Internationale Tagung zur Strahlentherapie

GEC-ESTRO Annual Brachytherapy Meeting vom 15. – 17. Mai in Lübeck

Etwa dreihundert Teilnehmer aus aller Welt werden vom 15. – 17. Mai 2003 zur jährlichen GEC-ESTRO Brachytherapie-Tagung in der Lübecker Musik- und Kongresshalle erwartet (GEC: Groupe Européen de Curietherapie; ESTRO: European Society for Therapeutic Radiology and Oncology). Organisator dieser Tagung zur operativen Strahlentherapie bei Tumorerkrankungen ist Professor György Kovács, Leiter der Interdisziplinären Arbeitsgruppe für Brachytherapie (IAB) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Am Donnerstag, den 15. Mai, findet ein ganztägiger Workshop zur Brachytherapie bei Prostatakrebs statt, gemeinsam mit Vertretern der Europäischen Urologiegesellschaft. Am 16. und 17. Mai gibt es Vorträge und Diskussionen zu verschiedenen Schwerpunkten, z.B. Brachytherapie bei Brustkarzinomen, bei Kopf- und Halskarzinomen sowie in der Gynäkologie. Detaillierte Informationen sind im Internet abrufbar unter www.estro.be.

Die Brachytherapie ist eine spezielle Art der operativen Strahlentherapie mit Isotopen (am häufigsten Iridium 192 und Jod 125). Im Gegensatz zur konventionellen Strahlentherapie wird hierbei ein Tumor von innen statt von außen bestrahlt. Computergesteuerte Strahler ermöglichen eine sehr hohe Strahlungskonzentration direkt am Krebsgeschwür. Die umliegenden Organe und Gewebe werden dabei jedoch maximal geschont. Die Heilungschancen sind im Vergleich zur konventionellen Strahlentherapie zum Teil besser, zum Teil vergleichbar. Allerdings sind die kosmetischen und funktionellen Ergebnisse aufgrund des sehr gezielten und schonenden Verfahrens häufig besser.

Die Kieler IAB ist eine der drei größten Gruppen in Deutschland, in denen die Brachtherapie angewandt wird. Die spezielle Organisationsstruktur der IAB ist im universitären Bereich in Europa und den USA einzigartig: Von hier aus wird die Zusammenarbeit von zwölf unterschiedlichen Fächern koordiniert, von der Allgemeinen Chirurgie über die Gynäkologie, die Kardiologie bis zur Urologie. Etwa 250-300 Patienten werden jährlich behandelt.

„Die interdisziplinäre Zusammenarbeit“, erklärt Kovàcs, „ist eine große Bereicherung, da sich die Kompetenzen der Fachspezialisten gegenseitig ergänzen. Durch diese Arbeitsweise sind schon einige neue, funktionserhaltende Therapiemethoden entstanden, die von Kiel aus eine weltweite Verbreitung fanden. Immer mehr Teams besuchen die IAB, um unsere Arbeitsweise und Therapiemethoden zu erlernen und sie zu Hause einzuführen.“

Kontakt:

Prof. Dr. Dr. György Kovàcs, Interdisziplinäre Arbeitsgruppe für Brachytherapie, Klinik für Strahlentherapie (Radioonkologie), Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Tel.: 0431-597-3011, kovacs@onco.uni-kiel.de

CHRISTIAN-ALBRECHTS-UNIVERSITÄT ZU KIEL
Presse und Kommunikation, Leiterin: Susanne Schuck
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