Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

7. EU-Forschungsrahmenprogramm in Bonn vorgestellt

15.01.2007
Schavan: "Wir machen Europa fit für den Wettbewerb"

Hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft präsentierten am Montag und Dienstag vor 1500 Gästen in Bonn das weltweit größte Programm in der Forschungsförderung. Bundesforschungsministerin Annette Schavan und EU-Forschungskommissar Janez Potocnik eröffneten die zweitägige Veranstaltung.

Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm ist Anfang des Monats gestartet und läuft bis Ende 2013. Mit einem Gesamtbudget von 54,4 Milliarden Euro stellt die Europäische Union rund 60 Prozent mehr Geld für Forschungsprojekte zur Verfügung als in der Zeit des 6. Rahmenprogramms (2002 bis 2006).

"Wissenschaft und Forschung haben in Europa jetzt die oberste Priorität", sagte Schavan in ihrer Eröffnungsrede im Internationalen Kongresszentrum im Bonner Bundeshaus. "Das neue Programm zeigt, dass wir entschlossen sind, in Europa mehr als je zuvor für Wissenschaft und Forschung zu tun." Dies ist nach den Worten der Ministerin "auch unverzichtbar, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas und damit unseren künftigen Wohlstand zu sichern". Die Ministerin erwartet von der Forschungsförderung wichtige Impulse für die Wirtschaft: "Mit dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm schaffen wir zusätzliche Arbeitsplätze."

Primäres Ziel des Programms ist es, wissenschaftliche und technologische Grundlagen der Industrie in der Europäischen Union zu stärken. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Themen Energie, Gesundheit, Umwelt und Klimawandel, Ernährung, Landwirtschaft und Biotechnologie, Nanotechnologie, Material- und Produktionstechnologien, Transport, Sicherheitsforschung und Weltraum - sowie Informations- und Kommunikationstechnologien. Eine besondere Rolle spielt eine effiziente Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis. Sozial- und Geistwissenschaften sind erstmals eigener Bestandteil des Programms.

Mit der Förderung der Grundlagenforschung schlägt die EU zudem ein neues Kapitel in der Forschungsförderung auf. Speziell für diese Aufgabe hat der Europäische Forschungsrat (ERC) seine Arbeit aufgenommen. Dort entscheiden Wissenschaftler autonom über die Forschungsförderung. Der erste Generalsekretär des ERC ist der langjährige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft Ernst-Ludwig Winnacker.

Ministerin Schavan betonte, "dass wir uns viel intensiver als bisher mit der Frage beschäftigen müssen, wie wir Grundlagenforschung und angewandte Forschung miteinander verknüpfen". Das neue Forschungsrahmenprogramm soll auch der Nachwuchsförderung in Wissenschaft und Forschung einen deutlichen Schub verleihen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Programms ist Bürokratieabbau. So sollen zum Beispiel die Antragsverfahren vereinfacht werden. Davon profitieren sowohl öffentliche Forschungseinrichtungen als auch forschende Unternehmen. Die neuen Regeln helfen, den betriebswirtschaftlichen Aufwand für Unternehmen zu verringern und die Attraktivität des Programms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu erhöhen.

Für die deutsche Forschung spielt das Rahmenprogramm eine zunehmend wichtige Rolle: Forscherinnen und Forscher aus Deutschland sind inzwischen an durchschnittlich 80 Prozent aller Projekte des Rahmenprogramms beteiligt. Das Geld, das aus dem EU-Haushalt deutschen Forschungseinrichtungen zugute kommt, entspricht mit 950 Millionen Euro rund 5,5 Prozent der Ausgaben für Forschung und Entwicklung von Bund und Ländern in Deutschland. Bezogen auf die reine Projektförderung des BMBF entspricht der Anteil des Geldes aus Brüssel inzwischen rund 50 Prozent der Fördermittel.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/1950.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau