Innovationsforum thematisiert das Zukunftspotenzial von Biokunststoffen

Er steckt in Kugelschreibern, Verpackungen, Partybesteck oder Smartphones: Biokunststoff. Biobasierte Prozesse, Materialien und Produkte spielen in immer mehr Branchen eine Rolle.

Sie schonen fossile Ressourcen, mindern CO2-Emissionen und liefern so nicht nur einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen und ressourceneffizienten Wirtschaften, sondern bieten auch Vorteile gegenüber Kunststoffen aus fossilen Rohstoffen. Das Kooperationsforum Biopolymere der Bayern Innovativ GmbH thematisiert am 15. November 2016 in Straubing das Zukunftspotenzial von Biokunstoffen.

Trotz des derzeit niedrigen Erdölpreises gehen Experten von einem kontinuierlichen Wachstum des Marktes für Biopolymere und Biokunststoffe aus. Bis 2019 soll die Nachfrage auf weltweit fast acht Millionen Tonnen wachsen – fünfmal so viel wie noch im Jahr 2013, so die Marktprognose des Branchenverbandes European Bioplastics in Berlin in Zusammenarbeit mit der Hochschule Hannover.

Treiber ist dabei die Verpackungsindustrie, in der vor allem biobasierte Kunststoffe wie Bio-PET30 oder Bio-PE eine immer bedeutendere Rolle spielen. Danone, Coca Cola und Volvic oder Heinz Ketchup setzen bereits biobasierte PET-Flachen bzw. Verpackungen ein. Aber auch in anderen Branchen wird verstärkt auf die Nutzung nachwachsender Rohstoffe gesetzt, um neue Ressourcen zu erschließen und Produkte mit neuartigen Eigenschaften zu entwickeln.

Dieser Trend zeigt sich in der zunehmenden Anzahl von Entwicklungskooperationen zwischen Markenherstellern und Technologieanbietern. Ein Beispiel ist IKEA, das mit Newlight Technologies im Bereich Kunststoffe aus erneuerbaren Rohstoffen kooperiert, einem amerikanischen Unternehmen, das durch die Entwicklung der AirCarbonTM Technologie Kohlenstoff aus Methan für die Herstellung von erneuerbaren Kunststoffen nutzen kann.

Wie entwickelt sich der Markt für Biopolymere und biobasierte Produkte? Welches Nutzungspotenzial steckt in nachwachsenden Rohstoffen? Wo werden biobasierte Polymere/Materialien heute eingesetzt? Das 5. Kooperationsforum „Biopolymere“ greift diese Fragen am 15. November 2015 in Straubing auf und rückt aktuelle Markttrends, neue Technologieentwicklungen und Produktanwendungen in den Mittelpunkt.

Das Forum ermöglicht den Zugang zu Technologieunternehmen, Markenhersteller, KMUs und Startups sowie zu Experten und Wissenschaftlern. Gerade Kooperationen zwischen Global Playern, kleinen Unternehmen, Start-ups und Forschungsinstituten liefern heute oft den Schlüssel, um auf dem internationalen Markt erfolgreich zu sein.

Zur Zielgruppe zählen Unternehmen und Forschungsinstitute aus den Bereichen Biokunststoffe, Biopolymere, Biokomposite, Green Chemicals, Biokatalyse, Bioraffinerie, industrielle Enzyme, Technologieanbieter und Hersteller aus Chemie, Biotechnologie, Materialwissenschaft/Neue Materialien sowie Maschinen- und Anlagenbau, Anwender aus den Bereichen Verpackung, Konsumgüter, Textil, Sport/Freizeit, Catering, Automobil, Luftfahrt, Inneneinrichtung, Bau, Elektronik, Agrarbereich sowie Produzenten von nachwachsenden Rohstoffen, Landwirtschaft, Holzwirtschaft.

Experten aus Firmen und Instituten wie nova-Institut, Continental, DuPont Eskusa, Rampf, Tecnaro, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Kompetenzzentrum Holz, Technische Universität München oder das Institut für Textiltechnik/RWTH Aachen informieren über neueste Entwicklungen und zukünftige Perspektiven und ermöglichen den direkten Dialog zu Experten aus Industrie und Wissenschaft.
Die Bayern Innovativ GmbH konzipiert und organisiert dieses Forum im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Weitere Informationen:

http://www.bayern-innovativ.de/bioploymere2016

Media Contact

Nicola Socha idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Eine optische Täuschung gibt Einblicke ins Gehirn

Yunmin Wu erforscht, wie wir Bewegung wahrnehmen können. Inspiriert durch ein Katzenvideo, kam sie auf die elegante Idee, die Wasserfall-Illusion in winzigen Zebrafischlarven auszulösen. Im Interview erzählt die Doktorandin vom…

Globale Analyse über effektive und topographische Wassereinzugsgebiete

Forschende legen erste globale Analyse vor, wie effektive und topographische Wassereinzugsgebiet voneinander abweichen Topographisch skizzierte Wassereinzugsgebiete sind eine räumliche Einheit, die sich an den Formen der Erdoberfläche orientieren. In ihnen…

Strukturbiologie – Das Matrjoschka-Prinzip

Die Reifung der Ribosomen ist ein komplizierter Prozess. LMU-Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass sich dabei die Vorläufer für die kleinere Untereinheit dieser Proteinfabriken regelrecht häuten und ein Hüllbestandteil nach dem…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close