unter anderem den Austausch von Gastprofessoren vor. Außerdem sollen Großgeräte des Forschungszentrums und der Hochschule gemeinsam für Feldkampagnen und Prozessstudien genutzt werden.

Ansprechpartner auf Jülicher Seite ist Prof. Andreas Wahner, Direktor am Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre-Troposphäre. Der Forscher arbeitet seit vielen Jahren mit Wissenschaftlern der Peking Universität zusammen. Unter anderem führte er mit ihnen 2006 in Peking Messkampagnen zur Luftqualität durch. Sie untersuchten, welches die wichtigsten Ursachen für die Luftverschmutzung in den Ballungsräumen um Beijing und im Pearl River Delta sind. Ein wichtiges Ziel war bessere Luft für die Olympischen Spiele 2008 in Beijing.

Um die gemeinsamen Forschungsinteressen effektiver zu verfolgen, planen das Forschungszentrum Jülich und die Universität zu Köln Gespräche mit den chinesischen Partnern über eine Kooperation zu Klimawandel und Energie in Peking. Sie unterzeichneten ein diesbezügliches Memorandum of Understanding und prüfen wie sich die Potentiale der Zusammenarbeit besser nutzen lassen. Die Kooperation könnte ein Dach bilden für gemeinsame Forschung zum Klimawandel und zur Energienutzung, zur Förderung des Umwelt- und Energietechnikdialoges und zur Aus- und Weiterbildung von Experten der beiden Länder.

Die Zusammenarbeit bei den Solarmodulen umfasst insbesondere Studien über die Langzeitstabilität und -leistungsfähigkeit von industriellen Solarmodulen, die auf Silizium-Dünnschichttechnologie basieren. Dazu wurde bereits Anfang der Woche eine Vereinbahrung im Beisein des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers, des chinesischen Forschungsministers Gang WAN, des Innovationsministers Prof. Andreas Pinkwart und der Staatsministerin im Auswärtigen Amt Cornelia Pieper unterzeichnet. "Von dieser Kooperation profitieren alle", erklärt Prof. Uwe Rau, Direktor des Jülicher Instituts für Energieforschung. "Mit Dünnschichtsolarmodulen aus Silizium erreicht eine innovative und vor allem preiswerte regenerative Energieform den chinesischen Markt. Jahrzehntelange Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden nun weltweit im industriellen Maßstab umgesetzt. Die Kombination dieser großtechnischen Erfahrungen - wie sie auch in China gemacht wird - mit unserem Grundlagenwissen führt zu neuen wertvollen Erkenntnissen, die auch durch deutsche Anlagenbauer aufgenommen werden können."

Jülich konzentriert sich in der Photovoltaikforschung auf die Dünnschichtsolarzelle aus amorphem und mikrokristallinem Silizium. Dieses Material erlaubt es, effiziente und preiswerte Solarmodule auf großen Flächen mit geringem Material- und Energieaufwand herzustellen. In Jülich werden alle Forschungs- und Entwicklungsfragen umfassend untersucht angefangen bei grundlegenden Materialeigenschaften, über Zellenentwicklung und Prozesstechnik bis hin zur Qualitätskontrolle.

Links:
Portal des Institutes für Energieforschung http://www.fz-juelich.de/ief/ief-5/
Webseiten der Baoding TianWei Solarfilms Co., Ltd.
http://www.btw-solarfilms.com/en/index.asp
Portal des Institutes für Chemie und Dynamik der Geosphäre-Troposphäre http://www.fz-juelich.de/icg/icg-2/startseite/
Pressekontakt:
Kosta Schinarakis, Tel. 02461 61-4771, E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de
Das Forschungszentrum Jülich...
... betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

Kosta Schinarakis | Forschungszentrum Juelich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics