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DFG richtet 17 weitere Sonderforschungsbereiche ein

18.11.2009
Themen reichen von neuartigen Prothesen über politische Reformen bis zu marinen Bakterien

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zum 1. Januar 2010 weitere 17 Sonderforschungsbereiche (SFB) ein. Der zuständige Bewilligungsausschuss der DFG beschloss dies nun in Bonn. Die neuen SFB werden mit insgesamt 132 Millionen Euro für zunächst vier Jahre gefördert, hinzu kommt jeweils die 20-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten.

Unter anderem untersuchen die neuen Forschungsverbünde Kommunikationsprozesse in und zwischen Zellen auf molekularer Ebene, neue Perspektiven von Materialsystemen mit elektronischen Wechselbeziehungen und die Bedeutung der Bakteriengruppe der Roseobacter für den Kohlenstoffhaushalt der Weltmeere.

Weitere Themen der neuen SFB sind die Entwicklung einer antibiotikafreien Ernährung beim Schwein, die Ursachen für Erfolg oder Scheitern von politischen Reformen und die Untersuchung von Leberkrebs von seiner molekularen Entstehung bis hin zur Metastasierung. Sechs der 17 neuen Verbünde sind SFB/Transregio, die sich auf mehrere Forschungsstandorte verteilen.

Der Bewilligungsausschuss stimmte außerdem für die Verlängerung von neun SFB für jeweils eine weitere Förderperiode. Die DFG fördert damit ab 1. Januar 2010 insgesamt 244 Sonderforschungsbereiche.

Die neuen Sonderforschungsbereiche im Einzelnen:

Materialsysteme mit starken elektronischen Korrelationen eröffnen faszinierende Möglichkeiten für zukünftige Generationen elektronischer Bauelemente. Im Rahmen des SFB/Transregio 80 "Von elektronischen Korrelationen zur Funktionalität" sollen Verfahren und Instrumente entwickelt werden, die neue Perspektiven in der Untersuchung der elektronischen Eigenschaften komplexer homogener und inhomogener Systeme erschließen. Durch die Verzahnung experimenteller und theoretischer Methoden wollen die Forscherinnen und Forscher aus Augsburg und München ein Forum für die grundlagen- und anwendungsorientierte Erforschung elektronischer Korrelationen schaffen. Ziel des Forschungsverbunds ist es, Systeme mit neuartigen elektronischen Eigenschaften zu verstehen, zu entwickeln, herzustellen und zu charakterisieren. (Sprecherhochschule: Universität Augsburg; Sprecher: Professor Dr. Jochen Mannhart; Kooperationspartner: Technische Universität München, Ludwig-Maximilians-Universität München; außerdem beteiligt: Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart, Bayerische Akademie der Wissenschaften, München)

Der SFB/Transregio 63 "Integrierte chemische Prozesse in flüssigen Mehrphasensystemen" befasst sich mit der Entwicklung von effizienten Produktionsverfahren vom Rohstoff bis zum Reinprodukt auf der Basis chemischer Reaktionen, die in flüssigen Mehrphasensystemen durchgeführt werden. Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität Berlin sowie aus Dortmund und Magdeburg verbinden dabei eine Bottom-up-Vorgehensweise, die von der Reaktion ausgehend in den Gesamtprozess mündet, mit einem Top-down-Lösungsansatz, der Anforderungen an einzelne Prozessschritte für verschiedene Prozessvarianten formuliert. (Sprecherhochschule: Technische Universität Berlin; Sprecher: Professor Dr.-Ing. Matthias Kraume; weitere antragstellende Hochschulen: Technische Universität Dortmund, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; außerdem beteiligt: Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg)

Der SFB 852 "Ernährung, intestinale Mikrobiota und Wirtsinteraktionen beim Schwein" widmet sich in einem interdisziplinären Ansatz der Untersuchung des Einflusses von Nahrungsfaktoren auf die Darmfunktion und die Tiergesundheit. Ziel der Forscherinnen und Forscher der Freien Universität Berlin ist es, gesundheitspolitisch wie wirtschaftlich relevante Krankheiten von Schweinen besser zu behandeln oder gar zu verhindern. Angestrebt ist eine effektivere Tierhaltung ohne Antibiotika. Die Fragestellung ermöglicht zahlreiche Perspektiven für die Tierernährung, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Die mögliche Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen ist langfristig Teil des Forschungsprogramms. (Sprecherhochschule: Freie Universität Berlin; Sprecher: Professor Dr. Jürgen Zentek; weitere beteiligte Hochschulen: Charité Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin; außerdem beteiligt: Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin, Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Potsdam-Rehbrücke)

Blutgefäßerkrankungen besser zu verstehen, das ist das Ziel des SFB 834 "Endotheliale Signaltransduktion und vaskuläre Reparatur". Dazu rückt der Sonderforschungsbereich wichtige molekular- und zellbiologische Fragen zu Funktion und Regeneration von Endothelzellen sowie damit assoziierte Krankheitsbilder wie beispielsweise kardiovaskuläre Erkrankungen ins Zentrum seines Forschungsinteresses. An der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu zelluläre und molekulare Mechanismen der im Blutkreislauf zirkulierenden Signalübertragung identifizieren und bessere Therapiekonzepte zur Regeneration von Blutgefäßen entwickeln. (Sprecherhochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; Sprecherin: Professor Dr. Ingrid Fleming; außerdem beteiligt: Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim)

Zellmotilität gehört zu den Schlüsseleigenschaften bösartiger Tumorzellen und folgender Streuung durch Metastasen. Freiburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Entwicklungsbiologie und der Krebsforschung verbinden im neuen SFB 850 "Kontrolle der Zellmotilität bei Morphogenese, Tumorinvasion und Metastasierung" ihre Expertise zu einem wissenschaftlichen Netzwerk, um die molekularen Mechanismen der Tumorzellinvasion und der Metastasenbildung besser zu verstehen und neue Diagnose- und Therapieansätze anzustoßen. Im besonderen Fokus steht dabei das Verständnis von Kontrolle und Kontrollverlust der physiologischen und pathologischen Zellbeweglichkeit in der embryonalen und geweblichen Entwicklung sowie der Streuung und Zellinvasion von Tumoren. (Sprecherhochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; Sprecher: Professor Dr. Christoph Peters; außerdem beteiligt: Max-Planck-Institut für Immunbiologie, Freiburg)

Lebererkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Krankheitsbildern. Forscherinnen und Forscher untersuchen im SFB 841 "Leberentzündung - Infektion, Immunregulation und Konsequenzen" auslösende Ursachen und Mechanismen entzündlicher Lebererkrankungen sowie die Rolle von Entzündungen bei der Reaktion auf Leberschädigung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessieren dabei besonders der Übergang von reparierender Regeneration zur bösartigen Transformation sowie die Frage, wie Infektabwehr, Entzündungsprozesse und Wachstum in der Leber reguliert werden. Die neuen Erkenntnisse sollen die Grundlage für neue Therapien legen. (Sprecherhochschule: Universität Hamburg; Sprecher: Professor Dr. med. Ansgar W. Lohse; weitere antragstellende Hochschulen: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, The Hebrew University of Jerusalem; außerdem beteiligt: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg)

Wie können bei der Instandsetzung gebrauchter komplexer Investitionsgüter möglichst viele Komponenten des Gesamtsystems so erhalten oder aufgearbeitet werden, dass die funktionalen Eigenschaften des Investitionsguts wiederhergestellt und womöglich sogar verbessert werden? Dieser praxisnahen Herausforderung der Wissenschaft stellt sich der SFB 871 "Regeneration komplexer Investitionsgüter". Vor allem anhand von Flugzeugtriebwerken wollen Forscherinnen und Forscher der Universität Hannover ein System entwickeln, um die Eigenschaftsveränderung gebrauchter Bauteile zu bestimmen und die komplexen Wechselwirkungen im Zusammenspiel von gebrauchten und neuen Teilen zu untersuchen. Ziel des Forschungsvorhabens ist eine ganzheitliche Steuerung der Regenerationsprozesse und eine wirtschaftliche, funktionale sowie sicherheitsrelevante Optimierung. (Sprecherhochschule: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover; Sprecher: Professor Dr.-Ing. Jörg Seume; außerdem beteiligt: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. Göttingen, Laser Zentrum Hannover e.V.)

Das Leberkarzinom zählt zu den häufigsten bösartigen Tumoren. Bislang gibt es jedoch nur eingeschränkte therapeutische Behandlungsmöglichkeiten. Erkenntnisse der biomedizinischen Grundlagenforschung in neue Therapien gegen das Karzinom zu überführen, das ist das Ziel des SFB/Transregio 77 "Leberkrebs - Von der molekularen Pathogenese zur zielgerichteten Therapie". Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Heidelberg, Hannover und Braunschweig wollen ein tiefgreifendes Verständnis der molekularen Entstehung von Leberkrebs von seinen Anfängen durch chronische Lebererkrankungen bis hin zur Metastasierung erlangen. So sollen neue präventive, therapeutische und diagnostische Ansätze entwickelt werden. (Sprecherhochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Sprecher: Professor Dr. Peter Schirmacher; weitere antragstellende Hochschule: Medizinische Hochschule Hannover; außerdem beteiligt: Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg; Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig)

Von der Biophysik und Biochemie über die Zellbiologie bis hin zur Immunologie und Virologie spannt der SFB/Transregio 83 "Molekulare Architektur und zelluläre Funktionen von Lipid/Protein-Komplexen" seinen fachlichen Bogen. Im Mittelpunkt der Forschung steht dabei die Rolle der Lipide in biologischen Membranen. In Heidelberg, Dresden und Bonn wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geeignete Membran-Modellsysteme mit modernsten Methoden analysieren, um einen grundlegenden Einblick in die Natur, Spezifität und Funktion von Protein-Lipid-Interaktionen zu gewinnen. So wollen sie bislang unbekannte Wirkprinzipien entdecken und charakterisieren. (Sprecherhochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Sprecher: Professor Dr. rer. nat. Thomas Söllner; weitere antragstellende Hochschulen: Technische Universität Dresden, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; außerdem beteiligt: Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie, Heidelberg, Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden)

Gedankensteuerung von Prothesen, optimiertes Lernen oder die Verwirklichung neuartiger Körperüberwachungsfunktionen sind die Visionen der Kieler Forscherinnen und Forscher im SFB 855 "Magnetoelektrische Verbundwerkstoffe - Biomagnetische Schnittstellen der Zukunft". Sie wollen eine ungekühlte und unabgeschirmte biomagnetische Schnittstelle für medizinische Fragestellungen entwickeln, die unidirektional Gehirn- oder Herzfunktionen über deren Magnetfelder aufzeichnet. Neuartige magnetoelektrische Komposite und neue Signalverarbeitungsstrategien werden Anwendungen der Magnetoenzephalografie und Magnetokardiografie erlauben, die mit bisherigen Sensoren unmöglich waren. (Sprecherhochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Sprecher: Professor Dr.-Ing. Eckhard Quandt; außerdem beteiligt: Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie, Itzehoe)

Präzise gesteuerte Kommunikationsprozesse in und zwischen Zellen sind für die Funktion des Gesamtorganismus wie auch der verschiedenen Organsysteme unabdingbar. Diese Kommunikationsprozesse im physiologischen und pathologischen Immunsystem auf molekularer Ebene zu verstehen ist Ziel des SFB 854 "Molekulare Organisation der zellulären Kommunikation im Immunsystem". Forscherinnen und Forscher der Universität Magdeburg wollen tiefere Einblicke in die molekulare Regulation von Immunprozessen erlangen und zugleich Neurobiologie und Immunologie gegenseitig befruchten. Die Thematik der Signalübermittlung in Zellen des Immunsystems wird in diesem Sonderforschungsbereich aus einem neuen Blickwinkel betrachtet, indem Erkenntnisse aus gut untersuchten Signalübermittlungsprozessen im Nervensystem genutzt werden. (Sprecherhochschule: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Sprecher: Professor Dr. Burkhart Schraven; weitere antragstellende Hochschule: Freie Universität Berlin; außerdem beteiligt: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig; Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg)

Was sind die Ursachen für Erfolg und Scheitern von Reformen? Und welchen Einfluss haben dabei Interessenslagen und andere Reformkontexte? Diese hochaktuellen Fragestellungen stehen im Fokus des SFB 884 "Politische Ökonomie von Reformen". Mannheimer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Volkswirtschaftslehre und der Politikwissenschaft konzentrieren sich dabei insbesondere auf Reformprozesse in Wohlfahrtsstaaten. Ziel der interdisziplinären Forschung ist es, die theoretische und empirische Grundlage der quantitativen Forschung zur gesellschaftlichen Entscheidungsfindung im Allgemeinen und zu Reformen im Speziellen zu verbessern. (Sprecherhochschule: Universität Mannheim; Sprecher: Professor Dr. Thomas König; außerdem beteiligt: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim)

Wie werden molekulare und zelluläre Mechanismen in Nervenzellen über neuronale Schaltkreise in Hirnfunktionen höheren Niveaus übersetzt? Dies zu beantworten, ist das Ziel des SFB 870 "Bildung und Funktion neuronaler Schaltkreise in sensorischen Systemen". Dazu wollen Münchner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neuronale Schaltkreise in sensorischen Systemen verschiedener Modellorganismen untersuchen und so das Verständnis der Informationsverarbeitung in sensorischen Systemen, ihrer Entwicklung und ihrer Plastizität fördern. Langfristiges Ziel ist es, komplexe sensorische Verarbeitungsmechanismen auf Schaltkreisebene besser zu verstehen. (Sprecherhochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München; Sprecher: Professor Dr. Benedikt Grothe; außerdem beteiligt: Technische Universität München, Helmholtz-Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Oberschleißheim, Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Planegg)

Der SFB 863 "Kräfte in biomolekularen Systemen" verbindet die Physik, die Biophysik, die Biochemie und die Zellbiologie in experimentellen wie theoretischen Ansätzen. Auf diese Weise wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München die Kräfte mechanischer Prozesse im einzelnen Molekül bis hin zu komplexen biomolekularen Netzwerken besser erforschen und berechnen. So soll ein großes Anwendungspotenzial in vielfältigen Aspekten wie beispielsweise in der Nanotechnologie geschaffen werden. (Sprecherhochschule: Technische Universität München; Sprecher: Professor Dr. Matthias Rief; außerdem beteiligt: Ludwig-Maximilians-Universität München, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried)

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wollen im SFB 858 "Synergetische Effekte in der Chemie - Von der Additivität zur Kooperativität" den Begriff der Kooperativität als Reaktionsprinzip in der Chemie festigen. In einem interdisziplinären Ansatz sollen kooperative Effekte zur Aktivierung chemischer Systeme genutzt werden. So lässt sich chemische Reaktivität effizienter einsetzen und der Aufbau chemischer Systeme gezielter gestalten. (Sprecherhochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Sprecher: Professor Dr. Armido Studer)

Die zellulären Lebewesen der Bakteriengruppe der Roseobacter sind von zentraler Bedeutung für den Stoffhaushalt der Weltmeere, insbesondere für deren Kohlenstoffhaushalt, und damit für die Ökologie der gesamten Erde. Diese Bakteriengruppe genauer zu erforschen ist das Ziel des SFB/Transregio 51 "Ökologie, Physiologie und Molekularbiologie der Roseobacter-Gruppe - Aufbruch zu einem systembiologischen Verständnis einer global wichtigen Gruppe mariner Bakterien". Dazu arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der marinen mikrobiellen Ökologie, der bakteriellen Physiologie sowie der Chemie, der Genetik und der Informatik aus Oldenburg, Braunschweig und Göttingen eng zusammen. Dabei wollen sie die evolutionären, genetischen und physiologischen Prinzipien erforschen, die das Geheimnis des Erfolges der untersuchten Bakteriengruppe ausmachen. (Sprecherhochschule: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Sprecher: Professor Dr. Meinhard Simon; Kooperationspartner: Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig; außerdem beteiligt: Georg-August-Universität Göttingen; Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Braunschweig; Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig)

Im Mittelpunkt des SFB/Transregio 75 "Tropfendynamische Prozesse unter extremen Umgebungsbedingungen" stehen Tropfen, die in vielen Bereichen von Natur und Technik eine zentrale Rolle spielen, wie zum Beispiel in Brennkammern von Raketenmotoren, in Dieselmotoren und bei der Erzeugung von Feststoffpartikeln. Stuttgarter Forscherinnen und Forscher wollen ein vertieftes physikalisches Verständnis von Prozessen mit Tropfen unter extremen Umgebungsbedingungen im Detail gewinnen. So sollen Wege zur analytischen und numerischen Beschreibung dieser Prozesse aufgezeigt und diese praktisch umgesetzt werden. Genauere Vorhersagen zu Abläufen der Vorgänge und das bessere Verständnis der elementaren Prozesse sollen dabei im Fokus stehen und eine Verbesserung der Vorhersage von größeren Systemen in der Natur oder in technischen Anlagen ermöglichen. (Sprecherhochschule: Universität Stuttgart; Sprecher: Professor Dr. Bernhard Weigand; außerdem beteiligt: Technische Universität Darmstadt, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Lampoldshausen)

Weiterführende Informationen

Weitere fachliche Informationen erteilen die jeweiligen Sprecherinnen und Sprecher der Sonderforschungsbereiche.

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:
Dr. Klaus Wehrberger
Leiter der Gruppe Sonderforschungsbereiche, Forschungszentren, Exzellenzcluster
Tel. +49 228 885-2355
Klaus.Wehrberger@dfg.de

Marco Finetti | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/sfb

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