Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europas Auszubildende schauen nur selten über den Tellerrand

22.02.2012
Grenzüberschreitende Mobilität im Bereich der beruflichen Erstausbildung bleibt hinter den EU-Zielen zurück – Maßnahmen zur Förderung von Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung

Bei ihrer beruflichen Erstausbildung nutzen nur wenige Jugendliche in Europa die Möglichkeit, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Zwar scheint die grenzüberschreitende Mobilität bei den Auszubildenden in letzter Zeit zu steigen, sie liegt jedoch noch immer deutlich unter den Zielzahlen, die die EU-Kommission im November 2011 verabschiedet hat.

Dies geht aus einem Bericht hervor, der unter Federführung von Prof. Dr. Regina Egetenmeyer, Juniorprofessorin für Lebenslanges Lernen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), im europäischen Projekt „Internationalisation & Mobility in the students Curricula“ erstellt wurde. Demnach waren im Jahr 2006 in den meisten Ländern der Europäischen Union weniger als ein Prozent der jungen Menschen, die sich in der beruflichen Erstausbildung befanden, im Ausland tätig. Leidglich die Länder Dänemark, Finnland und Zypern lagen über einem Prozent.

„Die Teilnehmerzahlen bei der transnationalen Mobilität in der beruflichen Erstausbildung sind in Europa durch die Bank sehr niedrig, aber sie nehmen stetig zu. Die deutschen Zahlen sind im Vergleich eher oben angesiedelt“, fasst Sandra Rüffin vom Institut für Erziehungswissenschaft der JGU zusammen. In dem Bericht raten die beteiligten Wissenschaftler/-innen dazu, das Thema Mobilität stärker in die Bildungsinstitutionen und die Unternehmen hineinzutragen.

Die Bedeutung von Mobilität und internationalen Erfahrungen müsse mehr ins Bewusstsein kommen und vor allem den Unternehmen und Ausbildern nahegebracht werden. Der Bericht empfiehlt außerdem, bessere Instrumente zur Erfassung der länderübergreifenden Mobilität zu implementieren und zwar Instrumente, die über das reine Zählen von Teilnehmerzahlen hinausgehen. Er rät auch dazu, für die Auszubildenden im Vorfeld mehr Fremdsprachenkurse vorzusehen, Informationen und Anleitungen für Interessenten bereitzuhalten und die Anerkennung der dazugewonnenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu regeln.

Der Bericht ist im Rahmen des Projekts „INternationalisation & Mobility in the students Curricula“ (INtheMC) entstanden. Acht Partner aus sieben europäischen Ländern kooperieren hier mit dem Ziel, dass die Teilnahme an Mobilität in der beruflichen Bildung steigt. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Leonardo-da-Vinci-Programms finanziert.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Regina Egetenmeyer
Juniorprofessorin für Lebenslanges Lernen
Institut für Erziehungswissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-22291
E-Mail: egetenmeyer@uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mainz.de/FB/Paedagogik/index.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise