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Deutsch-Französische Hochschule baut Angebote für Nachwuchswissenschaftler und Forschergruppen aus

15.01.2007
Mehr Geld für Forschungskooperationen und strukturierte Doktorandenausbildung

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) erhöht ihre Fördermittel für gemeinsame deutsch-französische Forschungskooperationen und baut gleichzeitig ihre strukturierte Doktorandenausbildung weiter aus.

Pilotausschreibung: Partnerschaften zwischen deutsch-französischen Forschergruppen

Das neue Programm richtet sich an Forschergruppen in Deutschland und Frankreich, die idealerweise bereits über längerfristige gemeinsame Erfahrungen in der Forschungszusammenarbeit verfügen. Gegenstand der Förderung ist ein wissenschaftliches Projekt, das von beiden Partnern gemeinsam und in enger Abstimmung geplant und durchgeführt wird. Die Ausschreibung richtet sich an alle Disziplinen und ist themenoffen.

Die Förderung beinhaltet Mobilitätsbeihilfen für die Projektleiter sowie Mobilitätsbeihilfen und Aufwandsentschädigungen für Post-Docs und Doktoranden. Die Projekte sollten auf drei Jahre angelegt sein und können - im Rahmen einer Zwischenevaluierung - um ein Jahr verlängert werden. Die maximale Fördersumme für eine dreijährige Projektlaufzeit beträgt 300.000 Euro, für das Verlängerungsjahr maximale 100.000 Euro.

Interessierte Kooperationspartner legen der DFH im Rahmen dieser Ausschreibung bis spätestens 16.04.2007, eine gemeinsame Kurzpräsentation ihres Antragsprojektes vor. Die DFH veröffentlicht bis zum 06.07.2007 eine Liste derjenigen Kooperationen, die zur zweiten abschließenden Antragsrunde zugelassen werden (Frist: 30.09.2007).

Ausbau der Deutsch-Französischen Doktorandenkollegien (DFDK)

Neben der Pilotausschreibung zur Förderung von deutsch-französischen Forschergruppen wird das bestehende Programm der Deutsch-Französischen Doktorandenkollegien (DFDK) um Auslandsstipendien von bis zu 1.300 Euro pro Monat erweitert. Dadurch soll ein Anreiz zur Bildung innovativer Modelle im Bereich der strukturierten binationalen Doktorandenausbildung geschaffen werden. Antragsberechtigt sind auf französischer Seite eine oder mehrere französische Ecole(s) doctorale(s) und auf deutscher Seite alle Träger von grundfinanzierten, strukturierten Doktorandenausbildungen.

"Dadurch sollen Modelle für die dritte Stufe des Sorbonne-Bologna-Prozesses stimuliert und neue Impulse für die weitere Internationalisierung der Doktorandenausbildung in Deutschland und Frankreich geschaffen werden", betont DFH-Präsident Dieter Leonhard. Derzeit unterstützt die DFH 20 Doktorandenkollegien.

Interessierte Kooperationen legen der DFH im Rahmen dieser Ausschreibung bis spätestens 10.04.2007 eine gemeinsame Präsentation ihres Antragsprojektes vor.

Nähere Informationen und die Ausschreibungsunterlagen zu beiden Programmen finden sich auf der Internetseite der DFH unter: www.dfh-ufa.org

Die Deutsch-Französische Hochschule - ein Verbund deutscher und französischer Mitgliedshochschulen - fördert neben integrierten binationalen und trinationalen Studiengängen Kooperationen im Bereich der Forschung und Entwicklung. Dabei setzt sie sich besonders für den intensiven Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftlern ein. Die finanziellen Mittel hierfür werden ihr paritätisch von der deutschen und französischen Regierung sowie den deutschen Bundesländern zur Verfügung gestellt.

Ulrike Reimann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfh-ufa.org/792.html

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