Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Zentrum Neue Technologien" im Deutschen Museum gewinnt große Forschungsorganisationen als Partner

14.01.2008
Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft und Helmholtz-Gemeinschaft engagieren sich gemeinsam im ZNT

Die Präsidenten der drei größten deutschen Forschungsorganisationen Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Prof. Peter Gruss und Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Mlynek haben Ihre Unterstützung für das im Aufbau befindliche Zentrum Neue Technologien (ZNT) des Deutschen Museums erklärt.

Die langfristig angelegten Kooperationsvereinbarungen mit drei bedeutenden Akteuren der deutschen Forschung bilden eine wichtige Etappe auf dem Weg zu einer nationalen Plattform für den Dialog von Forschung und Öffentlichkeit im Deutschen Museum.

Das Deutsche Museum leistet mit dem "Zentrum Neue Technologien" (ZNT) dringend notwendige Aufklärungsarbeit vor allem in der Nano- und Biotechnologie. "Es genügt heute nicht mehr nur Forschungsergebnisse darzustellen, wir müssen der Öffentlichkeit ein Verständnis dafür vermitteln, in welchem Umfeld solche Innovationen entstehen, also den Prozess der Forschung transparent machen", betont Generaldirektor Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, "und dabei nehmen wir die Akteure der Forschung selbst mit ins Boot."

Anfang 2007 konnte als "Gründungspartner" des ZNT bereits der Weltmarktführer der pharmazeutischen Biotechnologie, das US-amerikanische Unternehmen AMGEN, gewonnen werden. Im Rahmen der Exzellenzinitiative wird die Technische Universität München ihre Forschung aus den Exzellenzclustern einbringen. Das BMBF unterstützt das ZNT im Rahmen der Hightech-Strategie für Deutschland. Mit der Fraunhofer-Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft ist das Feld der Innovationskräfte in Deutschland nun in seiner ganzen Bandbreite im ZNT vertreten.

Das ZNT bringt aktuelle Forschungen der Partner direkt in die Öffentlichkeit, stellt diese aber in den Kontext eines übergreifenden Ausstellungskonzepts. Besucherlabore zum Mitmachen und ein "Gläsernes Forscherlabor", in dem Wissenschaftler vor Ort arbeiten, machen authentische Forschungspraxis erlebbar. Ein integriertes Veranstaltungsforum lässt die Besucher in einen Dialog mit den Akteuren aus Forschung und Entwicklung treten, auch über kontroverse Fragen, die Forschung naturgemäß aufwirft.

Die Partner des ZNT unterstützen damit angesichts des wachsenden Mangels an Naturwissenschaftlern und Ingenieuren den Bildungsauftrag des Deutschen Museums, um junge Menschen anzusprechen und gar für eine berufliche Tätigkeit auf diesem Feld zu gewinnen.

All dies erfordert eine unabhängige, glaubwürdige Plattform im öffentlichen Raum, auf der sich Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit begegnen können. Das Deutsche Museum mit über einer Million Besuchern im Jahr im Herzen Münchens bietet sich dafür in idealer Weise an. Dies erfordert aber auch neue Vermittlungskonzepte für ein "Public Understanding of Research", die das ZNT derzeit erprobt. Die neuen Räumlichkeiten für das ZNT sollen 2009 eröffnet werden.

Bernhard Weidemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.deutsches-museum.de

Weitere Berichte zu: Biotechnologie Forschungsorganisation ZNT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften