Studieren und forschen mit digitalen Technologien

Eine Ringvorlesung über „Akademische Kulturen im Vergleich“ zu organisieren, ist schon an einer Universität kompliziert genug. Wenn der Veranstalter aber in Polen sitzt und die Teilnehmer über ganz Europa verstreut sind, dann helfen nur die modernen Medien. Die Ringvorlesung aus Posznan zu den akademischen Kulturen ist per Online-Plattform größtenteils live zu den Partnern übertragen worden.

Prof. Dr. Jürgen Bolten, Professor für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation an der Universität Jena und Mitorganisator der Ringvorlesung, gehört zu den Verfechtern von Onlinemedien und E-Learning, „denn dies erweitert die Vorlesungsprogramme der beteiligten Universitäten und schafft für die Studierenden viel flexiblere Möglichkeiten des Lernens und des Gedankenaustauschs“.

Was die Mitstreiter von E-Learning regelmäßig einsetzen, das ist aber noch nicht an allen Hochschulen und nicht in allen Fächern alltäglich. Um die Chancen, aber auch mögliche Risiken der neuen Medien für die Hochschulen zu präsentieren, veranstaltet die Philosophische Fakultät für die Friedrich-Schiller-Universität Jena am 22. Oktober 2013 den ersten „E-Learning-Tag“. Hauptziel des Tages ist es, den Austausch zum Thema „E-Learning in der Hochschullehre“ zu intensivieren.

„Der E-Learning-Tag bietet die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, über neue Gestaltungs- und Entwicklungsformen des E-Learnings in der Lehre zu diskutieren sowie Visionen für die Zukunft des Lehrens und Lernens zu entwerfen“, sagt Prof. Dr. Hermann Funk, Dekan der Philosophischen Fakultät.

„Lernen an jedem Ort und zu jeder Zeit, sich in virtuellen Räumen austauschen, Online-Seminare an den Universitäten im Ausland besuchen, Vorlesungen und Seminare zu Hause verfolgen, Literatur im Internet beschaffen“, zählt die Mitorganisatorin Anna Svet einige Vorteile der neuen Medien auf. Die Koordinatorin des Bereichs „Mediengestützte Lehre“ der Philosophischen Fakultät ergänzt: „Studieren und Forschen ohne digitale Technologien ist heutzutage kaum noch vorstellbar.“

Der E-Learning-Tag beginnt mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Patricia Arnold von der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Daran schließt sich ein Erfahrungsaustausch an zu den Potenzialen und Grenzen des Einsatzes von digitalen Medien in der Hochschullehre. Im Fokus des Nachmittags stehen fünf Workshops zur Praxis des E-Learnings an der Universität Jena. Hier werden verschiedene E-Learning-Ansätze unter methodisch-didaktischen Aspekten vorgestellt. Die Anmeldung zu den parallel stattfindenden Workshops erfolgt vor Ort.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet von 15.30-17.00 Uhr die Podiumsdiskussion zum Thema „Lernen der Zukunft – Zukunft des Lernens“. Hier soll ein möglicher Weg für die digitale Zukunft des Lernens an den Hochschulen aus verschiedenen Perspektiven diskutiert werden. An der Podiumsdiskussion nehmen teil: Prof. Dr. Patricia Arnold (Hochschule für angewandte Wissenschaften München), Claudia Bremer (Universität Frankfurt/Main), Prof. Dr. Iris Winkler und PD Dr. Matthias Perkams (beide Universität Jena).

Moderiert wird die Diskussion von Dr. Matthias Schwarzkopf, dem Leiter der Servicestelle LehreLernen der Universität Jena. Das Multimediazentrum der Universität überträgt die Podiumsdiskussion live, so dass alle Interessierten das Gespräch im Web unabhängig von ihrem Standort verfolgen können.

Das Detailprogramm sowie der Link zur Live-Übertragung der Podiumsdiskussion sind zu finden unter: www.uni-jena.de/elearningtag2013.

Termin auf einen Blick:
E-Learning-Tag: „E-Learning in der Hochschullehre“
Dienstag, 22. Oktober 2013, 9.00-17.00 Uhr
Rosensäle, Fürstengraben 27, 07743 Jena
Kontakt:
Anna Svet
Dekanat der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 1
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944026
E-Mail: anna.svet[at]uni-jena.de

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Axel Burchardt idw

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