Plasmatechnologie-Experten tagen in Greifswald

Vom 18. bis 20. Februar treffen sich Forscher, Entwickler und Hersteller in der Universitäts- und Hansestadt, um sich über aktuelle Themen, Entwicklungen und Trends aus vielen Anwendungsbereichen zu informieren. Es werden u.a. Fragen zur langfristigen und sicheren, die Ressourcen und die Umwelt schonenden Energieversorgung, zur Verbesserung von Materialien sowie zu innovativen Plasmaanwendungen für die Medizin diskutiert.

Veranstaltet wird die im Institut für Biochemie stattfinde Fachtagung vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) mit Unterstützung des Instituts für Physik der Universität Greifswald. Träger der PT-16 ist die Deutsche Gesellschaft für Plasmatechnologie e.V.

Plasmatechnologie hat sich zunehmend als Schlüssel- und Querschnittstechnologie etabliert. Die technologischen Anwendungen von Niedertemperaturplasmen sind äußerst vielfältig: Neben der Lichterzeugung spielen sie u. a. eine wichtige Rolle in der Mikroelektronik, in der Schaltertechnik, der Plasmachemie, der Optik und Lasertechnik, der Verpackungs- und Medizintechnik, der Solar- und Umwelttechnik, bei der Energieerzeugung sowie in der Automobil- und Raumfahrtindustrie. In jüngerer Zeit haben relativ neue Gebiete wie die plasmagestützte Abscheidung von Nanokompositen und die Plasmamedizin weiter an Bedeutung gewonnen.

Greifswald bietet der Fachtagung ein ideales Forum: Die Plasmaphysik hat in der Stadt an der Ostsee eine fast 100-jährige Tradition. Rudolf Seeliger, Gasentladungsphysiker, legte 1918 den Grundstein dafür, als er an das Physikalische Institut der Universität Greifswald kam. Inzwischen gibt es in der Hansestadt mit dem Institut für Physik der Universität sowie den beiden außeruniversitären Einrichtungen, dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), eine weltweit einzigartige Kombination und Konzentration von Instituten, die auf dem Gebiet der Plasmatechnologie und -physik forschen.

Ein Highlight der Tagung ist der öffentliche Abendendvortrag von Metin Tolan (TU Dortmund). Er findet am Montag, dem 18. Februar um 19 Uhr im Kaisersaal der Greifswalder Stadthalle statt. In dem Vortrag „Geschüttelt, nicht gerührt! James Bond im Visier der Physik.“ widmet sich Tolan anschaulich physikalischen Phänomenen aus den Filmen um den englischen Geheimagenten. Er beantwortet Fragen wie „Wieso trinkt 007 seinen Martini eigentlich geschüttelt und nicht gerührt?“, „Woran stirbt die vergoldete Frau in „Goldfinger“?“ oder „Kann man wirklich mit einem brennenden Auto übers Eis fahren?“

Im „wirklichen“ Leben ist Professor Metin Tolan Lehrstuhlinhaber des Fachbereichs Experimentalphysik I der Technischen Universität Dortmund. Gemeinsam mit seinen Studenten hat er verschiedene Szenen der James-Bond-Filme untersucht und sie auf ihre physikalische Machbarkeit geprüft, mit zum Teil verblüffenden Ergebnissen.

Der Vortrag von Metin Tolan spricht sowohl Laien als auch Physik-Asse an. Der Eintritt ist kostenlos. Einlass ab 18 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Pressekontakt
Liane Glawe, glawe@inp-greifswald.de, Tel: 03834-554-312

Media Contact

Liane Glawe idw

Weitere Informationen:

http://www.pt-16.org/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Ein Drehkreuz für Photonen

Physikern aus Deutschland, Dänemark und Österreich ist es gelungen, für Licht in Glasfasern eine Art Drehkreuz zu realisieren, das die Lichtteilchen nur einzeln passieren lässt. Glasfasern, durch die Laserlicht geleitet…

Bessere Katalysatoren für eine nachhaltige Bioökonomie

Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und von der ETH Zürich wollen sogenannte Zeolithe leistungsfähiger machen. Die Verbindungen sind bereits heute unerlässliche Hilfsmittel in der chemischen Industrie und werden seit…

Die ultraviolette Aurora des Kometen Chury

Auf der Erde bringen sogenannte Aurora als Polarlichter die Menschen zum Staunen. Ein internationales Konsortium mit Beteiligung der Universität Bern hat nun beim Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz Chury, solche Aurora im…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close