Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Indiens Weg zur „Supermacht des Wissens“

04.02.2009
Derzeit besticht Indien vor allem durch extreme Gegensätze, die im Zuge des rasanten Wirtschaftswachstums der vergangenen Jahre entstanden sind.

Die politische Führung Indiens will in den nächsten fünf Jahren die Anzahl der Universitäten drastisch, von derzeit 400 auf 1500, erhöhen. Angesichts einer Bevölkerungsgröße von ca. 1,15 Milliarden Menschen, von denen mehr als die Hälfte unter 25 Jahre alt ist, erscheint diese massive Investition in die Bildungsinfrastruktur notwendig. Doch nicht nur in der Quantität wird Indien investieren müssen. Derzeit sind nur wenige Universitäten in der Lage, auf internationalem Niveau zu forschen.

Die ambitionierte Bildungsoffensive wird mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen haben. Neben einem Mangel an Professoren, wird sich der Bildungssektor als attraktiver Arbeitgeber gegenüber der Industrie durchsetzen müssen, die mit weitaus höheren Löhnen lockt und der Entscheidung junger Akademiker für eine wissenschaftliche Karriere entgegen steht.

Die Konkurrenz befindet sich jedoch auch im Ausland. Zahlreiche Inder entscheiden sich für ein Studium und eine Promotion im US-amerikanischen Ausland. Inzwischen stellen Inder in den USA die größte Ausländergruppe der Promovierenden. Zwar studieren in Indien inzwischen ca. 14 Millionen Studenten. Aber nur rund 36.000 von ihnen promovieren im eigenen Land. Indien besitzt damit, im Vergleich zu China oder Deutschland, über eine sehr niedrige Anzahl von Forschern in Relation zu seiner Bevölkerungsgröße und Studentenanzahl. Während es in China auf jede Million Einwohner annähernd 1600 Forscher gibt und in Deutschland diese Zahl bei 3000 liegt, bleibt Indien mit nur 119 Forschern pro Million Einwohner weit abgeschlagen.

Dass die Regierung in Neu Delhi daher auch die Besoldung der Fakultätsmitglieder verdoppeln und die Anzahl der Promotionsplätze ausweiten wird, erscheinen sinnvolle Maßnahmen zu sein. Es wird jedoch noch lange Zeit brauchen, bis Indien nicht länger „nur“ Dienstleistungsstandort für westliche Unternehmen ist und sich zu einer „Supermacht des Wissens“ entwickelt. Dennoch, das riesige Potential ist vorhanden und jetzt ist eine entsprechende politische Strategie ausgearbeitet und auf den Weg gebracht worden.

| Süddeutsche Zeitung
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de
http://www.sueddeutsche.de/659387/651/2734043/Rikschas-und-Raketen.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

nachricht Internationaler Masterstudiengang: TU Kaiserslautern bildet Experten für die Quantentechnik aus
15.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen