Fahrrad fahren mit Lichtgeschwindigkeit

Zum "Tag der Physik" an der Universität Jena können die Besucher u. a. das Labor des Femtosekunden-Hochleistungslasers "Jeti" besichtigen. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Bei exakt 268,831 km/h liegt der absolute Geschwindigkeitsrekord mit dem Fahrrad. Aufgestellt hat ihn 1995 der niederländische Radrennfahrer Fred Rompelberg. Noch schneller geht es mit dem sogenannten relativistischen Fahrrad: Mit Hilfe eines umgebauten Trimm-Dich-Rades und einer speziellen Computersimulation lässt sich nämlich mit wenigen Pedaltritten auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen – und man kann hautnah die Effekte der Speziellen Relativitätstheorie erleben.

Möglich ist eine solche relativistische Fahrradfahrt am 25. Oktober zum „Tag der Physik“ an der Universität Jena, zu dem die Physikalisch-Astronomische Fakultät und ihr Alumniverein alle Physikinteressierten einladen.

„Mit diesem Tag der offenen Tür möchten wir aktuelle Forschungsprojekte vorstellen und zeigen, wie spannend Physik sein kann“, sagt Dr. Angela Unkroth. „Dabei sind sowohl Schüler und Studieninteressierte als auch deren Eltern und Großeltern sowie die interessierte Öffentlichkeit herzlich willkommen“, so die Geschäftsführerin der Fakultät.

Ab 9:30 Uhr werden im Fakultätsgebäude (Max-Wien-Platz 1) Vorträge, Laborführungen, Infostände und Mitmach-Experimente angeboten. So können die Besucher nicht nur eine relativistische Fahrradfahrt unternehmen, sondern unter anderem auch beobachten, wie mit Hilfe von Unterdruck ein Riesen-Schokokuss entsteht, einen Laserstrahl durch ein Labyrinth lenken, die Frequenz der eigenen Stimme analysieren, und Bauteile eines satellitenbasierten Hyperspektralscanners besichtigen. Zudem können Schüler sich über ein Physik-Studium an der Universität Jena informieren und im Experimentiersaal praktische Studieninhalte anhand kleiner Versuche kennenlernen.

Außerdem stehen Laborbesichtigungen – unter anderem des Hochleistungslasers „Jeti“ – und ein unterhaltsamer Vortrag von Reinhard Remfort auf dem Programm. Remfort ist Physik-Doktorand an der Universität Duisburg-Essen und deutscher Science-Slam-Meister 2013. Sein Vortrag „Von Schnapsraketen und Gurkenlaternen – Geschichten aus dem Leben eines Physikers“ beginnt um 14 Uhr. Für die Führung am Jeti-Laser ist aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl eine vorherige Anmeldung empfehlenswert, per E-Mail an sekretariat-hi-jena[at]gsi.de.

Der „Tag der Physik“ ist zudem Auftakt der diesjährigen öffentlichen Samstagsvorlesungen zur Physik. Prof. Dr. Ute Kaiser von der Universität Ulm eröffnet die traditionsreiche Vorlesungsreihe um 10:30 Uhr mit ihrem Vortrag „Elektronenoptik – das Tor zum Nanokosmos“. Im Anschluss wird am Abbeanum (Fröbelstieg 1) eine Ehrentafel für Prof. Dr. Hans Busch enthüllt. Er gilt als Begründer der Elektronenoptik und legte die theoretischen Grundlagen für das Elektronenmikroskop. Hans Busch wurde 1884 in Jüchen im Rheinland geboren und starb 1973 in Darmstadt. Von 1922 bis 1929 war er außerordentlicher Professor für Physik an der Universität Jena.

Mehr Informationen und das vollständige Programm zum „Tag der Physik“ sind zu finden unter:

www.physik.uni-jena.de/Tag_der_Physik.html

Mehr Informationen zu den Samstagsvorlesungen sind zu finden unter:

www.physik.uni-jena.de/samstagsvorlesungen.html

Kontakt:
Dr. Angela Unkroth
Dekanat der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947003
E-Mail: dekanat-paf[at]uni-jena.de

http://www.physik.uni-jena.de/Tag_der_Physik.html – Programm zum „Tag der Physik“
http://www.physik.uni-jena.de/samstagsvorlesungen.html – Programm der Samstagsvorlesungen

Media Contact

Claudia Hilbert idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Hochleistungs-Metalloptiken mit Lothar-Späth-Award 2021 ausgezeichnet

Fraunhofer IOF und HENSOLDT Optronics entwickeln optisches Teleskop zur Erforschung des Jupitermondes Ganymed. Forscher des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sind gemeinsam mit ihrem Partner für die Entwicklung…

Chemiker designen „molekulares Flaggenmeer“

Forschende der Universität Bonn haben eine molekulare Struktur entwickelt, die Graphit-Oberflächen mit einem Meer winziger beflaggter „Fahnenstangen“ bedecken kann. Die Eigenschaften dieser Beschichtung lassen sich vielfältig variieren. Möglicherweise lassen sich…

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Batterie der Zukunft

Kompetenzcluster für Festkörperbatterien „FestBatt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geht in die zweite Förderphase – Koordination durch Prof. Dr. Jürgen Janek vom Gießener Zentrum für Materialforschung – Rund 23…

Partner & Förderer