Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Wissen kommt im "Fünferpack"

23.08.2001


TU Chemnitz startet mit fünf neuen Studiengängen ins neue Semester

Mit insgesamt fünf neuen Studiengängen reagiert die Technische Universität Chemnitz zum Wintersemester auf die geänderten Anforderungen der Arbeitsmärkte der Zukunft. Bei der Konzeption der Studiengänge wurde insbesondere auf deren internationale Ausrichtung Wert gelegt. So erhält man in den Bakkalaureus-/Bachelor-Studiengängen "Finanzmathematik" und "Europastudien / European Studies" sowie im Magister-/Master-Studiengang "Computational Science" international ausgerichtete Abschlüsse. Weiterhin sind alle neuen Studiengänge interdisziplinär angelegt und verschaffen somit zukünftigen Absolventen hervorragende Chancen in verschiedenen Berufsfeldern. Doch was ist nun das besondere an den fünf neuen Studiengängen? Welche Chancen bieten sie den Studenten im einzelnen?

Bakkalaureus-/Bachelor-Studiengang "Finanzmathematik"

Die Finanzmathematik ist ein sich stürmisch entwickelndes Teilgebiet der modernen Mathematik, doch mangelt es momentan noch an Experten. Aus diesem Grund wurde der zulassungsfreie Bakkalaureus-/Bachelor-Studiengang "Finanzmathematik" konzipiert. Das sechssemestrige Studium ist besonders für Bewerber geeignet, die an mathematischen und wirtschaftlichen Fragen gleichermaßen interessiert sind. Die Studenten werden mit Computeralgebra und Kryptologie ebenso vertraut gemacht wie mit den Grundlagen der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie der Informatik. Die theoretische Tiefe des mathematischen Teils des Studiums wurde stellenweise bewusst zugunsten einer hohen Anwendbarkeit reduziert. Ein mindestens sechswöchiges Praktikum, das mit der Abschlussarbeit gekoppelt werden kann, soll einen raschen Einstieg in die Praxis gewährleisten. Absolventen dieses Studienganges besitzen nicht nur sehr gute Kenntnisse rund um die Finanz- und Versicherungsmathematik, sondern sie verfügen auf Grund ihrer Praxiserfahrungen ebenso über Fähigkeiten zur Teamarbeit. Ihre Einsatzfelder liegen in international arbeitenden Banken, Versicherungen, Industrieunternehmen oder Vermögensverwaltungen. Als Berufsfelder kommen beispielsweise Unternehmensfinanzierung, Portfolio- und Risiko-Management, Entwicklung neuer Produkte im Finanz- und Versicherungswesen und Vermögensberatung in Betracht.

Drei Bakkalaureus-/Bachelor-Studiengänge "Europa-Studien / European Studies"

Die bevorstehende Osterweiterung der Europäischen Union wird eine große Nachfrage nach speziellen Europa-Kompetenzen für den ost- und mitteleuropäischen Raum und dessen Verbindung mit Westeuropa auslösen. Deshalb bietet die Technische Universität Chemnitz zukünftig drei zulassungsfreie Bakkalaureus/Bachelor-Studiengänge "Europa-Studien/European Studies" mit sozialwissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher beziehungsweise wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung an. Ihr Schwerpunkt liegt auf Ost- und Mitteleuropa. Die Studenten können sich in sechs Semestern umfangreiche Europa-Kompetenzen aneignen. Dabei werden sie mit der Geschichte in dieser Region und dem Integrationsprozess in Europa ebenso vertraut gemacht wie mit landesspezifischen Besonderheiten der Verwaltung und des Europarechts. Außerdem entwickeln sie ein Verständnis für Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung der europäischen Länder. Absolventen dieses Studienganges besitzen nach sechs Semestern nicht nur sehr gute Kenntnisse rund um Ost- und Mitteleuropa, sondern sie verfügen ebenso über Fähigkeiten in der interkulturellen Kommunikation und über Kompetenzen in mindestens einer Sprache dieser Region - möglichst Tschechisch oder Polnisch. Damit sind sie geeignet für den Einsatz in Wirtschaftsunternehmen, Banken, kommunalen Verwaltungen, Parteien, gesellschaftlichen Organisationen sowie Kultur- oder Bildungseinrichtungen mit ost- oder mitteleuropäischer Orientierung.

Der Masterstudiengang "Computational Science"

Als eine der ersten deutschen Hochschulen bietet die TU Chemnitz den zulassungsfreien Magister/Masterstudiengang "Computational Science" an, der Studenten in der Schlüsseltechnologie der rechnergestützten Naturwissenschaften fit machen möchte. Damit ist der neue Studiengang besonders für naturwissenschaftlich interessierte Informatiker geeignet. Der Masterstudiengang "Computational Science" baut auf dem gleichnamigen Bakkalaureus/Bachelor-Studium auf, das bereits seit dem Wintersemester 2000/2001 an der Chemnitzer Uni angeboten wird. Studierende aus aller Welt mit dem Abschluss eines "Bachelor of Science" oder Hochschulabsolventen verwandter Fachrichtungen, zum Beispiel aus der Physik, Chemie, Mathematik oder Informatik, können in dem Masterstudiengang ihre erworbenen Kenntnisse zur Simulation und grafischen Darstellung von Prozessen und Strukturen vertiefen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, auf hohem Niveau reale naturwissenschaftliche, ingenieurwissenschaftliche oder andere komplexe Prozesse am Computer nachzustellen und zu erproben. Der Schwerpunkt des neuen Studienganges liegt auf den rechnergestützten Naturwissenschaften. Darüber hinaus sollen die Studenten ihren Interessen folgend Lehrveranstaltungen aus dem Programm der TU Chemnitz auswählen, um ihr Studium mehr auf den Bereich der Informatik oder eher anwendungsbezogen auf Ingenieur- bzw. Naturwissenschaften auszurichten. Geistes- und wirtschaftswissenschaftliche Seminare sollen das breite Bildungsangebot abrunden. Nach vier Semestern dürfen sich die Absolventen dieses Studienganges "Master of Science" nennen. Dieser international anerkannte Abschluss, der einem Diplom entspricht und zur Promotion befähigt, erfüllt die Anforderungen eines zunehmend globaler werdenden Arbeitsmarktes.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/studium
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Masterstudiengang Naturwissenschaft Science

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

Luftfahrt der Zukunft

23.02.2017 | Veranstaltungen

Problem Plastikmüll: Was können wir gegen die Verschmutzung der Meere tun?

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hauchdünn wie ein Atom: Ein revolutionärer Halbleiter für die Elektronik

23.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Sonnenschutz von der Natur inspiriert

23.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten