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Eröffnung des ZdI-Zentrums "Ingenieure + Informatiker = Zukunft" in Gladbeck

15.09.2008
Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses in NRW

Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft, der Stadt Gladbeck, den örtlichen Schulen und der Fachhochschule Gelsenkirchen hat Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart am heutigen Montag das ZdI-Zentrum "Ingenieure + Informatiker = Zukunft" - kurz "I+I=Z" - in Gladbeck eröffnet.

Das Zentrum der Initiative Zukunft durch Innovation ist zu Schuljahresbeginn gestartet. Seitdem können alle Gladbecker Oberstufenschülerinnen und Schüler das Schulfach Technik belegen. Das ZdI-Zentrum "I+I=Z.Gladbeck" ist das sechste von 25 ZdI-Zentren, deren Gründung das Innovationsministerium bis 2010 anstrebt. Sie sollen Kinder und Jugendliche für ein ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium begeistern.

Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: "Ob eine Region als Innovationsstandort bestehen kann, hängt wesentlich davon ab, ob sie genügend gut qualifizierte Fachkräfte hat - insbesondere in den Ingenieurberufen. Ich freue mich, dass sich alle Partner hier vor Ort in Gladbeck gemeinsam für ihr ZdI-Zentrum engagieren. So können wir mehr Ingenieurnachwuchs für Nordrhein-Westfalen gewinnen."

Schwerpunktschule und gleichzeitig Träger des ZdI-Zentrums ist die Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Gladbeck. Unterstützt wird das Zentrum vom Verein zur Förderung der Gladbecker Wirtschaft, von der Stadt Gladbeck, der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen, der Fachhochschule Gelsenkirchen, der MINT-Stiftung Ruhr/Vest sowie von Unternehmen aus der Region darunter die Emscher-Lippe-Energie GmbH, die Döllken-Gruppe, E.ON, die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH und die Ineos Phenol GmbH & CO.KG. Eingebunden sind alle weiterführenden Schulen in Gladbeck.

Der Grundkurs Technik des ZdI-Zentrums findet an der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule statt, steht aber allen Gladbecker Oberstufenschülerinnen und -schülern offen. Die Teilnehmer entwickeln im Unterricht beispielsweise selbstständig Sicherheits- und Alarmsysteme. Außerdem stehen den teilnehmenden Schulen Experimentierkästen zum Thema Wasserstoff zur Verfügung, die sie für Unterrichtsreihen ausleihen können. Arbeitsgemeinschaften beispielsweise in Motoren- oder Robotertechnik ergänzen das Angebot. Eine Arbeitsgruppe an der Gesamtschule arbeitet für ihre Partnerschule in Sambia an einem Projekt zur Wasserreinigung und der Versorgung mit Solar-Energie. Für den Sommer 2009 ist ein Schüleraustausch geplant.

Die Initiative Zukunft durch Innovation

Die Initiative Zukunft durch Innovation.NRW (ZdI) hat das Ziel, mit an-spruchsvollen, dauerhaften Angeboten möglichst viele Schülerinnen und Schüler für ein ingenieur- und naturwissenschaftliches Studium zu begeistern. Dafür bringt die vom Innovationsministerium getragene Initiative in den Regionen Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Politik zusammen und gründet bis zum Jahr 2010 landesweit 25 ZdI-Zentren, die für eine Region oder eine Stadt Technikunterricht mit modernsten Mitteln anbieten. Neben dem ZdI-Zentrum in Gladbeck bestehen bereits in Bochum, im Bergischen Städtedreieck, in Oelde, in Rheinbach sowie im Kreis Mettmann Zentren zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses. Hintergrund ist, dass nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln bundesweit rund 95.000 Ingenieurinnen und Ingenieure fehlen, davon allein rund 20.000 in Nordrhein-Westfalen.

Die Landesregierung hat die Weichen für mehr Ingenieurnachwuchs gestellt. 26.000 neue Studienanfängerplätze, davon die Hälfte in den mathematischen, ingenieurwissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Studienfächern, den so genannten MINT-Fächern, entstehen bis 2010. Darüber hinaus werden drei Fachhochschulen neu gegründet und fünf bestehende Fachhochschulen ausgebaut - ebenfalls mit Schwerpunkt auf den MINT-Fächern. Der Bedarf ist da: Im Wintersemester 2007/2008 haben sich deutlich mehr Studienanfänger in NRW für ein ingenieur- und naturwissenschaftliches Studium entschieden als im Vorjahr. Im vergangenen Wintersemester stieg die Zahl der Studierenden im ersten Fachsemester in den MINT-Fächern um rund 3.200 und damit um 9,7 Prozent, allein in den Ingenieurwissenschaften waren es 11,5 Prozent.

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.zukunft-durch-innovation.nrw.de

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