Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

90 Prozent mehr ausländische Studenten

11.08.2000


... mehr zu:
»Auslandsamt
Viele müssen allerdings abgelehnt werden

Die Zahl der Anträge ausländischer Studienbewerberinnen und -bewerber

auf Zulassung zu einem Studium an der Universität zu Köln ist auch in diesem Jahr wieder stark gestiegen. Sie nahm von 3.382 (zum Wintersemester 1999/2000) auf 6.309 (zum Wintersemester 2000/2001) zu, was einer erneuten Zunahme um fast 90 Prozent entspricht. Dabei waren schon in den vergangenen Jahren die Steigerungsraten beträchtlich. Viele der oft hochqualifizierten Bewerberinnen und Bewerber müssen jedoch abgewiesen werden.

Aufgrund der "Verordnung über die Vergabe von Studienplätzen in NRW" dürfen in den NC-Fächern nur fünf Prozent der Studienplätze an Bewerberinnen und Bewerber aus dem Nicht-EU-Ausland vergeben werden. Diese Quote führt zu extrem hohen Ablehnungszahlen und dazu, dass trotz steigenden Interesses nur wenige der oft hochqualifizierten ausländischen Bewerberinnen und Bewerber zum Studium in Köln zugelassen werden können. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zulassungsbereich des Akademischen Auslandsamtes bedeutet dies, dass auf einen positiven Bescheid (einer Zulassung zum Studium an der Universität) - je nach Studiengang - 10 bis 20 negative Bescheide verschickt werden müssen. Noch nicht mitgerechnet sind hier die vielen Anträge, die gar nicht erst in den Verfahren berücksichtigt werden können, da nicht rechtzeitig alle notwendigen Dokumente besorgt werden konnten.

Bis zum 15. Juli (bzw. 15. Januar für das Sommersemester) müssen die Anträge der ausländischen Studienbewerberinnen und -bewerber auf Zulassung zum Fachstudium oder zum studienvorbereitenden Deutschkurs vollständig mit allen Unterlagen im Akademischen Auslandsamt vorliegen. Die ausländischen Schulabschlüsse werden zuerst auf ihre Äquivalenz zum deutschen Abitur geprüft, die erzielten Noten nach Vorgaben der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen in Bonn in eine der Abiturnote vergleichbare Durchschnittsnote umgerechnet. Mit dieser Durchschnittsnote konkurriert der Antrag anschließend in den Auswahlverfahren, die für die Zulassung zu einem der zulassungsbeschränkten Studienfächer durchgeführt werden müssen. Besonders hart ist die Konkurrenz in den Numerus-Clausus-Fächern (NC), für die alle Interessenten aus EU-Ländern ihre Bewerbung an die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund richten. Bewerber aus dem Nicht-EU-Ausland müssen allerdings ihre Bewerbung an das Akademische Auslandsamt der jeweiligen Hochschule richten. Auch zur Zulassung zum studienvorbereitenden Deutschkurs wird in Köln aufgrund der großen Nachfrage zum Wintersemester 2000/2001 erstmals ein eigenes Auswahlverfahren im Auslandsamt durchgeführt.

Ausländische Studierende stellen eine Bereicherung für eine Hochschule dar - entsprechende Bestätigungen erreichen die Universität zu Köln immer wieder von Seiten der Lehrenden und Studierenden. Eigentlich könnte die Universität stolz sein auf das große internationale Interesse, in den letzten Jahren gerade aus Mittel- und Osteuropa, den Neuen Unabhängigen Staaten (NUS) der früheren Sowjetunion und China. Doch es besteht die Gefahr, dass diese Studierenden sich abwenden, wenn die Bewerbungssituation so schwierig bleibt. Dem politischen Ziel, die deutschen Hochschulen international attraktiver zu machen, dient die Quote sicherlich nicht.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias
Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Stefan Bildhauer unter der Telefonnummer 0221 470 2382, der Fax-Nummer 0221 470 5016 und der Email-Adresse s.bildhauer@verw.uni-koeln.de zur Verfügung.
Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web (http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.html).

Für die Übersendung eines Belegexemplares wären wir Ihnen dankbar.

Anneliese Odenthal |

Weitere Berichte zu: Auslandsamt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics