Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Softwareingenieure sind Mangelware

17.04.2007
Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule startet qualifizierten Masterstudiengang

Nach Ansicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt sich Software Engineering zur "Produktionstechnik des 21. Jahrhunderts". Doch in Deutschland gibt es viel zu wenig Fachkräfte für diese Schlüsseltechnologie. Darauf weist die Verbund IQ gGmbH hin. Das auf den Weiterbildungsbedarf technischer Fach- und Führungskräfte spezialisierte Unternehmen bietet den berufsbegleitenden Masterstudiengang "Software Engineering und Informationstechnik" in Kooperation mit der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg an. Studienbeginn ist der 18. Oktober 2007 in Nürnberg.

In der Kfz-Industrie sind Softwaresysteme als sogenannte Embedded Systems in Motorsteuerungen eingebettet und somit ein entscheidender Innovationstreiber. Außerdem steuern spezielle Softwarelösungen Navigationssysteme, geben Informationen über Staus, Tankstellen oder Restaurants. Neben den Branchen der Finanzdienstleistungen und Kfz-Industrie gehören die Automatisierung, Maschinenbau, Anlagenbau, Automotive, Medizintechnik und der öffentliche Sektor zu weiteren wichtigen Bereichen, bei denen Software-Engineering-Know-how zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Auf mindestens 22.000 technische Fachkräfte und Ingenieure, darunter viele aus dem Engineering-Bereich, beziffert der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) den Bedarf der Unternehmen hierzulande. Doch es gibt viel zu wenig Spezialisten, die den Bedarf an innovativen und ingenieurmäßigen Softwareentwicklungsmethoden befriedigen könnten. Unternehmen wie beispielsweise der Dortmunder IT-Dienstleister Materna suchen händeringend nach qualifizierten Softwareingenieuren.

Jedes vierte deutsche Unternehmen hat große Schwierigkeiten, geeignete IT-Kräfte zu finden. Zu diesem niederschmetternden Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Recruitment Trends 2006" der europäischen Jobbörse StepStone. "Es ist fünf vor zwölf, wenn wir im Wettbewerb um die wichtigsten Software-Produktionsstandorte nicht verlieren wollen", warnt Prof. Dr. Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering.

Um in der obersten Liga mitspielen zu können, benötigen Unternehmen Spezialisten, die ganzheitliches Denken in Systemzusammenhängen mit ingenieurgemäßer Modellierung verbinden können. "Der Arbeitsmarkt braucht mehr Absolventen", fordert der renommierte Softwareentwicklungsexperte Prof. Dr. Manfred Broy von der Technischen Universität München.

Softwareingenieure sind gefragt wie noch nie. Nach Meinung von Prof. Dr. Barbara Paech, Sprecherin des Fachbereichs Softwaretechnik der Gesellschaft für Informatik, haben Hochschulabsolventen gerade dann sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, "wenn sie eine Weiterqualifizierung im Bereich Software Engineering absolviert haben".

Einen Weiterbildungsstudiengang zum Softwareingenieur mit international anerkanntem Master-Abschluss bietet die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg gemeinsam mit der Nürnberger Verbund IQ gGmbH an. Der berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengang zum professionellen Softwareingenieur umfasst vier Semester Regelstudienzeit, wobei drei Semester den Lehrveranstaltungen und der Projektarbeit gewidmet sind. Das vierte Semester dient der Erstellung der Abschlussarbeit. Mit erfolgreichem Studienabschluss qualifizieren sich die Teilnehmer durch den international anerkannten akademischen Grad "Master of Engineering" ohne Karriereknick und Verdienstausfall für den Arbeitsmarkt.

"Unsere Studieninhalte orientieren sich am Arbeitsmarkt und bieten vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten", sagt Dr. Ursula Baumeister, Geschäftsführerin der Verbund IQ gGmbH. Da der Studiengang vom Zertifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut ACQUIN e.V. akkreditiert worden ist, "eröffnet der erfolgreiche Abschluss unseres Studiengangs außerdem den Zugang zum höheren Dienst bei Arbeitgebern der öffentlichen Hand", sagt Dr. Baumeister.

Der Masterstudiengang kombiniert die Vorteile von Fern- und Präsenzstudium. Teilnehmer können das Studium daher flexibel an die berufliche Belastung anpassen. Aktuelle Projekte aus dem Berufsalltag zum Beispiel können in das Studium einfließen. Mit diesem sogenannten Blended-Learning-Konzept aus Lehrbriefen, Präsenzphasen und einer Infrastruktur für "virtuelle Teams" können die Teilnehmer Beruf, Privatleben und Studium sinnvoll in Einklang bringen. "Wir stellen einen Service bereit, der den Studienalltag erleichtert und auf die spezifischen Bedürfnisse Berufstätiger abgestimmt ist", sagt Verbund-IQ-Geschäftsführerin Dr. Baumeister. Diese professionelle Servicestruktur sei zwar nicht kostenfrei, "dafür haben wir auch ganz andere Spielräume zur Verpflichtung externer Dozenten als dies bei konsekutiven Masterstudiengängen an Hochschulen möglich ist".

Teilnehmer wie zum Beispiel der Entwicklungsingenieur Matthias Köck können neue Erkenntnisse aus dem Studium aber auch im Beruf direkt umsetzen. "Bei uns werden die Softwareprojekte immer komplexer, das lässt sich nur mit Software Engineering beherrschen", sagt Köck, der bei dem international agierenden Karlsbader Unternehmen Harmann/Becker Automotive Systems GmbH ein Software-Entwicklungsteam für Infotainmentlösungen leitet und seit Oktober letzten Jahres den Masterstudiengang in Nürnberg belegt.

Sein Arbeitgeber hat die Hälfte der Studiengebühren übernommen, den Rest bezahlt Köck aus eigener Tasche. Ein Investment, das sich lohnen kann: Seit 2003 sind die Gehälter im Bereich Software Engineering um über 22 Prozent gestiegen. Projektleiter bringen es mittlerweile bereits auf ein Jahressalär von rund 83.000 Euro. Und: Je besser der Abschluss, desto besser die Bezahlung. "Wir hatten im letzten Jahr 70 Prozent mehr Studierende als im Vorjahr", sagt Dr. Ursula Baumeister. "Unsere Studiengänge sind ausgebucht." Kein Wunder: Einsteiger mit einem Mastertitel haben mit den Promovierten gleichgezogen und erhalten durchschnittlich 60.000 Euro.

Die Gebühr für den Masterstudiengang "Software Engineering und Informationstechnik" (Beginn: 18. Oktober 2007) liegt bei 10.500 Euro. Damit sind alle Kosten gedeckt. Aufnahmebedingungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium mit informationstechnischer Fachrichtung oder ein anderes technisches Studium sowie mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung.

Anmeldeunterlagen und weiterführendes Informationsmaterial erhalten Interessenten bei: Verbund IQ gGmbH, Dürrenhofstr. 4, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/424599-13, carsten.schmidhuber@verbund-iq.de

sowie unter http://www.verbund-iq.de/master-software-engineering

Die Verbund Ingenieur Qualifizierung gGmbH (Verbund IQ), im Jahr 2000 als gemeinnützige Gesellschaft gegründet, ist spezialisiert auf den Weiterbildungsbedarf von technischen Fach- und Führungskräften. Verbund IQ erarbeitet und begleitet maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote, konzipiert und organisiert Kolloquien und veranstaltet Weiterbildungsstudiengänge. Gesellschafter von Verbund IQ sind das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e.V. und die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg.

Weitere Informationen:
Verbund IQ gGmbH
Dr. Ursula Baumeister
Dürrenhofstr. 4
90402 Nürnberg
Tel.: (09 11) 42 45 99 0
Fax: (09 11) 42 45 99 50
info@verbund-iq.de
http://www.verbund-iq.de
Pressekontakt:
Fuchs Pressedienst und Partner, Journalisten PartG
Franz Xaver Fuchs
Narzissenstr. 3 b
86343 Königsbrunn
Tel.: (0 82 31) 609 35 36
Fax: (0 82 31) 609 35 37
info@fuchs-pressedienst.de
http://www.fuchs-pressedienst.de

Astrid Maul | idw
Weitere Informationen:
http://www.verbund-iq.de
http://www.verbund-iq.de/master-software-engineering

Weitere Berichte zu: Engineering Ingenieur Masterstudiengang Softwareingenieur Verbund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik