Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland im Wettbewerb um die klügsten Köpfe auf Platz drei

30.10.2003


Strengere Auswahl unter den ausländischen Studienbewerbern ist nötig



Deutschland steht im internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe an dritter Stelle. Dennoch gibt es Handlungsbedarf für Politik und Hochschulen bei der Auswahl und der Betreuung ausländischer Studierender. Darin waren sich die mehr als 200 deutschen Hochschulvertreter einig, die am 27. und 28. Oktober in Bonn über Fortschritte und Folgen des Internationalen Hochschulmarketings diskutierten. Die Tagung wurde veranstaltet vom DAAD, GATE-Germany und dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).

... mehr zu:
»DAAD »GATE-Germany »Vermarktung


In den Hochschulen herrsche eine deutliche Aufbruchstimmung, sagte CHE-Leiter Prof. Detlef Müller-Böling. Heute sei Realität, was vor zwei Jahren noch Zukunftsmusik gewesen ist. Er erinnerte daran, dass die Hochschulen zum Beispiel bei der Einführung der international bekannten Studienabschlüsse Bachelor und Master enorm voran gekommen seien: "Wir sind weiter als unser Jammern glauben machen könnte."

In der Vergangenheit sei es darum gegangen, mehr Studierende aus dem Ausland für einen Aufenthalt an einer deutschen Hochschule zu gewinnen. Hierbei sei man sehr erfolgreich gewesen. Nun müssten die Bewerber jedoch gezielter als bisher ausgewählt werden, forderte DAAD-Generalsekretär Dr. Christian Bode. "Wir müssen auf dem weltweit expandierenden Bildungsmarkt weiter für unser Angebot werben, aber differenziert zulassen."

"Der Erfolg der Bemühungen des Hochschulmarketings spricht für die Qualität der Ausbildung an den deutschen Hochschulen", erklärte HRK-Präsident Prof. Peter Gaehtgens. "Mehr Bildungsausländer verlangen aber auch mehr Service und Betreuung. Dafür benötigen die Hochschulen Geld, das nicht allein über die öffentlichen Haushalte aufzubringen ist." Man könne den Hochschulen quantitativ und qualitativ nicht immer mehr abverlangen und gleichzeitig die Budgets weiter kürzen.

Die Politik wurde aufgefordert, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass Nachwuchseliten aus dem Ausland Deutschland nach der Ausbildung nicht gleich wieder verlassen müssen. Die Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes sei ein notwendiger Schritt, waren sich die Tagungsteilnehmer einig.

Die positive Entwicklung bei der Internationalisierung der deutschen Hochschulen führte der Sprecher des Hochschulkonsortiums GATE-Germany und Vizepräsident des DAAD, Prof. Max G. Huber, auch auf die Qualität des Bildungsstandortes Deutschland zurück: "Deutschland ist ein attraktives Studienland für alle, die eine solide und moderne akademische Ausbildung suchen und die neben Ihrem Studium ein weltoffenes Industrieland und ein vielfältiges kulturelles Leben im Herzen Europas kennen lernen wollen." Für die Vermarktung sei diese Qualität eine unverzichtbare Basis.

Für das Bundesministerium für Bildung und Forschung kündigte Ministerialdirigent Dr. Hermann Müller-Solger an, dass die Regierung die Hochschulen bei ihrer internationalen Vermarktung weiter finanziell unterstützen werde.

Melanie Hildebrandt | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de
http://www.daad.de
http://www.gate-germany.de

Weitere Berichte zu: DAAD GATE-Germany Vermarktung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten