Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert fünf neue ForMaT-Projekte

18.07.2008
Weiterer Erfolg für die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt an der Freien Universität im Rahmen der zweiten Förderrunde der Innovationsinitiative Neue Länder fünf neue Projekte seines ForMaT-Programms.

Ausgewählt wurden zwei Projekte aus dem Institut für Informatik und jeweils eins aus dem Institut für Mathematik, dem Institut für Chemie und Biochemie sowie dem Fachbereich Physik. Mit fünf Projekten ist die Freie Universität Berlin bundesweit die Hochschule mit den meisten geförderten Projekten.

ForMaT steht für "Forschung für den Markt im Team" und soll die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verbessern sowie die Grundlagen für Technologietransfers schaffen. An der Freien Universität werden bereits zwei ForMaT-Projekte gefördert: "Berliner Okulomotorischer Lesetest (BOLT) und EEG-basierte Diagnostik- und Therapieansätze bei spezifischen kognitiven und neuropsychologischen Störungsmustern (NFB)" am Arbeitsbereich Allgemeine und Neurokognitive Psychologie sowie "Kühllösungen auf der Basis von Kohlenstoffnanoröhren" am Fachbereich Physik.

An der Freien Universität vorbereitet, koordiniert und unterstützt wurden die Projekte des ForMaT-Programms durch profund, die Gründungsförderung der Freien Universität. Profund fördert Unternehmensgründungen von Studierenden, Absolventen und Wissenschaftlern.

Weitere Informationen zu profund erteilt Ihnen gern:
Aneta Bärwolf, Telefon: 838-73634, E-Mail: aneta.baerwolf@fu-berlin.de
Weitere Informationen zu den fünf neu geförderten Projekten:
o Entwicklung und Vermarktung von Autonomie- und Fahrerassistenzsystemen für Pkw und Lkw, Institut für Informatik

Ziel des Projekts ist es, neue Produkte für die Fahrassistenz zu konzipieren und zu entwickeln. Zukünftige Autos und Lkw werden mit einer Vielzahl von Fahrassistenzsystemen ausgestattet, die auf die Daten von Videokameras, Laserscannern, Radar und anderen Sensoren zugreifen. Die schnelle Datenfusion und semiautomatische Steuerung von Fahrzeugen ist ein weltweit aktuelles Forschungsgebiet.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. Raul Rojas, Institut für Informatik, Telefon: 030 / 838-75102, E-Mail: information-ki@fu-berlin.de
o Wirtschaftliche Verwertung von Mustererkennung in Online-Datenströmen,
Institut für Mathematik
Es herrscht eine immense Datenflut: Firmen erfassen ihre globalen Absatzzahlen online, Fortschritte in der Sensortechnik erschließen immer neue Messgrößen: von chemischen Zusammensetzungen über seismische Messdaten bis zum Temperatur- oder Energieverbrauch in komplexen Industrieanlagen. Ziel des Projekts ist die mathematische Modellierung und (Online-)Analyse solcher Datenströme. Damit soll etwa der Industrie bei der Optimierung der Steuerung von chemischen Reaktoren, den Anlegern auf dem Finanzmarkt bei der Minimierung ihres Risikos und den Online-Kaufhäusern bei strategischen Lagerentscheidungen geholfen werden.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. Christof Schütte, Institut für Mathematik, Telefon: 030 / 838-75353,
E-Mail: schuette@math.fu-berlin.de
o Screening des Potenzials der Entwicklung einer "Toolbox" zur Erforschung von neurodegenerativen Erkrankungen, Institut für Chemie und Biochemie

Ziel des Projekts ist es, das inhaltliche und wirtschaftliche Potenzial von zwei parallelen Ansätzen für international angebotene Zulieferleistungen für Laboratorien und Firmen zu überprüfen, die sich mit der Ursachenforschung neurodegenerativer Erkrankungen befassen. Zum einen sollen spezifische, vielfältig einsetzbare Antikörper hergestellt werden, die durch höchste Qualität - definiert über Spezifität und Konzentration - bei moderatem Preis überzeugen können. Außerdem ist geplant, krankheitsrelevante, rekombinante Eiweißstoffe (Proteine) herzustellen, mit denen Theorien bereits frühzeitig und schnell überprüft werden können. Beide Ansätze sollen anschließend in einer sogenannten Toolbox zusammengeführt werden.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Professor Dr. Gerd Multhaup, Institut für Chemie und Biochemie, Telefon: 030 / 838-55533, E-Mail: Multhaup@biochemie.fu-berlin.de; Anja Harmeier, E-Mail: A.Harmeier@biochemie.fu-berlin.de
o Entwicklung und Vermarktung von innovativen E-Learning-Lösungen auf Basis interaktiver Medienformate in naturwissenschaftlichen Bildungskontexten, Fachbereich Physik

Für E-Learning-Anwendungen, die verstärkt auch einen selbstgesteuerten und eigenverantwortlichen Wissenserwerb unterstützen, fehlen insbesondere im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung sowohl geeignete didaktische Konzepte und Medienformate als auch ausgereifte Medientechnologien. Das Projekt zielt auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer und multimedialer E-Learning-Lösungen, die diesen modernen lernpsychologischen und didaktischen Anforderungen gerecht werden.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr. Volkhard Nordmeier, Fachbereich Physik, AG Didaktik der Physik, Telefon: 030 / 838-53033, E-Mail: nordmeier@physik.fu-berlin.de; Dr. Jürgen Kirstein, Fachbereich Physik, AG Didaktik der Physik, Telefon: 030 / 838-53031, E-Mail: juergen.kirstein@physik.fu-berlin.de
o InnoWeb 3.0, Institut für Informatik und Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
Web-Technologien sind die Basis für Innovationen in elektronischen Dienstleistungen und Produkten. Besonders große Chancen zur Überführung neuer Forschungsergebnisse zu marktfähigen Resultaten bestehen beim Web 3.0. Dieses Technologiefeld kombiniert moderne Web-Anwendungen, die durch Interaktion und Teilhabe an der Informationsgestaltung charakterisiert werden (Web 2.0), mit Technologien und Konzepten zur maschinellen Verarbeitung von Metadaten - Daten über Daten - für Internet-Ressourcen (Semantic Web). InnoWeb 3.0 stellt Forschungsergebnisse und -ideen aus dem Web-3.0-Technologiefeld - wie Semantische Wikis, semantische Erstellung multimedialer Präsentationen, semantische Trenderkennung und semantische Middleware - in einen Wettbewerb, in dem sie ihre Marktorientierung beweisen müssen. Ausgehend von einem Ideeninventar aus Forschungs- und Qualifikationsergebnissen wird zu jeder Idee eine strukturierte Beschreibung ihrer Verwertungsperspektiven erarbeitet.
Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf, Institut für Informatik, Telefon: 030 / 838-75223, E-Mail: tolk@inf.fu-berlin.de; Prof. Dr. Martin Gersch, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, Telefon: 030 / 838-53300, E-Mail: martin.gersch@fu-berlin.de

Christine Boldt | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften