Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mickey Mouse kommt an die ETH Zürich

12.08.2008
Die ETH Zürich geht mit Walt Disney eine Industriepartnerschaft über mindestens fünf Jahre ein.

Der US-amerikanische Unterhaltungskonzern richtet in Zürich ein neues Forschungslabor ein - das einzige mit einer Universität ausserhalb der USA.

Das neue Disney-Forschungslabor soll diesen Herbst seinen Betrieb im Zentrum Zürichs aufnehmen. Der Walt-Disney-Konzern wird im Rahmen einer Forschungs- und Entwicklungsinitiative nebst dem Labor an der ETH Zürich noch ein zweites an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh (USA) aufbauen. Die Kooperation mit den zwei Hochschulen wurde an der weltgrössten Computergrafikmesse SIGGRAPH in Los Angeles angekündigt.

Um die nächste Generation von Technologien zu entwickeln, brauche es die Zusammenarbeit mit führenden Universitäten, wird Ed Catmull, Präsident der zum Walt-Disney-Konzern gehörenden Pixar Animation Studios, zitiert.

Kreatives Nest einrichten

Im neu entstehenden Labor werden mittelfristig bis zu 20 Forschende arbeiten, schwergewichtig in Gebieten wie Computeranimation, geometrischer Modellierung, Computerfotografie, Bildgenerierung, Videoverarbeitung, künstlicher Intelligenz und Robotik. Das Modell sieht vor, dass mehrere kleine Forschungsgruppen, die je von einem erfahrenen Spezialisten (Senior Principal Investigator) geleitet werden, zusammenarbeiten. "Der Austausch zwischen Spezialisten von Disney und ETH-Forschern unter einem gemeinsamen Dach wird der Kreativität auf beiden Seiten in hohem Masse förderlich sein", so Professor Markus Gross vom Departement Informatik und designierter Direktor des neuen Labors.

Von der Zusammenarbeit mit einem weltweit operierenden Industriepartner wie dem Walt-Disney-Konzern könne die ETH Zürich in mannigfacher Weise profitieren, ist Markus Gross überzeugt. Über die eigentliche Forschungszusammenarbeit hinaus sei geplant, dass die hochqualifizierten Forscher und Ingenieure von Disney in die Lehre und Doktoratsprogramme einbezogen würden. Die Forscher von "Disney Research" in Zurich sind von Walt Disney angestellt; das Labor mit entsprechender Infrastruktur wird in einem bestehenden Gebäude im ETH-Zentrum eingerichtet.

Einziges Disney-Labor in Europa

Das Labor wird seine Forschung in enger Zusammenarbeit mit dem Departement Informatik der ETH Zürich betreiben, ganz speziell mit dem Labor für Visual Computing und Computergrafik von Markus Gross: "Wir wollen beispielsweise neue Algorithmen entwickeln, um sowohl traditionelle Animationstechniken als auch die 3-D-Computer-Animation auf eine neue Stufe der Perfektion zu heben."

Als einziger Standort in Europa ausgewählt zu werden zeige, "dass die ETH Zürich international ein hohes Ansehen geniesst für die Qualität ihrer Forschung, im konkreten Fall in Informationstechnologie und Visual Computing", so Peter Chen, Vizepräsident für Forschung der ETH Zürich.

In die Zusammenarbeit mit den beiden Hochschulen sind mehrere Geschäfts-einheiten des Walt-Disney-Konzerns involviert: Disney Animation and Live Action Studios, Interactive Games, Disney Interactive Media Group, ESPN und Pixar. Von den Pixar Animation Studios stammen computeranimierte Trickfilme wie "Toy Story" oder "Finding Nemo".

ETH Zürich
Prof. Markus Gross
Departement Informatik
Computer Graphics Laboratory
grossm@inf.ethz.ch

Roman Klingler | idw
Weitere Informationen:
http://www.ethz.ch
http://www.cc.ethz.ch/media/picturelibrary/news/Walt_Disney

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau