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Studieren lohnt sich in Deutschland weniger als anderswo

23.09.2003


Das Studieren lohnt sich in Deutschland einer Studie zufolge weniger als in anderen Industrienationen. Akademiker bekommen zwar auch hier zu Lande höhere Nettolöhne. Wird jedoch der Verdienstausfall während des Studiums im Vergleich zu einem Facharbeiter berücksichtigt, ergibt sich in Deutschland ein Bildungszins von 5,5 Prozent, im Vergleich zu 17 Prozent in den USA, 15 Prozent in Großbritannien und 11 Prozent in Frankreich. Das ergab eine am 22.09.03 veröffentlichte Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).



Bei dem zugrundegelegten Bildungszins wurde das Einkommensplus von Akademikern im Vergleich zu Facharbeitern bewertet, als sei es die Verzinsung des Verdienstausfalls während des Studiums.



Der Rückstand wird auch nicht dadurch ausgeglichen, dass in Deutschland noch keine Studiengebühren anfallen und der Staat den Studenten mit Bafög, Wohnheimen und Essenszuschüssen mehr hilft als in anderen Ländern. Als Grund für die geringe Rendite eines Studiums nannte das IW auch die langen Studienzeiten in Deutschland.

Kerstin Kortmann | pro-physik.de
Weitere Informationen:
http://www.iw-koeln.de

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