Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schneller, flexibler und internationaler

07.08.2000


... mehr zu:
»Berufsleben
Philosophische Fakultät führt neuen
Bakkalaureus/Magister-Studiengang ein

Der Dekan der Philosophischen Fakultät Prof. Dr. Hans Jürgen Wendel teilte mit, dass nach zwei Jahren Vorbereitung zum Wintersemester 2000/2001 das Studienangebot der Fakultät von Grund auf neu und zeitgemäßer gestaltet wur-de. Neben den Lehramtsstudiengängen, die wie gewohnt angeboten werden, wer-den die bisherigen Magisterstudiengänge in den Geisteswissenschaften vollständig durch einen neu konzipierten, integrierten und gestuften Studiengang er-setzt. Der reformierte Studiengang zeichnet sich in seinem Aufbau dadurch aus, daß er nach angelsächsischem Vorbild eine neue erste Abschlussmöglichkeit erhält, die eines Bakkalaureus Artium (BA).
Die Einführung des in sich gestuften Studiensystems erhöht die Flexibilität und Internationalisierung in den Bildungsverläufen. Durch die Anpassung zu dem europaweit vorherrschenden zweistufigen Studienmodell wird z. B. frühzeitig der Wechsel in ein Graduierten-Studium zum Master an ausländischen Hochschulen deutlich erleichtert. Außerdem ermöglicht das neu eingeführte Bakkalaureus-Examen, das bereits nach drei Jahren abgelegt werden kann, den direkten Übergang ins Berufsleben. Es erlaubt also einen frühzeitigen Einstieg in die Berufstätigkeit - mit der Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt das Magister-Artium-Studium aufzunehmen, oder aber nach diesem Abschluß überall direkt weiter zu studieren.

Den Veränderungen von beruflichen Anforderungen an geisteswissenschaftliche Absolventen wird dahingehend Rechnung getragen, dass eine Schwerpunktverlagerung hin zum Erwerb von Grundqualifikationen und von breitem Grundla-genwissen erfolgt, weil thematisch vertieftes wissenschaftliches Spezialwissen an Bedeutung verliert und fachspezifische Methoden- sowie Vermittlungskompetenzen zunehmend wichtiger werden.
Mit der Kenntnis der inhaltlichen und methodischen Grundlagen erhalten die Absolventen das Rüstzeug, sich in einer ständig in Veränderung begriffene Welt künftig in verschiedenen Tätigkeitsfeldern benötigte spezielle fachwissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen.
Die Gliederung des gesamten Studiums in Module schafft eine Struktur aus Blöcken zusammengehörender Veranstaltungen, die sukzessive studiert werden können. Die Studierenden erhalten so eine überschaubare Orientierung, die ihnen die fachlich adäquate Studiengestaltung und einen Studienabschluss nach angemessener Zeit prinzipiell ermöglicht. Innerhalb der einzelnen Module besteht für Lehrende und Studierende weitgehende Freiheit für eine individuelle Schwerpunktsetzung nach Interessen.
Nach sechs Semestern ermöglicht die Bakkalaureus-Prüfung als erstes Examen einen Studienabschluss, der im Umfang dabei dem Studium eines Hauptfaches und eines Nebenfaches im bisherigen Magister-Studiengang entspricht. Wesentlich dabei ist: Das Fachstudium wird trotz der Schwerpunktverlagerung und der verkürzten Studienzeit weiterhin dem wissenschaftlichen Anspruch eines Uni-versitätsstudiums gerecht.
Nach dem, in der Regel nach sechs Semestern absolvierten Examen, können sich die Studierenden entscheiden, ob sie sich anschließend ins Berufsleben begeben wollen, oder ob sie nach einer von zwei Optionen bis zum Abschluss eines Magis-ters weiter studieren wollen.
Als Fächer werden im Rahmen des neuen integrierten Bakkalaureus/Magister-Studienganges angeboten:
- Alte Geschichte;
- Englisch: Sprache, Literatur und Kultur;
- Französisch: Sprache, Literatur und Kultur;
- Spanisch: Sprache, Literatur und Kultur;
- Deutsche Sprache und Literatur;
- Geschichte;
- Gräzistik;
- Klassische Archäologie;
- Latinistik;
- Philosophie;
- Theologie/Religious Studies.
Die Fächer "Slawische Sprachen und Kultur" sowie "Sprachliche Kommunikation und Kommunikationsstörungen" sind nur als Zweitfach wählbar. Weitere Fächer - Pädagogik, Politische Wissenschaft, Soziologie und Sportwissenschaften - werden voraussichtlich ab dem Studienjahr 2001/2002 angeboten.
Zusammenfassend wird mit der Konzeption des neuen modularisierten, integrierten Studienganges eine dreifache hochschul- und bildungspolitische Zielsetzung realisiert: Das geisteswissenschaftliche Studium wird stärker strukturiert und damit für die Studierenden überschaubarer; es ergeben sich insbesondere durch die neuen Zusatzqualifikationen bisher nicht bedachte Beschäftigungsmöglichkeiten für die Absolventen geisteswissenschaftlicher Studiengänge. Außerdem erlaubt das neu strukturierte Studium weitaus mehr individuelle Flexibilität und internationale Mobilität als bisher.

Prof. Dr. Hans Jürgen Wendel
T: 0382 498 2814

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz |

Weitere Berichte zu: Berufsleben

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Klassenzimmer der Zukunft - DFKI & TUK eröffnen neues Labor für digitale Lehr- und Lernmethoden
03.05.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics