’Biodiversität und Evolutionsbiologie’

Internationales Symposium / 250 Experten aus aller Welt tagen vom 21. bis 27.9.2003 in Frankfurt

Vom 21. bis 27. September 2003 findet in Frankfurt das 16. Internationale Symposium ’Biodiversität und Evolutionsbiologie’ der Deutschen Botanischen Gesellschaft statt. Die Tagung ist verbunden mit der 17. Internationalen Senckenberg Konferenz. Die alle zwei Jahre stattfindende internationale botanische Tagung – die wichtigste im deutschsprachigen Raum zu diesem Themenkomplex – wird gemeinsam vom Forschungsinstitut Senckenberg, der Johann Wolfgang Goethe-Universität und dem Palmengarten veranstaltet und findet in den biologischen Instituten der Universität statt (Siesmayerstraße 70). Die Organisatoren sind Prof. Dr. Georg Zizka, Botanisches Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und Abteilung Botanik/Paläobotanik des Forschungsinstitutes Senckenberg, Dr. Stefan Dressler, Sektion Phanerogamen II des Forschungsinstitutes Senckenberg und Privatdozent Dr. Clemens Bayer, Stellvertretender Direktor des Palmengartens. Über 250 Teilnehmer haben sich angemeldet, das Programm umfasst mehr als 100 Vorträge und 130 Poster. Der überwiegende Teil der Wissenschaftler stammt aus dem deutschsprachigen Raum, zahlreiche weitere Teilnehmer kommen aus dem europäischen Ausland, Ländern der ehemaligen Sowjetunion, aus Lateinamerika sowie den USA.

Vorgestellt werden neue Forschungsergebnisse vor allem aus den Bereichen Evolution, Systematik und Morphologie der Pflanzen und Pilze sowie Blütenentwicklung und -ökologie. Weitere Themen sind die Paläobotanik sowie die Pflanzen- und Lebensraumvielfalt ausgewählter Regionen, ihre Entstehung und Erhaltung. „In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung molekularer Methoden für die Evolutionsforschung rasant zugenommen, wie zum Beispiel der Vergleich von DNA-Sequenzen. Ergebnisse aus diesem Forschungsbereich nehmen bei der Tagung einen wichtigen Raum ein“, erläutert Georg Zizka. Große Bedeutung besitzen aber auch die Forschungsarbeiten, die sich mit dem Zusammenhang von Bau und Funktion der Pflanzen beschäftigen, besonders im Hinblick auf das Zusammenwirken von Pflanzen und Tieren. Diese so genannte Co-Evolution, zum Beispiel im Bereich der Blüten und Bestäubung, ist ein wesentlicher Mechanismus für die Organismenvielfalt, die wir heute auf unserem Planeten vorfinden.

Die Zusammenarbeit von Frankfurter Institutionen wie Senckenberg, Universität und Palmengarten im Bereich der Erforschung der pflanzlichen Diversität hat eine lange Tradition. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass diese Institutionen ihre Gründung im Wesentlichen weitsichtiger privater Initiative verdanken. So wird die Tagung auch nicht nur von den veranstaltenden Institutionen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), sondern auch von der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft maßgeblich unterstützt.

Der Standort Frankfurt nimmt im Bereich der Biodiversitätsforschung nicht nur in der hessischen Forschungslandschaft eine herausragende Stellung ein, sondern ist auch von nationaler und internationaler Bedeutung. In Umfang und Vielfalt vergleichbare Forschungssammlungen finden sich in Deutschland darüber hinaus nur noch in Berlin und München. Diesen Tatsachen kommt in der heutigen Zeit besondere Bedeutung zu, in der Strukturplanungen und Forschungsförderung die Konzentration von Forschung und Lehre auf Schwerpunktstandorte forcieren.

Am 22. September 2003 findet um 20 Uhr ein Empfang im Kaisersaal im Römer statt, bei dem die Teilnehmer durch Vertreter der drei ausrichtenden Institutionen begrüßt werden, darunter Stadträtin Jutta Ebeling für die Stadt Frankfurt, Vizepräsident Prof. Dr. Jürgen Bereiter-Hahn für die Universität Frankfurt und Forschungsdirektor Dr. Michael Türkay für das Forschungsinstitut Senckenberg. Interessierte Journalisten sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung im Tagungsbüro wird gebeten.

Kontakt: Tagungsbüro, Telefon: 069/97075-165, Fax: 069/97075-137, E-Mail: symp16@senckenberg.de

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Dr. Ralf Breyer idw

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