Proteine im Fokus: 5. Halle-Konferenz bringt Forscher und Industrie zueinander

Einer der Forschungsschwerpunkte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist die Proteinbiochemie – die Erforschung der Funktion von Eiweißmolekülen im menschlichen Körper und die Anwendung dieser Forschungsergebnisse in neuen Therapien.

In diesem Kontext findet am 19. und 20. Februar 2015 die „5th Halle Conference on Recombinant Proteins“ im Haus der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle statt.

Die Halle-Konferenz geht auf eine Initiative des renommierten und 2009 verstorbenen Proteinforschers Rainer Rudolph zurück. Die Reihe thematisiert neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Proteine und hat sich vor allem zu einem international anerkannten Forum hinsichtlich Forschung und Anwendung rekombinanter Proteine entwickelt.

Diese sind für die pharmazeutische und biotechnologische Industrie von kontinuierlich wachsender wirtschaftlicher Bedeutung und werden unter anderem in der medizinischen Diagnostik und Therapie eingesetzt. Besonders der Informations- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Industrie soll auf der fünften Halle-Konferenz weiter intensiviert werden. Dazu werden 300 nationale und internationale Gäste erwartet.

Initiator dieser Veranstaltung ist ein Organisationskomitee, bestehend aus Vertretern bekannter Pharma- und Biotechnologieunternehmen und der akademischen Forschung, der „Rainer Rudolph Stiftung“ und des im Rahmen des Förderprogrammes „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Protein-Kompetenznetzwerk: „tools, targets & therapeutics“ – ProNet-T3.

Die Entwicklung der Proteinforschung wurde und wird durch Bund und Land hochrangig gefördert. So förderte das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen der Landesexzellenzinitiative u.a. das Exzellenznetzwerk „Strukturen und Mechanismen der biologischen Informationsverarbeitung“ (2005-2012) und die Etablierung des Forschungsschwerpunktes „Proteine und ihre Funktion in der Kontrolle zellulärer Prozesse“ (2012 bis 2014) als Verbünde von Instituten der MLU und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Region.

Durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsvorhaben, wie das Protein-Kompetenznetzwerk-Halle: „tools, targets & therapeutics“ – ProNet-T3 und das Zentrum für Innovationskompetenz HALOmem „Struktur und Dynamik von Membranproteinen“, trugen ebenso zur positiven Entwicklung der Proteinforschung in Halle bei. Höhepunkt dieser Entwicklung ist gegenwärtig der Neubau des Forschungsgebäudes für das Proteinzentrum „Charles Tanford“ auf dem Weinberg Campus.

http://www.biochemtech.uni-halle.de/halle_conference/

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Manuela Bank-Zillmann idw - Informationsdienst Wissenschaft

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