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Exzellenz-Initiative: Ruhr-Universität reicht ihre Skizze ein

31.08.2010
Ein internationaler Forschungscampus entsteht
Klarer Blick auf die RUB der Zukunft

Unter der Überschrift „Research Campus RUB“ hat die Ruhr-Universität Bochum ihre Antragsskizzen für die Exzellenz-Initiative II des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung bei DFG und Wissenschaftsrat eingereicht.

Die konsequente Weiterentwicklung ihres Zukunftskonzepts hin zu einem internationalen Forschungscampus und vier neue Exzellenzcluster in Lebens-, Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften sind die Grundzüge ihres Antrags.

Kerngedanke ist das RUB-Leitbild der „universitas“: ein internationales Miteinander von Lehrenden und Lernenden. Dazu gehören u.a. die frühe Eigenständigkeit junger Forscher und die Förderung von Verbund- und Einzelforschung gleichermaßen.

Weltweit konkurrenzfähig

Nachdem die RUB schon 2006 in der Exzellenz-Initiative I mit ihrem universitätsweiten Promotionskolleg „RUB Research School“ erfolgreich war und im Jahr darauf mit ihrem Zukunftskonzept in die Endrunde einzog, tritt sie diesmal mit einer konsequenten Weiterentwicklung ihres Zukunftskonzepts sowie mit vier neuen Antragsskizzen für Exzellenzcluster an. „Das zeigt, dass die RUB in allen großen Wissenschaftsbereichen über weltweit konkurrenzfähige, disziplinenübergreifende Verbundforschung verfügt“, sagt Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler. Er weist auch auf die intensive Zusammenarbeit der RUB mit Partnern im In- und Ausland hin. Erst kürzlich wurde ein umfassender Vertrag zur Zusammenarbeit mit der Max-Planck-Gesellschaft unterzeichnet.

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Das Leitbild „universitas“ stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Forschen und Lernen gehen auf dem Forschungscampus Hand in Hand. Die frühe Selbstständigkeit junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wird großgeschrieben. Neben Forschungsverbünden will die RUB besonders auch die Einzelforschung stärken. „Sie ist das Fundament, ohne das kooperative Forschung sich gar nicht entwickeln könnte“, betont Forschungsprorektor Prof. Dr. Ulf Eysel. Als Plattformen für die Verbundforschung werden die fakultätsübergreifenden „Research Departments“ weiterentwickelt. In den letzten zwei Jahren haben schon sechs Departments in Proteinforschung, Materialwissenschaften, Neurowissenschaften, Systemchemie, Plasmaforschung und Religionswissenschaft ihre Arbeit erfolgreich aufgenommen. „Die Research Departments und die vielfältigen Fachkompetenzen ihrer Mitglieder sind ein hervorragender Nährboden für die Entwicklung größerer neuer Forschungsvorhaben, wie z.B. von Sonderforschungsbereichen“, so die Zwischenbilanz von Prorektor Eysel. „Außerdem tragen sie zur Entwicklung neuer, forschungsnaher Masterstudiengänge bei.“

Kosmopolitischer Lehr- und Forschungsraum

Ein Hauptelement des Zukunftskonzeptes der RUB ist die „International Faculty“: die internationale Gesamtheit der Forschenden und Lehrenden der Universität. Jedes promovierte Mitglied der RUB kann daran teilnehmen. Die „International Faculty“ lebt von Forschungsvorhaben, die eine ausgeprägt internationale Komponente enthalten und ausländische Gastwissenschaftler auf den Campus holen, die mit ihrer Forschung zugleich auch die Lehre bereichern. Die RUB wird damit zu einem kosmopolitisch geprägten Lehr- und Forschungsraum. „Sie wird damit nicht nur noch attraktiver für ausländische Studierende und Wissenschaftler, sondern bietet auch den eigenen Mitgliedern bessere Möglichkeiten Auslandserfahrungen zu sammeln“, sagt Rektor Weiler.

Ein Beitrag der gesamten Universität

„Mit unserem Konzept wollen wir die gesamte Universität voranbringen, die Qualität in Forschung und Lehre ausbauen und die Entwicklung einer ‚Zweiklassengesellschaft‘ zwischen hochdotierter Verbundforschung und ebenso hochklassiger, aber meist weniger geförderter Einzelforschung innerhalb der Universität verhindern“, so Rektor Weiler. „Die Exzellenz-Initiative ist kein Selbstzweck. Wir nutzen sie, unsere langfristigen Pläne rascher zu konkretisieren.“ Das eingereichte Konzept wurde denn auch von einer Vielzahl beteiligter Personen und Gruppen der Universität gemeinsam entwickelt, in einem Dialog, der in den letzten Jahren kontinuierlich und in den letzten Monaten sehr intensiv geführt worden ist. „Wir hoffen natürlich auf den Erfolg“, sagt Prorektor Eysel, „aber wir haben schon durch die Teilnahme gewonnen: Einen klaren Blick auf die RUB und auf ihren Weg in die Zukunft.“

Weitere Informationen

Prof. Dr. Ulf Eysel, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-27045, E-Mail: prorektor-forschung@rub.de

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

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