Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesbildungsministerin präsentiert Vergleichsstudie des BMBF vor der Bologna-Folgekonferenz in Norwegen

13.05.2005


Bulmahn: "Deutschland ist bei der Einführung von Bachelor und Master im europäischen Vergleich gut aufgestellt"



"Deutschland hat bei der Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine gute Ausgangsposition für die Bologna-Folgekonferenz in Bergen in der nächsten Woche." Das erklärte Bundesministerin Edelgard Bulmahn bei der Vorstellung einer im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erarbeiteten Vergleichsstudie zur Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen in sechs europäischen Ländern am Freitag in Berlin.



"Bei der Konferenz der europäischen Bildungsminister in Norwegen am 19. und 20. Mai wird es darum gehen, auf dem Weg von einer Vision eines gemeinsamen Bildungsraumes zu seiner Realisierung entschlossen weiter voranzuschreiten. Die vorliegende Studie stärkt den Optimismus, dass uns dies gelingen wird", sagte Bulmahn weiter. Die Studie der Universität Kassel zeigt deutliche Fortschritte bei der Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums bis 2010 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich und Ungarn. Grundlage waren unter anderem Länderberichte und Experteninterviews.

Bulmahn sagte : "Die Einführung von Bachelor und Master gibt uns spürbaren Rückenwind bei der Internationalisierung der deutschen Hochschulen und bietet die Chance zu einer großen Studienreform in Deutschland. Dabei müssen Bund und Länder eng zusammenarbeiten. Für Eitelkeiten und Alleinvertretungsansprüche ist da kein Platz. Es wäre falsch, in Deutschland neue Hindernisse zwischen 16 Ländern aufzubauen, wenn wir in Europa daran arbeiten, genau die zu reduzieren."

In der Studie wird festgestellt, dass die Umstellung auf die international anerkannten Abschlüsse Bachelor und Master in Deutschland mit wachsender Dynamik erfolge. Im Sommersemester 2005 werden rund 2.900 Bachelor- und Master-Studiengänge von deutschen Hochschulen angeboten. Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge machen mittlerweile rund 27 Prozent des Studienangebots in Deutschland aus.

Deutliche Fortschritte werden auch bei der Akzeptanz der gestuften Studiengänge in den Unternehmen festgestellt. "Bei den Arbeitgebern hat ein Umdenken eingesetzt. Ich bin sicher, dass bei einer weiter wachsenden Akzeptanz der Abschlüsse auch immer mehr Absolventinnen und Absolventen den Weg direkt in die Berufswelt finden werden", so Bulmahn weiter. In diesem Zusammenhang verwies die Bundesministerin auf die Initiative "bachelor welcome", der sich mittlerweile rund 40 führende Unternehmen in Deutschland angeschlossen haben. Allerdings müssten bei den kleinen und mittleren Unternehmen noch die Kenntnisse über den Wert von Bachelor und Master verbessert werden.

| BMBF - Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Bachelor Bulmahn Master Vergleichsstudie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht
23.01.2017 | Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie