Sicherer auf dem Bau dank moderner Technologien

Auf dem Bau ist die Arbeit schwer und gefährlich. Gerüstbauer und Dachdecker haben die niedrigste Lebenserwartung von allen Berufsbereichen und unter den Top 10 der gefährlichsten Berufe sind acht aus dem Baugewerbe. Es lohnt sich also besonders auf dem Bau die Sicherheit zu erhöhen. Die verkürzte Lebenserwartung kommt nämlich nicht nur vom Lebenswandel der Bauarbeiter oder dem Stress auf dem Bau. Stürze, Unfälle mit schwerem Gerät und Brände tragen auch ihren Teil bei. Die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen ist dabei sehr hilfreich. So gehört zum Beispiel auch nach dem kleinsten Brand eine Brandwache zum Schutz der Baustelle dazu. Moderne Technik kann hier den Aufwand verringern und die Sicherheit noch weiter erhöhen.

Wissen was vor sich geht

Lange Zeit war der Sicherheitsmann die einzige Form der Baustellenabsicherung. Seit Videokameras preisgünstig und in großer Zahl zu erhalten sind, hat sich das aber verändert. Kleine Kameras lassen sich an jeder Ecke einer Baustelle anbringen und helfen einen Überblick über die Geschehnisse zu erhalten. Kameras können auch an Drohnen angebracht werden, die eine gewisse Route abfliegen oder auch abfahren. Das ist besonders nachts nützlich, wenn fahrende Drohnen nicht die Arbeiten behindern. Die Bilder der Kameras werden mit einer Kombination aus automatischer Bilderkennung und Überwachung durch Sicherheitsexperten ausgewertet. Auf diese Art kann mit deutlich geringerem finanziellem Aufwand eine ähnlich gute Absicherung der Baustelle wie durch eine hohe Zahl an Sicherheitspersonal erreicht werden. Über das Internet kann auch ohne aufwendige Verkabelung und jederzeit und überall die Baustelle überwacht werden.

Moderne Sensortechnik erkennt Gefahren

Nicht nur Bilder von der Baustelle können für die Sicherung verwendet werden. Auch Erschütterungen im Boden und Schallwellen liefern wichtige Information. Geräuschsensoren lenken die Aufmerksamkeit von Sicherheitspersonal und Kameras auf einen bestimmten Bereich. Vibrationssensoren erkennen die Erschütterungen, die beim Brechen von Glas oder dem Aufbrechen von Toren entstehen.

Auch die Videokameras können mit moderner Sensortechnik ausgerüstet werden. Nachtsicht ist heute recht günstig zu haben und Nachtsichtkameras machen Baustellen nachts um ein Vielfaches sicherer. Diebe und nutzen gerne den Schutz der Dunkelheit für Einbrüche auf Baustellen und mit der Nachtsichtkamera verschleiert die Nacht nicht länger die Aktivitäten der Einbrecher.

Automatisierter Brandschutz

Moderne Sensortechnik wird auch beim Brandschutz verwendet. Brände können auf Baustellen leicht entstehen, denn Baumaterialien und Treibstoff für die Motoren der Baumaschinen ist perfekter Brandstoff für ein Feuer. Der moderne Brandschutz beginnt hier mit der Installation von Rauchmeldern und Branddetektoren. Rauchmelder sind auf einer staubigen Baustelle nicht sehr nützlich, denn die Zahl der Fehlalarme wäre zu hoch. Besser sind Thermomelder oder Flammendetektoren.

Ein Thermofeuermelder reagiert auf die hohe Temperatur eines Brandes. Er kann in zwei Betriebsformen verwendet werden. Entweder wird bei einer festgelegten Temperatur eine Meldung geben oder wenn die Veränderung der in einem bestimmten Zeitraum sehr groß ist, im sogenannten Differenzialbetrieb.

Flammendetektoren messen die Infrarotstrahlung, die von einer Flamme ausgeht. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr gut innen und außen funktionieren. Reichweiten von bis zu 100 Meter werden von Herstellern angegeben. Durch die Detektion der spezifischen Strahlung, die von Feuern mit organischem Brennstoff ausgeht, sind Fehlalarme selten. Kleinere Schwelbrände erkennen sie allerdings nicht.

Neue Materialien für die Baustelle

Brände und Unfälle können durch die richtigen Materialien unwahrscheinlicher gemacht werden. Leichtmetall auf Aluminiumbasis wird zur Herstellung von Matten verwendet, die bei Rohbauarbeiten dafür sorgen, dass niemand aus dem Dachgestell fällt. Handschuhe aus neuartigen Textilien vermeiden Stichverletzungen und sind dabei noch leichter und widerstandsfähiger als Lederhandschuhe.

Neuartige Materialien machen den Bau sicherer, indem bestimmte, gefährliche Arbeiten einfach nicht mehr nötig sind. Selbstheilender Beton kann kleine Risse selbstschließend und macht gefährliche Ausbesserungsarbeiten an Fassaden überflüssig.

Zwei Varianten dieses neuartigen Betons existieren aktuell. Eine der Varianten arbeitet mit Bakterien, die in Kapseln im Beton eingelagert sind. Gelangt Wasser durch Risse an die Kapseln werden die Bakterien aktiv und produzieren Kalk, der den Riss auffüllt.

Eine andere Spielart des selbstheilenden Betons aus Korea arbeitet mit Kunststoff, der sich ausbreitet, wenn er mit Wasser in Berührung kommen. Dringt dann Wasser in einen Riss im Beton ein, füllt der Kunststoff sie auf.

Das passende Werkezeug für die Aufgabe

Neuartige Techniken und Materialien bieten mehr Sicherheit am Bau. Sie sind oft auch preiswerter als die Beschäftigung von Sicherheitsleuten. Allerdings erfordert die Nutzung dieser Technik eine gewisse Qualifikation der Arbeiter. Es ist also auf die korrekte Nutzung der modernen Technik zu achten, sonst wird nur Geld verschwendet.

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Presseteam
brandwache247.de

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