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Auszeichnung für beste Hochschul-PR in Deutschland

10.10.2002


Minister Frankenberg: Mit professioneller Kommunikation bundesweites Vorbild



Die Universität Mannheim wurde mit dem "PR-Fuchs" für die beste Kommunikationsarbeit einer deutschen Hochschulpressestelle ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis für das Projekt "Die Renaissance des Barockschlosses", das die Hochschule in Zusammenarbeit mit der Viernheimer Werbeagentur WOB AG durchführt. Schirmherr der Initiative ist der Mannheimer Morgen. Projekt-Koordinatorin Michaela Haselhorst und Uni-Pressesprecher Achim Fischer verweisen denn auch auf das Engagement mehrerer hundert Beteiligter in- und ausserhalb der Universität, die mit ihrem Einsatz diesen Erfolg ermöglichten.

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Die Auszeichnung des Vereins PRO Wissenschaft ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Universität Mannheim teilt sich den Preis mit der Hochschule der Medien in Stuttgart. Der baden-württembergische Wissenschaftsminister Professor Peter Frankenberg freute sich, dass die erstmals verliehene Auszeichnung auf Anhieb nach Baden-Württemberg ging. "Die Hochschulen müssen im nationalen und internationalen Wettbewerb nicht nur erstklassige Forschung und Lehre leisten", betont Frankenberg. "Sie müssen diese Leistungen auch professionell vermarkten. Die Hochschule der Medien und die Universität Mannheim sind mit ihrer Kombination aus hervorragenden Leistungen und professioneller Kommunikation Vorbilder in der deutschen Hochschullandschaft."

Die Universität Mannheim setzt seit mehreren Jahren erfolgreich auf die Beratung und Unterstützung der Werbeagentur WOB AG. Agentur-Vorstand Frank Merkel ist selbst Absolvent der Hochschule. In der engen Zusammenarbeit mit einer professionellen Werbeagentur gilt die Universität Mannheim als Vorreiter unter den deutschen Hochschulen. "Ein weiterer, zentraler Partner ist für uns der Mannheimer Morgen", erklärt Achim Fischer, Pressesprecher der Universität. "Uni, WOB und der Mannheimer Morgen bilden zusammen ein Kräftedreieck, das weit über die Grenzen der Universität hinaus nachhaltige Unterstützung für unsere Hochschule mobilisiert."

Mit dem in Deutschland einmaligen Projekt der Renaissance des Barockschlosses verfolgt die Universität zwei Ziele: Sie stärkt die Identifikation der Studierenden und Mitarbeiter mit ihrer Hochschule und öffnet sich gleichzeitig für die Bürger in der Region. Gemeinsame Renovierungsmaßnahmen im Schloss sind ein wichtiger Teil des Projektes, jedoch längst nicht alles. Die Renaissance des Barockschlosses ist eine universitäre Idee im besten Sinne: Alle Angehörigen der Uni tragen mit vielfältigen Initiativen zu ihrem Erfolg bei - etwa mit Ausstellungen, Vorträgen, Konzerten oder Workshops. Engagierte Bürger und Unternehmen unterstützen die Aktion. Sie finanzieren die Erneuerung von Hörsälen oder packen - vom Mannheimer Ober-bürgermeister bis zur Freiwilligen Feuerwehr - beim Renovieren selbst mit an.

"Das Projekt Renaissance des Barockschlosses ist ein Beispiel für professionelles Hochschulmarketing, das die Interessen der Hochschule mit denen der Nutzer der Hochschule verbindet", urteilte die Jury des PR-Fuchses. Sie verlieht den Preis für "PR-Aktionen, die kreative Wege beschreiten, die handwerklich perfekt sind und die in ein Gesamtkonzept der Öffentlichkeitsarbeit eingebunden sind".

Die Bilanz nach zwei Jahren: mehr als 500 Universitätsangehörige haben sich im Rahmen des Projektes engagiert. 13 Hörsäle, sowie vier Foyers und Flure sind renoviert. Mehr als 10.000 Besucher waren bislang Gast bei verschiedenen Veranstaltungen. Jüngstes Projekt ist der Bürgerhörsaal, den die Hochschule aus Spendengeldern renoviert. Ab einer Spende von 50 Euro werden die Namen der Geldgeber auf eine Tafel aufgenommen, ab 250 Euro erhalten die Spender einen "eigenen" Stuhl inklusive Namensschild. Und im kommenden Sommer wird die Universität alle Bürger der Region erstmals zu einem Fest in ihrem Hauptgebäude einladen - dem Mannheimer Schloss, Deutschlands größtem Barockschloss.

Die Pressestelle begleitet das Projekt mit einer integrierten Kommunikationskampagne, die sehr unterschiedliche Zielgruppen - vom Studierenden über Bürger in der Region bis zu Großsponsoren - anspricht. Sie setzt dazu eine Reihe von PR-Instrumente ein, beispielsweise interne Events und Mailings, Ausstellungen, Informations- und Messestände, öffentliche Veranstaltungen, Flyer, Broschüren, Pressearbeit, Mediawerbung oder Internetauftritt.

Der gemeinnützige Verein PRO-Wissenschaft e.V. möchte den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit verstärken und mit geeigneten Instrumenten fördern. Mitglieder der siebenköpfigen Jury waren unter anderen Prof. Dr. Klaus Landfried, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Klaus Dittko, Geschäftsführer der Agentur Scholz & Friends und Julia Koch, Redakteurin des Spiegel. Die Jurymitglieder benannten einstimmig die Hochschule der Medien und die Universität Mannheim als Preisträger des PR-Fuchses.

Achim Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mannheim.de

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