Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Master-Studiengang schließt erstmals Lücke zwischen Herstellern und Bauschaffenden

11.04.2008
HAWK bildet Experten im Bereich "Materialwissenschaften in Bau und Restaurierung" in Holzminden aus

Es gibt heutzutage eine Unmenge an Stoffen und Materialien, die in der der Restaurierung und auf dem Bausektor bei Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten eingesetzt werden. Und es gibt eine Unmenge an Fragen, wo welches Material wie eingesetzt werden sollte. Genau an dieser Stelle setzt der im Wintersemester 2007/2007 neu eingeführte Master-Studiengang "Materialwissenschaften in Bau und Restaurierung" in Holzminden an. Mit der Ausrichtung als "Master of Science" wird ein klarer Bezug zu den Naturwissenschaften, insbesondere hier zur Chemie, hergestellt.

Bauschaffende und Restauratoren mit herkömmlichen Ausbildung sind häufig durch die Komplexität und die Fragestellungen im Zusammenhang mit diesen zum Teil "High-Tech-Materialien" überfordert - aber gerade von ihnen wird erwartet, dass sie mit hoher Sachkompetenz die richtigen Materialien am richtigen Ort einsetzen. Gefragt sind Fachleute, die die Lücke zwischen der chemischen Industrie, die einerseits diese Materialien produziert, und andererseits den Restauratoren, die diese Stoffe einsetzen, schließen können.

Beim Master-Studiengang "Materialwissenschaften in Bau und Restaurierung" ist nicht Sinn und Zweck, aus Restauratoren, Bauingenieuren und Architekten Chemiker zu machen, und dies wird auch gar nicht angestrebt. Ziel ist vielmehr, Studierenden, aber auch bereits berufstätigen Bauschaffenden und Restauratoren mit nur geringen stofflichen Kenntnissen die Möglichkeit zu geben, in den beiden Anfangssemestern des Master-Studienganges parallel zum übrigen Fächerangebot die benötigten chemischen Grundlagen zu vermitteln. Das in Vorlesungen und Übungen erworbene Wissen kann anhand von Praktika in modernen, neuen Laboren vertieft werden. Mit den so erworbenen Kenntnissen ist der Studierende nun bestens gerüstet, um sich mit Stoffproblematiken vertieft zu beschäftigen.

... mehr zu:
»Materialwissenschaft

Welches Material kann nach dem derzeitigen Stand der Kenntnisse gefahrlos für den Verarbeiter und den späteren Gebäudenutzer verwendet werden? Welche Möglichkeiten gibt es, Gesteinsfassaden dauerhaft gegen die Einwirkung von Nässe und damit Schadstoffen zu schützen? Welche Additive können die Haftfähigkeit einer wasserbasierten Ergänzungsmasse auf mineralischen Untergründen verbessern? Dies sind nur einige wenige beispielhafte Fragestellungen aus dem Bereich der Materialwissenschaften; Fragen, deren Beantwortung allerdings jetzt und erst recht in Zukunft eine immer größere Bedeutung zukommen wird und die nur durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit gelöst werden können. Dieser Tatsache wird durch ein reichhaltiges Fächerangebot aus dem Bereich der Chemie, der Mikrobiologie, der Stein- und Holzkonservierung, der Bautenschutzmittel, der Bautechnik und der Baubiologie Rechnung getragen.

Die Interdisziplinarität ist an der HAWK schon in der Vergangenheit durch gemeinsame Forschungsprojekte zwischen der Fakultät Restaurierung und Konservierung in Hildesheim und der Fakultät Bauwesen in Holzminden sowie durch gemeinsame Forschungsprojekte mit der Industrie realisiert worden. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre hat sich ein modularer Aufbau des Studienganges mit den einzelnen Modulen Allgemeine Wissenschaften, Konstruktion und Bautechnik, Sanierung und Restaurierung, Baubiologie, Naturwissenschaften der Baustoffe und einem Wahlpflichtbereich als zweckmäßig erwiesen.

Das Master-Studium qualifiziert Architekten, Bauingenieure und Restauratoren zu gefragten Mitarbeitern der Leistungsbilder Entwurf bis Bauleitung gemäß HOAI vornehmlich für das Bauen im Bestand und für die Sanierung und Restaurierung historischer Bausubstanz. Die Absolventen besitzen die erforderlichen Stoffkenntnisse, um die Berührung von Alt und Neu in jeder Phase eines Bauwerkes richtig beurteilen zu können.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
HAWK Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst
Haarmannplatz 3
37603 Holzminden
Telefon (05531) 126 117
Telefax (05531) 126 150
email kohlenberg@hawk-hhg.de

Sabine zu Klampen | idw
Weitere Informationen:
http://www.hawk-hhg.de

Weitere Berichte zu: Materialwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie