Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer verstärkt sein Engagement in Ungarn

15.09.2004


Gemeinsame Erklärung zur deutsch-ungarischen Forschungsplattform: Während der Reise des Bundeskanzlers Gerhard Schröder zur 15 Jahrfeier der ungarischen Grenzöffung für DDR-Flüchtlinge haben der ungarische Bildungsminister Bálint Magyar und die deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn eine gemeinsame Erklärung zur Gründung einer deutsch-ungarischen Forschungsplattform unterzeichnet. Die Fraunhofer-Gesellschaft startet gemeinsam mit der Universität Budapest ein erstes Pilotprojekt zum Thema "Ambient Intelligence". Dazu wird eine verteilte Forschergruppe mit Standorten in Budapest (Universität Budapest) und Kaiserslautern (Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE und TU Kaiserslautern) eingerichtet.



"Die ökonomische und politische Integration Europas hat mit der Erweiterung der Europäischen Union nach Osteuropa einen weiteren Meilenstein erreicht. Die Europäische Union kann ihr Ziel von Lissabon, sich bis 2010 zum weltweit stärksten und leistungsfähigsten Wirtschaftsraum zu entwickeln, jedoch nur erreichen, wenn die Entwicklung des Europäischen Forschungsraums erheblich forciert wird", betont Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.



Die Fraunhofer-Gesellschaft ist mit 58 Instituten, 12 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresbudget von über einer Milliarde Euro die größte Forschungseinrichtung für angewandte Forschung in Europa und unterstützt den Prozess des Zusammenwachsens der europäischen Forschung intensiv. Seit einigen Jahren wird eine Ausweitung der Aktivitäten in Europa angestrebt.

Im Vordergrund steht dabei die Vertiefung der Zusammenarbeit mit den neuen Mitgliedstaaten in Osteuropa. Neben der Kooperation in EU-geförderten Verbundprojekten und der Durchführung von Auftragsforschung für europäische Kunden will die Fraunhofer-Gesellschaft auch neue Wege beschreiten.

Ziel der deutsch-ungarischen Forschungsplattform ist, wissenschaftliche Synergieeffekte zu erzeugen, best practice auszutauschen und innovative Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen für Unternehmen bereitzustellen, die in Ungarn und anderen europäischen Ländern tätig sind. Den Auftakt und ersten Schritt zu einer institutionalisierten Kooperation der Fraunhofer-Gesellschaft mit der Universität Budapest bildet eine gemeinsame Forschungsgruppe zum Thema "Ambient Intelligence" an den Standorten Budapest und Kaiserslautern. Prof. Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE, will die deutsch-ungarische Forschergruppe durch Verknüpfung der vorhandenen Kompetenzen und deren Fortentwicklung zu einem der weltweit führenden Forschungszentren für "Intelligente Umgebung" ausbauen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft hofft, mit dieser Initiative einen Nukleus für eine neue Qualität ihres Europa-Engagements zu schaffen. "Denkbar ist, wenn sich die länderübergreifende Zusammenarbeit einige Zeit bewährt hat, dass die Gründung des ersten europäischen Fraunhofer-Instituts möglich wird", so der für den internationalen Bereich zuständige Vorstand Prof. Dennis Tsichritzis. "Fraunhofer wäre mit einem ungarischen Institut in der Lage, auch deutsche Unternehmen in Ungarn in ihrer FuE Tätigkeit vor Ort zu unterstützen. Gleichzeitig kann, durch enge wissenschaftliche Einbindung des neuen Instituts in das vorhandene Fraunhofer-Netzwerk, gemeinsam generiertes Wissen dem gesamten europäischen Vertragsforschungsmarkt zur Verfügung gestellt werden."

Ansprechpartnerin: Stephanie Jung, Telefon: 089 / 1205-4720, Fax -7553, sjung@zv.fraunhofer.de

| idw
Weitere Informationen:
http://www.internationale-kooperation.de
http://www.iese.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Budapest Engineering Forschungsplattform IESE Intelligence

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie