Visionen zum Internet der Zukunft

Das Internet beruht immer noch auf Strukturen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelt wurden. Nie war es für den immensen Datenaustausch über soziale Netzwerke, für die Übertragung von Video- und Musikdateien oder für andere moderne Dienste konzipiert. Aus diesem Grund denken Wissenschaftler seit mehreren Jahren darüber nach, wie sich die veralteten Strukturen und Algorithmen des Internet zukunftsfähig machen lassen. Denn eines gilt als sicher: Die Nutzung des Internet wird weiter zunehmen.

Robert E. Kahn und andere Experten zu Gast

Der EuroView-Workshop findet im Informatikgebäude am Hubland-Campus statt. Er bietet ein Forum, in dem Wissenschaftler und Experten aus aller Welt ihre Visionen zum Internet der Zukunft austauschen können. Hochkarätige Experten aus den USA, Asien und Europa wurden zu Vorträgen eingeladen. Besonders stolz sind die Veranstalter, dass sie den Informatiker Robert E. Kahn (72) aus den USA als Hauptredner gewinnen konnten, einen der Erfinder des grundlegenden Internetprotokolls TCP/IP.

Zum Workshop gehört in diesem Jahr auch ein Statustreffen des Projekts German-Laboratories (G-Lab). Es handelt sich dabei um eines der größten deutschen Forschungsvorhaben zum Internet der Zukunft; gefördert wird es mit rund 14 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Lehrstuhl für Informatik III (Kommunikationsnetze) der Universität Würzburg ist daran beteiligt.

Veranstalter und Organisation

Veranstaltet wird die Reihe der EuroView-Workshops seit dem Jahr 2000 vom Lehrstuhl für Kommunikationsnetze. Die Organisation liegt in den Händen von Professor Phuoc Tran-Gia, Rastin Pries und Tobias Hoßfeld. Der Workshop wird von der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) ausgerichtet und in diesem Jahr von der europäischen Exzellenzinitiative EuroNF gesponsert.

Die Informationstechnische Gesellschaft des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) ist ein Zusammenschluss deutscher Fachleute in der Informatik. Das von der Europäischen Union geförderte Eliteprogramm EuroNF (Network of the Future) fördert die Kooperation europäischer Forscher im Bereich zukünftiger Netzwerktechnologien. Es umfasst 35 Institute in 17 Ländern. Die Universität Würzburg ist mit dem Lehrstuhl von Professor Tran-Gia in beiden Organisationen vertreten.

Kontakt

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer (0931) 31-86630 (Lehrstuhl für Informatik 3, Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia)

EuroView-Workshop 2011: zur Homepage: http://www.euroview2011.com

Media Contact

Robert Emmerich idw

Weitere Informationen:

http://www.euroview2011.com

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Die Glasknochenkrankheit besser verstehen – ganz ohne Tierversuche

Forschende der ETH Zürich haben ein zellbasiertes Knochenmodell entwickelt, mit dem sie der Ursache der Erbkrankheit auf den Grund gehen können. Wer an der Glasknochenkrankheit leidet, für den ist das…

Biobasierte Kunststoffe – neuartiges Folienmaterial aus dem Biokunststoff PLA

Flexible Einwegfolien wie Tragetaschen oder Müllsäcke werden hauptsächlich aus erdölbasiertem Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) hergestellt. Sie besitzen jedoch einen großen CO2-Fußabdruck und tragen zur Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle bei. Einem Team…

Isolierte Atome groß in Form

LIKAT-Chemiker demonstrieren heterogene Katalyse für die Synthese komplexer Moleküle. Ein am LIKAT in Rostock entwickelter Katalysator eröffnet neue Wege in der Synthese von Feinchemikalien etwa für die Pharmazie, die Agro-…

Partner & Förderer