Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Absolventen der Fachhochschule Karlsruhe gewannen internationalen Architektur-Wettbewerb

31.10.2001


Architekturabsolventen der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik gewannen internationalen Wettbewerb zur Gestaltung von Baumhäusern als Ferienwohnungen

500 Architekten aus 46 Ländern hatten sich an einem internationalen Wettbewerb zur Gestaltung von Baumhäusern als Ferienwohnungen beteiligt, der von dem amerikanischen Unternehmen "Treehouses for Hawaii Inc." über das Internet ausgelobt wurde. Die Aufgabenstellung lautete, Baumhäuser zu entwerfen, die hauptsächlich in Palmen platziert werden sollen. Dabei galt es neben den gestalterischen auch besonders ökologische und sicherheitsspezifische Notwendigkeiten zu beachten, wie beispielsweise Taifun-Sicherheitsstandards, denn zwanzig der eingesandten 100 Entwürfe sollen an vier verschiedenen Orten der Pazifikküste realisiert werden. So ist der Bau solcher Feriensiedlungen in Langco Beach in der vietnamesischen Provinz Hue, im buddhistischen Themenpark Nanshan an der südlichen Spitze der chinesischen Insel Hainan, auf Nativity Island in Fidji und in Maui auf Hawaii geplant.

Insgesamt wurden vier erste Preise vergeben, einer davon ging an die Architekten Marianne Bär, Jens Kolb, Peter Dörr - alle Absolventen der Fachhochschule Karlsruhe - Hochschule für Technik. Sie hatten mit den Entwurfsarbeiten zum Wettbewerb in einer Studienarbeit während des Wintersemesters 2000/2001 bei Prof. Dr. Gerhard Loeschcke im Studiengang Architektur begonnen.

Die jungen Architekten entwarfen ein kokosnussförmiges Baumhaus, das von einer Ozeanbrise sanft geschaukelt wird. Sie planten dabei nicht spezifisch für einen der vier pazifischen Küstenstandorte, sondern gingen von den Gemeinsamkeiten aller vier exotischen Ferienparadiese aus: den Kokospalmen und dem stets vorhandenen Wind. Die Baumhäuser hängen wie überdimensionierte Kokosnüsse zwischen den Bäumen. In der Konstruktion der kokosnussförmigen Kokons kommen High-Tech-Materialien zum Einsatz: Leichtmetall, Carbon oder auch Acrylglas. Die Einheiten können aus natürlichem, recyceltem oder High-Tech-Material gefertigt werden. Eine elastische Hängevorrichtung der Baumhäuser macht die Tragestruktur unabhängig von der Stellung der einzelnen Bäume und übermittelt den Bewohnern des Kokons die Bewegungen der Kokospalme. Sie werden also vom Wind in sanfte Bewegung versetzt, wodurch den Bewohnern die spezifischen Eindrücke des Urlaubsortes nochmals nachhaltig vermittelt werden.

Den Gewinnern des Wettbewerbs winkten kleinere Geldpreise, Flugtickets und - wenn die Baumhäuser fertiggestellt sind - ein freier Ferienaufenthalt vor Ort. Selbstverständlich erhalten sie bei Umsetzung des Projekts auch das entsprechende Architektenhonorar. "Viel wichtiger ist für die jungen Architekten", so Studiengangsleiter Prof. E. Adrian Adrianowytsch, "die nationale und internationale Anerkennung, die sie für ihre Arbeit mit diesem Wettbewerbserfolg erzielen konnten."

Holger Gust M.A. | idw

Weitere Berichte zu: Architektur-Wettbewerb Baumhäuser

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ein Korsett für schwache Stützen aus Beton
12.10.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Raumwunder im Hinterhof
12.10.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise