Rund ums Herzohr – Internationale Experten tagen in Leipzig-Probstheida

Der schnelle, unregelmäßige Rhythmus der Herzvorkammern, das Vorhofflimmern, ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen weltweit. Durch das Vorhofflimmern kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen, es staut sich, kann verklumpen, Blutgerinnsel bilden und damit das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen.

Besonders im so genannten Herzohr, einer Ausstülpung an den Vorhöfen, kann es zu solch einer gefährlichen Gerinnselbildung kommen. Blutverdünnende Medikamente senken zwar das Risiko für einen Schlaganfall, bei einer beträchtlichen Anzahl von Patienten können diese jedoch nicht eingesetzt werden, da sie zu starken Nebenwirkungen führen.

Eine neue effektive Methode, um Schlaganfälle bei Vorhofflimmern zu vermeiden, ist der Verschluss des linken Herzohres mit Hilfe eines Herzkatheters, bei der Deutschland weltweit eine führende Rolle einnimmt. „Es handelt sich um eine für den Patienten schonende und nachhaltige Technik, an der wir seit gut zehn Jahren arbeiten, und die auch vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung zunehmend nachgefragt wird“, erklärt Dr. Marcus Sandri, Oberarzt der Klinik für Kardiologie am Herzzentrum Leipzig. Das Herzzentrum Leipzig zählt zu einem der wenigen Schwerpunktzentren in Deutschland, die den Verschluss des Herzohres mit Hilfe des Katheters erforschen und anwenden.

Am 14. und 15. Oktober 2016 findet am Herzzentrum Leipzig ein internationaler Workshop – das LAA-Meeting (Left Atrial Appendage Closure and Atrial Fibrillation) – statt, der sich mit eben diesen Eingriffen zur Schlaganfallverhütung befasst. Insbesondere die neue Technologie des linken Herzohr-Verschlusses mittels Herzkatheter steht hierbei im Fokus.

Rund 200 internationale Herzmediziner aus aller Welt treffen sich im Hörsaal des Herzzentrums Leipzig, um in Vorträgen und bei einer Vielzahl an Live-Untersuchungen im Herzkatheterlabor und im Operationssaal über die neuesten Entwicklungen zu diskutieren.

Organisiert wird der Workshop, der bereits zum fünften Mal stattfindet, von Dr. med. Marcus Sandri, Herzzentrum Leipzig, Privatdozent Dr. med. Sven Möbius-Winkler, Universitätsklinikum Jena und Professor Martin Bergmann, Cardiologicum Hamburg. Sie freuen sich auf zwei spannende Tage.

Marcus Sandri: „Wir sind stolz, mit diesem Workshop hochkarätige Herzmediziner – sowohl Kardiologen als auch Herzchirurgen – nach Mitteldeutschland zu holen. Insbesondere aufgrund des länderübergreifenden Austausch zu neuesten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten und der interaktiven, kollegialen Atmosphäre ist das Meeting ein Highlight im jährlichen medizinischen Kongresskalender.“

Weitere Informationen:

Nähere Informationen zu den vorgestellten neuen Behandlungsmethoden erhalten Sie über die Klinik für Innere Medizin/Kardiologie am Herzzentrum Leipzig.
Telefon (Sekretariat): (0341) 865-1428
E-Mail: Marcus.Sandri@helios-kliniken.de

Über das Herzzentrum Leipzig:
Das Herzzentrum Leipzig bietet mit seinen 440 Betten und zehn tagesklinischen Betten in den drei Kliniken, Klinik für Herzchirurgie, Klinik für Innere Medizin/Kardiologie (inkl. der Abteilung für Rhythmologie) und Klinik für Pädiatrie/ Kinderkardiologie sowie den Abteilungen für Anästhesiologie und Radiologie Hochleistungsmedizin rund um das Herz. Unter der Leitung international erfahrener Ärzte und namhafter Wissenschaftler arbeitet am Herzzentrum Leipzig ein Team von mehr als 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit der Inbetriebnahme im September 1994 besteht mit dem Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig ein Kooperations- und Nutzungsvertrag, der dem Haus den Status einer Universitätsklinik verleiht. Das rechtlich und wirtschaftlich selbständige Herzzentrum ist Teil der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Seit 2014 ist das Herzzentrum Leipzig eine 100-prozentige Tochter der HELIOS Kliniken GmbH. www.helios-kliniken.de/herzzentrum 

Über die HELIOS Kliniken Gruppe:
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 49 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, elf Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin. HELIOS versorgt jährlich rund 4,5 Millionen Patienten, davon 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2014 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. www.helios-kliniken.de 

Pressekontakt:
Juliane Dylus, Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation
Herzzentrum Leipzig, HELIOS Park-Klinikum Leipzig
Telefon: (0341) 865-21 91 | E-Mail: alexander.friebel@helios-kliniken.de

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Juliane Dylus idw - Informationsdienst Wissenschaft

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