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Deutschland und China verstärken Forschungskooperation

30.08.2012
Schwerpunkt LED-Technologie und Polarforschung / Schavan: „Forschung und Bildung wichtige Säulen der Zusammenarbeit“

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat die 2. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen genutzt, um die Zusammenarbeit beider Länder in den Bereichen Bildung und Forschung weiter auszubauen. Im Mittelpunkt steht dabei die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der LED-Technologie. Mit ihrer Zusammenarbeit wollen die Forscher biologische und gesundheitliche Wirkungen des Lichts untersuchen und Verfahren zum LED-Recycling entwickeln.

Ziel ist es, die Entwicklung preiswerter, sauberer und effizienterer LED-Technologien zu beschleunigen. Der Vereinbarung soll der Aufbau von Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Laboratorien folgen. „Forschung und Bildung sind zwei wichtige Säulen der deutsch-chinesischen Beziehungen“, sagte Ministerin Schavan in Peking. „Nun kommen konkrete gemeinsame Vorhaben hinzu. Das wird unsere Zusammenarbeit und den Austausch zwischen deutschen und chinesischen Forschern weiter stärken.“

Darüber hinaus soll in Zukunft auch die Zusammenarbeit in der Meeres- und Polarforschung ausgebaut und um den Bereich Tiefseeforschung ergänzt werden. Damit wird neben der langjährigen guten Kooperation mit dem chinesischen Forschungs- und Bildungsministerium nun auch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit der chinesischen State Oceanic Administration (SOA) möglich.

Schavan sprach heute in Peking mit ihren chinesischen Amtskollegen Forschungsminister Wan Gang und Bildungsminister Yuan Guiren über den Fortschritt der bisherigen Zusammenarbeit in Bildung und Forschung. So ist beispielsweise das gemeinsame Forschungs- und Innovationsprogramm „Sauberes Wasser“ erfolgreich gestartet. Zu Beginn des Jahres wurde im Rahmen des Verbundprojektes „SEMIZENTRAL“ zudem ein Wasserversorgungs- und Entsorgungssystem in Qingdao bewilligt und gestartet. Deutsche Forscher haben zukünftig die Möglichkeit, sich mit ihrem Know-How an laufenden chinesischen Wasserprojekten zu beteiligen.

Bei den 1. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen, die im vergangenen Sommer in Berlin stattgefunden haben, sind bereits weitere konkrete Kooperationen im Bildungsbereich beschlossen worden, so beispielsweise der Aufbau einer deutsch-chinesischen Allianz für Berufsbildung. Teil der Allianz sind Kooperationszentren für Berufsbildung: In der vergangenen Woche ist in Chongqing ein erstes deutsch-chinesisches Ausbildungszentrum mit Schwerpunkt KFZ-Mechatronik eröffnet worden. Auch der Austausch von Studierenden soll vereinfacht und Hochschul-Modellpartnerschaften aufgebaut werden sollen. Schavan und Bildungsminister Yuan zeigten sich erfreut über die von der Peking-Universität und der Berliner Humboldt-Universität ausgehandelte Vereinbarung zur Gründung eines Chinesisch-Deutschen Wissenschaftskollegs. Für Ende des Jahres ist dazu in Peking eine Eröffnungsfeier geplant.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.bmbf.de/de/818.php.

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
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