Wege in eine CO2-reduzierte Zukunft

Das Thema der CO2-Reduzierung aus möglichst allen Blickwinkeln zu betrach-ten, ist das Ziel des erstmalig stattfindenden CTI-Forums „CO2“ vom 22. bis 23. Oktober 2007 in Sindelfingen bei Stuttgart. Das Programm setzt sich zusammen aus Vorträgen und Diskussionen über sowohl strategische als auch fahrzeug-seitige Maßnahmen zur Minderung des CO2-Austoßes. Neben Experten von Automobilherstellern, Zulieferern und einer Mineralölgesellschaft referieren auch Vertreter der Europäischen Kommission, vom Umweltbundesamt, ADAC, Verbraucherschutz und vom europäischen Automobilherstellerverband ACEA.

Deutschland und Europa im Dialog

Von derzeit 160 auf 120 Gramm pro Kilometer soll der Kohlendioxidausstoß von Neuwagen ab 2012 begrenzt werden, so hat es die EU-Kommission im Februar dieses Jahres beschlossen. Zu dieser Entscheidung sowie zur weiteren Strategie der Europäischen Kommission wird Referatsleiter Dr. Reinhard Schulte-Braucks auf dem Forum Stellung nehmen.

Dr. Axel Friedrich, Leiter der Abteilung Umwelt, Verkehr und Lärm beim Umweltbun-desamt wird die technischen Strategien zur Klimagasminderung im europäischen Straßenverkehr erläutern.

Als „unverschämt teuer und unrealistisch“ bezeichnete Sergio Marchionne, Präsident des europäischen Dachverbandes der Automobilhersteller ACEA die Auflagen der EU. Sein Kollege Kai Lücke, Director Public Affairs bei ACEA, wird auf dem Forum die Sicht der Automobilindustrie darstellen. Dabei geht er auf künftige Markt- und Kundenbedürfnisse ein, stellt innovative Techniken zur Einsparung von Treibstoff vor und beleuchtet die Wettbewerbsfähigkeit seiner Industrie.

Wie sich die Ausgestaltung der CO2-Obergrenze auf die Beschäftigung und Wett-bewerbsfähigkeit der Automobilbranche auswirkt, ist Thema einer Diskussionsrunde, an der neben den genannten Referenten auch Peter Mosch, Gesamtbetriebsrats-vorsitzender der AUDI AG, und ein Vertreter der DaimlerChrysler AG teilnehmen werden.

Mit Grüner Welle gegen CO2 – oder: Steuern mit Steuern?

Nicht nur die Automobilhersteller können dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu verrin-gern. „Nur eine Maßnahmenkette wird zur erfolgreichen CO2-Reduzierung führen“, sagte Prof. Dr. Jürgen Krimmling vom Institut für Verkehrstelematik an der TU Dres-den im Vorgespräch zum Forum. Auf der Veranstaltung wird er zeigen, wie ein intelligentes Verkehrsmanagement und eine optimal koordinierte Ampelschaltung die verkehrsbedingte Umweltbelastung verringern.

Was der Staat durch Erhebung beziehungsweise Erhöhung der Kfz- oder Mineral-ölsteuer ausrichten kann, wird ein Finanzwissenschaftler der Universität Köln erläutern.

Die verschiedenen Steuermodelle sowie der Handel mit CO2-Emissionsrechten für Pkw-Flotten werden anschließend in der Podiumsrunde von einem Vertreter des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums, der Verbraucherzentrale sowie des ADAC diskutiert.

Ferner gibt Umweltexpertin Julia Pflieger von der Universität Stuttgart einen Einblick in die Ökobilanz und erläutert die Möglichkeiten einer langfristigen Senkung des CO2-Ausstoßes. So zeigt sie, welchen Anteil der CO2-Ausstoß am Treibhauseffekt hat und in welchen Stadien der Automobilherstellung wie viel CO2 produziert wird.

„Eco-Driving“, optimierte Reifen und Biokraftstoffe – wirksame Mittel und Wege gegen CO2?

Der zweite Forumstag greift neue und aussichtsreiche technische Entwicklungen auf: Der Forums-Vorsitzende, Verkehrsexperte und früherer Porsche-Umweltreferent Prof. Dr. Dusan Gruden, gibt zum Auftakt einen Überblick über die verschiedenen technischen Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung im Straßenverkehr.

Anschließend sprechen Branchenvertreter über ihre neuen Entwicklungen und Ansät-ze: Siemens VDO erläutert die Potenziale durch Elektrifizierung, Continental die durch Reifenoptimierung. Die Ford-Werke und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat beleuch-ten gemeinsam die Möglichkeiten, durch umsichtiges Fahren – von beiden „Eco-Driving“ genannt – Kraftstoff zu sparen und so zur CO2-Reduzierung beizutragen.

Ergebnisse einer Studie über den nachhaltigen Nutzen von Biokraftstoffen wird Dr. Norbert Schmitz von dem Beratungsunternehmen méo consulting team vorstellen. Auch Dr. Norbert Neumann von der Mineralölgesellschaft BP Global Fuels Technology gibt eine Einschätzung zur Zukunft von Biokraftstoffen ab, erörtert aber zudem die Chancen durch schwefelfreie Kraftstoffe.

Sowohl die technischen Lösungsansätze als auch die Potenziale von Biokraftstoffen werden abschließend in einer Expertenrunde debattiert. Neben Dr. Neumann und Dr. Schmitz nimmt Dr. Burkhard Pollak vom Getriebehersteller AVL List daran teil.

Weitere Informationen zum Programm sowie Möglichkeiten zur Anmeldung sind zu finden unter: www.car-training-instute.com/co2

Der Veranstalter CTI (Car Training Institute) ist ein Geschäftsbereich der IIR Deutschland GmbH.

Media Contact

Romy König IIR Deutschland GmbH

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