MEDICA EDUCATION CONFERENCE mit neuem Kurskonzept – Notfallsonographie (DEGUM) im Programm

Mit mobilen Ultraschallgeräten stellen Ärzte heute schon am Unfallort, im Hubschrauber oder Rettungswagen die wichtigen Diagnosen und leiten die Behandlung ein. In den deutschen Notaufnahmen, in denen nach Schätzungen jährlich etwa 21 Millionen Menschen eintreffen, ermöglicht die Notfallsonographie zeitsparende Therapieentscheidungen.

Drei Viertel der Notfallpatienten haben kein Trauma, also schwere Verletzungen, sondern zeigen internistische oder allgemeinchirurgische Symptome. Dahinter stehen beispielsweise Gallen- oder Nierensteine, lebensgefährliche Blutungen im Brust-und Bauchraum, Thrombosen in den großen Blutgefäßen oder eine Störung der Herzfunktion.

„Gerade in kritischen Situationen mit hohem Zeitdruck, also wenn es um Leben und Tod geht, ist die Sonographie richtungsweisend für das weitere Vorgehen. Zudem ermöglicht und sichert sie eindrucksvoll Interventionen, beispielsweise die Entlastung bei einer Flüssigkeitsansammlung im Rippenfell mittels Punktion,“ erklärt Dr. Wolfgang Blank, Mitglied im Programmkomitee der MEDICA EDUCATION CONFERENCE für den Bereich Gastroenterologie, Sonographie und Endoskopie.

Um gezielt handeln zu können ist eine gekonnte Anwendung der kleinen tragbaren Geräte, deren Qualität immer besser wird, aber auch der herkömmlichen Ultraschallgeräte unerlässlich. „Man sucht und findet nur, was man kennt“, betont Dr. Blank. „Die DEGUM hat daher zusammen mit den Gesellschaften für Ultraschall der Schweiz und Österreich (SGUM/ÖGUM) im Jahr 2008 ein Curriculum entwickelt, welches eine Basisausbildung in Notfallsonographie ermöglicht.“

Es richtet sich an alle möglichen Anwendergruppen – vom Allgemeinmediziner über den Internisten, den Notarzt, den Arzt in der Notfallstation, den Anästhesisten, Chirurgen und Intensivmediziner. Im Mittelpunkt steht die organbezogene Sonographie, keine fachspezifische. „Schließlich benötigen Anwender interdisziplinäre Fachkenntnisse von Anästhesie und Chirurgie über Kardiologie, Gynäkologie bis hin zu Unfallchirurgie und Orthopädie,“ sagt der Experte.

Der Kurs findet auf der MEDICA EDUCATION CONFERENCE in Düsseldorf am 17. November ganztags von 9.00 bis 18.00 Uhr statt. Die Kursgebühren betragen 290 Euro inklusive des Kursbuches Notfallsonographie von Blank/Mathis/Osterwalder. Die Karten sind im Vorverkauf erhältlich, der im August startet.

„So interdisziplinär wie die Konferenz ausgerichtet ist, ist auch die Notfallsonographie zu verorten. Wir freuen uns, dass wir den Teilnehmern der MEDICA EDUCATION CONFERENCE Teil 1 der Basisausbildung bieten können,“ sagt Konferenzpräsident Professor Dr. med. Hendrik Lehnert. „Am richtigen Ort sind wir in Düsseldorf auch deshalb damit, weil Aussteller aus allen Ländern auf der zeitgleich stattfindenden MEDICA ihre Ultraschall-Innovationen präsentieren.“ Auch an den anderen Tagen bietet die Konferenz hochkarätige, ganztägige Kurse, beispielsweise zu Reanimation in der Notfallmedizin, zur Labordiagnostik oder Diabetologie. Diese sind in der Tageseintrittskarte für die Konferenz inbegriffen. Weitere Informationen dazu unter http://www.medica.de/mec1 und http://www.medica.de/1130.

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DGIM/MEDICA EDUCATION CONFERENCE
Anne-Katrin Döbler/Stephanie Priester
Postfach 30 1 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-605
Telefax: 0711 8931-167
E-Mail: priester@medizinkommunikation.org

Messe Düsseldorf GmbH
Pressereferat MEDICA 2015
Martin-Ulf Koch/ Larissa Browa
Tel. 0211-4560-444/-549
E-Mail: KochM@messe-duesseldorf.de

http://www.medica.de

Media Contact

Anna Julia Voormann idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Funktionsweise von Adrenalin-bindendem Rezeptor entschlüsselt

Leipziger Biophysiker verfolgen Mechanismus der Signalübertragung im Körper nach. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR) sind im menschlichen Körper allgegenwärtig und an vielen komplexen Signalwegen beteiligt. Trotz ihrer Bedeutung für zahlreiche biologische Vorgänge…

Eine Alternative für die Manipulation von Quantenzuständen

Forschende der ETH Zürich haben gezeigt, dass man die Quantenzustände einzelner Elektronenspins durch Elektronenströme mit gleichmässig ausgerichteten Spins kontrollieren kann. Diese Methode könnte in Zukunft in elektronischen Schaltelementen eingesetzt werden….

Neue Einblicke in das Entstehen kleinster Wolkenpartikel in der Arktis

Ny-Ålesund (Spitzbergen). Mobile Messgeräte ermöglichen die Untersuchung von atmosphärischen Prozessen in höheren Luftschichten, die von klassischen Messstationen am Boden bisher nicht erfasst werden. Die luftgetragenen Flugsysteme leisten somit einen wichtigen…

Partner & Förderer