Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäisches Austauschprogramm bringt Hochschulen in Europa zusammen

11.03.2009
Es geht um Partner, Potenziale und Gemeinschaft

Das europäische Programm Erasmus Mundus geht in die zweite Runde. Es soll Menschen besser vernetzen, neue Potenziale erschließen, Partner zusammen bringen und die Gemeinschaft stärken.

Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), sagte am Mittwoch anlässlich der nationalen Startkonferenz in Berlin: "Die wichtigste Neuerung sind die Stipendien für Doktoranden - denn dadurch geben wir exzellenten Nachwuchskräften einen Anreiz, über den Master hinaus in Europa zu bleiben. Damit wird der europäische Hochschulraum zu einem Anziehungspunkt für die besten Köpfe aus aller Welt."

Erasmus Mundus II baut auf dem derzeitigen Erasmus Mundus-Programm auf. Die zweite Runde läuft von 2009 bis 2013 und ist mit 950 Millionen Euro ausgestattet. Das ist viermal so viel, wie für die erste Phase des Programms von 2004 bis 2008 zur Verfügung stand (230 Millionen Euro), in der fast 6.200 Studierende und über 1.100 Dozenten gefördert wurden. Mit über 100 Erasmus-Mundus-Masterstudiengängen in verschiedenen Fachrichtungen spielen europäische Hochschulen gemeinsam in einer Liga mit den USA, Australien und anderen Ländern.

"Erasmus Mundus ist heute zu einem Markenzeichen für exzellente Studienangebote in Europa geworden", sagte Quennet-Thielen. Sie forderte die deutschen Hochschulen auf, sich noch aktiver als bisher an Erasmus Mundus zu beteiligen. "Erasmus Mundus hilft den Hochschulen, ihr Profil zu schärfen, denn nicht jede Hochschule kann Studierenden ein solch attraktives Angebot bieten."

Die Staatssekretärin machte deutlich, dass Deutschland in den vergangenen Jahren unter anderem mit der Exzellenzinitiative, dem Hochschulpakt und der Alexander von Humboldt-Professur bereits viel für die Attraktivität der Hochschulbildung getan habe: "Dennoch dürfen wir gerade jetzt in unseren Anstrengungen nicht nachlassen. Bildung ist das wichtigste Kapital, das uns in Zeiten der Krise zur Verfügung steht." Allein die Ausgaben für Bildung und Wissenschaft im Rahmen des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung umfassen elf Milliarden Euro.

Ute Erdsiek-Rave, schleswig-holsteinische Bildungsministerin und Beauftragte des Bundesrates im Bildungsministerrat der Europäischen Union, hob die Bedeutung des Programms für den Bologna-Prozess hervor. "Durch die Vernetzung von Wissenschaft und Forschung über Grenzen hinweg, durch gemeinsame Abschlüsse und durch Vergleichbarkeit lassen sich die Möglichkeiten unserer Hochschulen um ein Vielfaches potenzieren. Das gegenseitige Profitieren voneinander, das Einbringen eigener Stärken im Sinne gemeinsamer Ziele - das leitet diesen Prozess. Erasmus Mundus unterstützt das auf hervorragende Weise. Erasmus Mundus macht Mut, dass es uns gelingt, den aktuellen und künftigen Herausforderungen durch die Bündelung von internationalem Know-how zu begegnen. Die Fortsetzung und Ausweitung des Programms ist deshalb eine gute Nachricht für Europa, für Deutschland und für seine Bundesländer!"

Erasmus Mundus II sieht folgende Neuerungen vor:

Ausweitung der Förderung auf Doktoranden: Derzeit werden nur Studenten bis zum Masterniveau gefördert.
Erhöhung der Förderung für europäische Studierende: Sie werden Studierenden aus Drittländern gleichgestellt.

Stärkere Öffnung für Drittländer: Hochschulen in Drittländern sollen als Vollmitglieder in den Konsortien mitarbeiten, EU und Drittländer sich gegenseitig bereichern.

Weitere Informationen zu dem Programm Erasmus Mundus finden Sie auf den Internetseiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes: http://www.eu.daad.de/eu/erasmus/05332.html
und der Europäischen Kommission
http://ec.europa.eu/education/external-relation-programmes/doc72_en.htm

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.eu.daad.de/eu/erasmus/05332.html
http://ec.europa.eu/education/external-relation-programmes/doc72_en.htm
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie