CELTIC Event in Berlin: Ein Blick in die Zukunft der Telekommunikation

Festnetz und Mobiltelefonie verschmelzen in der Telekommunikations-Welt von morgen. Der Zugang zu Kommunikation wird nahtlos, jerzeit und überall möglich sein. Vom 22. bis 23. Februar bietet das CELTIC Event in Berlin einen Ausblick auf die Zukunft unbegrenzter Kommunikation. Unter dem Titel „Facing the Challenges of Ubiquitous ICT – The Next Generation of Communication“ werden 200 internationale Experten die jüngsten Ergebnisse von CELTIC diskutieren, dem EUREKA-Forschungsprogramm für Telekommunikation.

„Was CELTIC von anderen Forschungsprogrammen unterscheidet ist, dass alle Projekte Markt-nahe End-to-End-Lösungen liefern,“ sagt der CELTIC-Vorsitzende José Jimenez von Telefónica. Als Teil eines eine-Milliarde-Euro-Programms haben seit 2003 bereits 34 Projekte begonnen, und voraussichtlich 18 weitere Projekte werden dieses Jahr starten. Gegenwärtig nehmen 350 Unternehmen aus 29 Ländern an CELTIC-Projekten teil, fast ein Drittel davon sind kleine und mittlere Unternehmen. Jimenez erwartet, dass die Zahl der teilnehmenden Firmen bis Ende 2007 auf 450 steigen wird. Er ist überzeugt, dass „diese Industrie-orientierten Projekte Europa helfen warden, an der Spitze der Entwicklung in den Informations- und Kommunikationstechnologien zu bleiben“.

+++ FIDELITY – fortgeschrittenes Identitätsmanagement +++

Eines der 17 Projekte, deren Ergebnisse in der CELTIC-Ausstellung gezeigt werden, ist FIDELITY. Das Projekt bearbeitet ein Problem, das für viele Internet- und Telekommunikationsnutzer zu einem Ärgernis geworden ist: jedes Mal, wenn sie einen bezahlten Service im Internet nutzen, müssen sie sich immer wieder authentifizieren, wobei wiederholt persönliche Angaben eingetragen werden müssen. FIDELITY hat ein sicheres und Benutzer-freundliches Authentifizierungssystem entwickelt, das auf einem fortgeschrittenen Identitätsmanagement basiert, das es Benutzern ermöglicht, sich nur einmal einzuloggen und dann für alle anderen teilnehmenden Dienste auf dem Web authentifiziert zu sein. Diese bahnbrechende Identitätsmanagement-Lösung basiert auf so genannten 'Circles of Trust' (Vertrauenskreise), zu denen ein Identitäts-Provider gehört, der verantwortlich ist für die Nutzer-Authentifizierung, ein Attribute-Provider, um die persönlichen Attribute der Nutzer zu organisieren, und ein Dienste-Anbieter, der den eigentlichen Dienst liefert.

Das Projekt wird geleitet von France Télécom und arbeitet mit der Liberty Alliance zusammen, einer 150-Mitglieder-Organisation, die standardisierte Lösungen für einheitliches Identitätsmanagement erarbeitet. Beim CELTIC Event wird FIDELITY seine Identitätsmanagement-Lösung demonstrieren.

Andere herausragende CELTIC-Projekt-Ergebnisse, die in der Ausstellung gezeigt werden, umfassen einen medizinischen Roboter (BANITS), fortgeschrittene Multimedia-Lösungen (MACs), Funkfrequenz-Ressourcen-Management (Gandalf) und Mobiles TV via DVB-H-Standard (Wing-TV).

Das CELTIC Event wird am 22. Februar von Peter Möckel, geschäftsführender Direktor der Deutsche Telekom Laboratories, eröffnet. Ein weiterer Hauptredner ist Dr. Volkmar Dietz, Leiter des Referats Kommunikationstechnologien im BMBF, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Zur Veranstaltung:

CELTIC Event 2007
Facing the Challenges of Ubiquitous ICT – The Next Generation of Communication
22. – 23. Februar 2007
Veranstaltungsort: Deutsche Telekom, Französische Str. 33 a-c, 10117 Berlin
Presse-Rundgang durch die Ausstellung mit José Jimenez, CELTIC-Vorsitzender, und Heinz Brüggemann, Direktor des CELTIC Office; 22. Februar 2007, 12:30, Treffpunkt: Anmeldeschalter
Über CELTIC:
CELTIC ist ein EUREKA-Cluster-Programm, das privat und öffentlich finanzierte Forschungs-und Entwicklungsprojekte auf dem Gebiet der Telekommunikation initiiert und betreut. Die Initiative wird von den wesentlichen europäischen Akteuren im Bereich der Kommunikationstechnologien unterstützt. CELTIC-Projekte konzentrieren sich auf Telekommunikationsnetze, Anwendungen und Dienste die auf einem Complete-System-Ansatz basieren.

CELTIC ist das einzige europäische F&E-Programm, das ausschließlich komplett-System-integrierten Telekommunikations-Lösungen anstrebt. Das CELTIC-Budget liegt in der Größenordnung von 1 Milliarde Euro. CELTIC ist offen für jede Art von Projekt-Teilnahme aus allen EUREKA-Ländern.

Bis jetzt nehmen 29 Länder an CELTIC teil. CELTIC wird betrieben und unterstützt von den folgenden Haupt-Akteuren aus dem Telekommunikations-Bereich: Alcatel Lucent, BT, Deutsche Telekom, Ericsson, Eurescom, France Telecom, Italtel, Nokia, RAD Data Communications, Telefónica, und Thomson. CELTIC Website: http://www.celtic-initiative.org

Über EUREKA:
EUREKA ist ein pan-europäisches Netzwerk für Markt-orientierte, industrielle F&E. EUREKA fördert die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen durch internationale Zusammenarbeit um Partnerschaften und Innovationsnetzwerke zu schaffen. Das Ziel ist es, qualitative hochwertige Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf den Markt zu bringen und Multiplikator-Effekte der Kooperation zu unterstützen Dadurch soll die Lebensqualität voran gebracht und verbessert werden. EUREKA Website: http://www.eureka.be

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Digitale Lösungen für betreute Wohnformen

Projekt soll Potenziale der Digitalisierung in der Betreuung von chronisch psychisch kranken und seelisch behinderten Menschen aufzeigen. Kann durch digitale Lösungen eine Verbesserung der Versorgungsqualität im betreuten Wohnen geschaffen werden?…

3-D-Laser-Nanodrucker als kleines Tischgerät

Die Laser in heutigen Laserdruckern für Papierausdrucke sind winzig klein. Bei 3-D-Laserdruckern, die dreidimensionale Mikro- und Nanostrukturen drucken, sind dagegen bisher große und kostspielige Lasersysteme notwendig. Forschende am Karlsruher Institut…

Polymere mit Helix-Blöcken

Domänenbildung bei supramolekularen Polymeren durch Bestrahlung mit UV-Licht. Künstliche Polymere sind die Grundstoffe aller Kunststoffe, und haben zumeist keinen geordneten Aufbau (im Gegensatz zu Biopolymeren wie Proteinen). Ein Forschungsteam hat…

Partner & Förderer