Naturnutzung und Zukunftssicherung

Weltverband der Anthropologischen und Ethnologischen Wissenschaften (IUAES) tagt in Göttingen

Vom 18. bis 21. Juli 2001 kommen mit Mensch und Natur befasste WissenschaftlerInnen aus aller Welt zu dem Kongress „Exploitation and Overexploitation in Societies Past and Present“ in Göttingen zusammen, um über das zunehmend aktuelle Thema der Naturnutzung und -übernutzung zu diskutieren. Zum ersten Mal seit Gründung des Weltverbandes der Anthropologischen und Ethnologischen Wissenschaften (IUAES) im Jahre 1948 wird der unter seiner Schirmherrschaft stehende, wissenschaftlich hochrangige interdisziplinäre Kongress in Deutschland stattfinden.

Welchen Beitrag können kultur- und gesellschaftswissenschaftliche sowie humanbiologische Disziplinen zu Fragen der Mensch-Natur-Beziehung künftiger Gesellschaften leisten? Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Ergebnissen für die Nachhaltigkeitssicherung und für den Umgang mit Naturgütern? Wie könnten normative Grundlagen für die technisch-ingenieurwissenschaftlichen Aufgaben aussehen? – Erstmalig werden WissenschaftlerInnen der Anthropologie, Ethnologie und Humanökologie mit VertreterInnen verwandter Disziplinen wie der Archäologie oder Historischen Geographie diese Fragen gemeinsam auf einem Forum diskutieren.

Unter besonderer Berücksichtigung von Globalisierungsfolgen wird es Plenardiskussionen und Symposien über Umweltgeschichte, nachhaltige Formen sozialer Organisation, indigenes Wissen, Nachhaltigkeit, Natur in Kultur/ Kultur in Natur und über die interdisziplinären

Bemühungen einer veränderten Betrachtungsweise der Natur geben. „Die Veranstaltung wird die bisher durch starke fachliche Abgrenzungen gekennzeichneten Beziehungen zwischen den Wissenschaften vom Menschen modernisieren“, prognostizieren die Organisatoren Prof. Dr.Bernd Herrmann (Historische Anthropologie und Humanökologie) und Prof. Dr. Brigitta Benzing (Ethnologie).

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen zu dem Vortrag von Hans-Joachim Schellnhuber
„Global Modelling in Terms of Sustainable Development“
am 18.07.2001 um 19 s.t. Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz.

Weitere Informationen:
Anke Brüchert/Christiane Mielke
IWF – Wissen und Medien
Tel.: 0551/5024-171 bzw. -170,
E-Mail: iwf.secr-gsw@iwf.de.

Media Contact

Presse- und Informationsbüro idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Die ungewisse Zukunft der Ozeane

Studie analysiert die Reaktion von Planktongemeinschaften auf erhöhtes Kohlendioxid Marine Nahrungsnetze und biogeochemische Kreisläufe reagieren sehr empfindlich auf die Zunahme von Kohlendioxid (CO2) – jedoch sind die Auswirkungen weitaus komplexer…

Neues Standardwerkzeug für die Mikrobiologie

Land Thüringen fördert neues System zur Raman-Spektroskopie an der Universität Jena Zu erfahren, was passiert, wenn Mikroorganismen untereinander oder mit höher entwickelten Lebewesen interagieren, kann für Menschen sehr wertvoll sein….

Hoher Schutzstatus zweier neu entdeckter Salamanderarten in Ecuador wünschenswert

Zwei neue Salamanderarten gehören seit Anfang Oktober 2020 zur Fauna Ecuadors welche aufgrund der dort fortschreitenden Lebensraumzerstörung bereits bedroht sind. Der Fund ist einem internationalen Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close