Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hasso-Plattner-Institut bekommt internationale Forschungs-"Filialen"

17.10.2008
Das Forschungskolleg des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) soll in Kürze "Zweigstellen" im Ausland bekommen.

Die Einrichtung solcher internationaler Filialen der "HPI Research School" für Nachwuchs-Spitzenforscher werde derzeit in Zusammenarbeit mit Hochschulen in Südafrika und Israel geplant, teilte das Institut mit. Erste Überlegungen gebe es ferner mit Blick auf Russland.

"Wir haben bereits konkrete Forschungsprojektvorschläge vom Technion, also der Technischen Universität Israels, vorliegen und sind in konkreten Verhandlungen mit der University of Cape Town", berichtete HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Es gehe darum, mit international renommierten Professoren und jungen Informatik-Wissenschaftlern dort zu einer intensiven und fruchtbaren Forschungszusammenarbeit zu kommen, die sich am Modell des HPI-Forschungskollegs orientiere.

In der 2005 gegründeten Einrichtung werden promovierte Nachwuchswissenschaftler und Doktoranden von allen HPI-Professoren gemeinschaftlich betreut. Die Stipendiaten forschen aus den verschiedenen Blickwinkeln ihrer Fachgebiete an einem aktuellen, übergreifenden Thema: "Service-Oriented Systems Engineering". Einmal wöchentlich diskutieren sie bei einem Forschungsseminar über ihre Arbeit und neue wissenschaftliche Entwicklungen. Bei den zweimal jährlich stattfindenden Klausurtagungen werden die Ergebnisse diskutiert und das weitere Vorgehen besprochen. Beteiligt sind sie ferner an wissenschaftlichen Workshops und Symposien. Derzeit gehören 19 junge Wissenschaftler zum Team der HPI Research School. Jährlich werden zum Wintersemester acht Stipendien für Doktoranden und zwei für Post-Doktoranden ausgeschrieben.

"Wir sind von interessierten Universitäten im Ausland angesprochen worden, ob wir dieses Modell nicht auch mit ihnen zusammen praktizieren wollen", berichtete Meinel. Das gebe dem HPI die Chance für eine inhaltliche Ausweitung der Forschung und den ausländischen Partnern die Möglichkeit zu engem Austausch und den Zugang zu den internationalen Wissenschaftskontakten des HPI.

"Die jungen Nachwuchsforscher arbeiten an ihren Universitäten im Ausland, bekommen ihr Stipendium aber vom HPI aus Deutschland", erläuterte Prof. Andreas Polze, der Sprecher der HPI Research School, die Pläne. Gemeinsam betreut von ihren Professoren vor Ort, sollen sie in die Forschungsaktivitäten des Potsdamer Forschungskollegs integriert werden sowie an den gemeinsamen Konferenzen und Symposien mitwirken. "Ferner ist ein Austausch der jungen Wissenschaftler geplant sowie die gemeinsame Akquisition neuer Forschungsprojekte", ergänzte Polze.

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de
http://www.hpi.uni-potsdam.de/presse/pressemitteilungen.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz