Mit System erfinden

Das Treffen der führenden Innovationsexperten der Welt findet von 16. bis 18. November 2005 in Graz statt. Die österreichische Montanuniversität Leoben veranstaltet die „TRIZ Future Conference“.

Hochwertige Innovationen am laufenden Band, das ist der Wunschtraum jedes Unternehmens. Doch in der Realität entstehen revolutionäre Ideen oft durch Zufälle. Die Frage ist: „Sind wir heute noch immer auf den ’göttlichen Funken’ angewiesen oder gibt es schon eine Möglichkeit mit System zu erfinden?“

Die Beantwortung dieser Frage steht im Mittelpunkt der 5. World Conference TRIZ Future 2005 vom 16. bis 18. November in der Grazer Stadthalle. Organisiert wird die Veranstaltung vom Außeninstitut der Montanuniversität Leoben gemeinsam mit der „European TRIZ Association“ (ETRIA) und dem österreichischen TRIZ-Kompetenzzentrum. Die bisherigen Konferenzen fanden in Bath, Straßburg, Aachen und Florenz statt.

„Unerwartete Lösungen“

TRIZ – die Theorie des erfinderischen Problemlösens – hat in den vergangenen Jahren im Bereich des Innovationsmanagements einen großen Aufschwung erlebt. „Unter TRIZ versteht man eine Methode, die systematisch Zielkonflikte sucht, um diese unter Zuhilfenahme innovativer TRIZ-Werkzeuge zu überwinden. Somit ist es möglich, geltende Systemgrenzen zu überwinden und unerwartete Lösungen zu finden,“ meint Organisator Jürgen Jantschgi vom Außeninstitut der Montanuniversität Leoben. TRIZ ist mit einem zusätzlichen Nutzen für Unternehmen verbunden. TRIZ-Werkzeuge regen die Kreativität der Mitarbeiter an, lockern „festgefahrene Probleme“ und bringen neue Lösungsansätze hervor.

„Brücke zwischen Ost und West“

Das Motto der heurigen Konferenz ist „Bridging East and West“. Die TRIZ-Methodik, vor über 50 Jahren vom russischen Wissenschafter Genrich Altschuller entwickelt, nimmt gerade in osteuropäischen Ländern eine bedeutende Rolle ein. Die Verbreitung durch russische TRIZ-Experten machte diese Methodik vor allem in den USA bekannt, wo sie ständig weiter entwickelt wurde.

Thematisch geht es bei der Konferenz in Graz um die Vermittlung der TRIZ-Werkzeuge in Schulen, Universitäten und Unternehmen, um Fallstudien aus Industrie sowie klein- und mittelständischen Unternehmen und um die Weiterentwicklung der Methodik. Über 60 Wissenschafter und Praktiker aus nahezu allen Erdteilen werden in Vorträgen diese Themen behandeln.

Weitere Informationen:
Dipl.-Ing. Jürgen Jantschgi, Tel. 03842 402-8405
trizfuture05@unileoben.ac.at

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Mag. Thomas Winkler idw

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