Internationale Tagung: Globaler Wandel in Entwicklungs- und Schwellenländern

Der Einsatz raumbezogener Daten und Modelle in den angewandten Wissenschaftsbereichen der Geographie, der Forstwirtschaft und der Waldökologie steht im Mittelpunkt der „Zweiten Göttinger GIS & Fernerkundungstage“, die vom 4. bis 6. Oktober 2006 an der Georg-August-Universität stattfinden.

An der Tagung zum Schwerpunktthema globaler Wandel in Entwicklungs- und Schwellenländern nehmen rund 130 Wissenschaftler aus aller Welt teil. Zu Gast sind unter anderem ein Vertreter der Vereinten Nationen sowie Rektor und Prorektor der Partneruniversität Zvolen (Slowakei).

Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom Geographischen Institut, dem Institut für Waldinventur und Waldwachstum, dem Institut für Forstliche Biometrie und Informatik sowie dem Tropenzentrum der Universität.

Im Rahmen der Tagung stellen die Referenten aktuelle Forschungsergebnisse unter anderem auf den Gebieten Landnutzung und Desertifikation, Wassereinzugsgebiets-Management, Agroforst-Systeme sowie Geomedizin vor. „Globale, regionale und lokale Faktoren beschleunigen den Wandel in der Landnutzung in den Tropen und Subtropen. Vor allem in den Randbereichen zwischen Natur- und Kulturlandschaft wird der Boden in immer größerem Umfang und intensiver bewirtschaftet“, erläutert Dr. Stefan Erasmi von der Abteilung Kartographie, Geographische Informationssysteme (GIS) & Fernerkundung. Die Teilnehmer erörtern, wie dieser Nutzungswandel und die zunehmende Entwaldung erfasst und in Modellen analysiert werden kann. Zudem diskutieren sie die Auswirkungen des globalen Wandels auf das Klima, die Artenvielfalt und das Ökosystem.

Kontaktadresse:
Dr. Stefan Erasmi
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Geowissenschaften und Geographie
Geographisches Institut
Goldschmidtstraße 5, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-8003, Fax (0551) 39-8006
e-mail: serasmi@gwdg.de

Media Contact

Marietta Fuhrmann-Koch idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Evolutionäre Ursprünge des Appetits

Kieler Forschungsteam zeigt am Beispiel des Süßwasserpolypen Hydra, wie schon Lebewesen mit sehr einfachen Nervensystemen die komplexe Koordination des Sättigungsgefühls und damit zusammenhängende Verhaltensweisen regulieren. Im Laufe der Evolution haben…

Österreichischer Minisatellit OPS-SAT verglüht nach erfolgreicher Mission

Viereinhalb Jahre lang fungierte der an der TU Graz gebaute Nanosatellit als fliegendes Labor im All, um missionskritische Software, Betriebskonzepte und neue Technologien zu erproben. Am 18. Dezember 2019 war…

Ein Pilz verwandelt Zellulose direkt in neuartige Plattformchemikalie

Ein neues Verfahren zur Massenproduktion von erythro- Isozitronensäure aus Abfällen könnte die Substanz zukünftig für die Industrie interessant machen. Der Pilz Talaromyces verruculosus kann die vom Markt bisher wenig beachtete…

Partner & Förderer