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Fachhochschule Kiel errichtet Zentrum für Adaptronik

18.10.2004


An der Fachhochschule Kiel hat das Zentrum für Adaptronik seine Tätigkeit aufgenommen. Die Adaptronik ist ein vergleichsweise neues Technologiefeld, dessen Zweck darin besteht, so genannte "intelligente Materialien" in Produkte zu integrieren und damit deren Nutzwert zu steigern.



Ziel des Projektes ist es, im Rahmen des Technologietransfers der Wirtschaft den Zugang zu der relativ neuen Technologie zu verschaffen. An der Fachhochschule Kiel wird bereits seit Jahren in diesem Bereich geforscht. Geleitet wird das Zentrum interdisziplinär von Prof. Dr. Mohammend Es-Souni aus dem Fachbereich Maschinenwesen sowie von Prof. Dr. Helmut Dispert und Prof. Dr. Gerd Stange aus dem Fachbereich Informatik und Elektrotechnik. Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat das Projekt über die F&E GmbH der Hochschule mit 1,4 Mio. Euro gefördert.

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Passend zum Start des Zentrums fand auf dem Campus der Fachhochschule der erste internationale Workshop "Smart Materials and Structures" statt. Der Workshop wurde vom Institut für Werkstoff- und Oberflächentechnologie und vom Institut für Technische Informatik und Systemtechnik der Fachhochschule Kiel organisiert und aus Mitteln der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein, des Fachbereichs Maschinenwesen und des International Office der Hochschule finanziert. Mehr als 50 international anerkannte Wissenschaftler und Entwickler aus Forschungseinrichtungen und Industrie berichteten über neue Ergebnisse in der Entwicklung und Anwendung intelligenter Materialien und Nanostrukturen.

Im Mittelpunkt standen dabei zwei neue Erkenntnisse von hohem wissenschaftlichem Wert:

Aus dem Sektor "Bionik" wurden Sensoren vorgestellt, für deren Entwicklung die Natur Pate gestanden hatte. Wissenschaftler hatten die Funktionsweise der Haut eines schwach elektrischen Fisches herausgefunden und "kopiert". Diese neue Sensorengeneration dient zum Erkennen von Materialeigenschaften, Form und Entfernung anvisierter Objekte.

Außerdem wurden neue Entwicklungen von Piezokristallen präsentiert, die elektrische Energie in mechanische um- und wieder zurück verwandeln können. Diese Kristalle sorgen mit ungewöhnlich hohem Auslenkungsvermögen für eine neue Generation von Positionierungssystemen.

Klaus Nilius | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-kiel.de

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